Magdeburg: Generationswechsel im Landtag - 28 Abgeordnete hören auf
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Erstellt von Sarah Knauth
26.06.2026 13.31
In der letzten Sitzung des Parlaments vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat Präsident Gunnar Schellenberger (CDU) das Wirken der ausscheidenden Abgeordneten gewürdigt. 28 Kolleginnen und Kollegen hätten sich selbstbestimmt entschieden, nicht wieder zu kandidieren, sagte Schellenberger. Demokratie sei immer die Wahrnehmung von Ämtern auf Zeit.
Der Generationswechsel sei damit "der demokratische Normalfall", so Schellenberger. Mit dem Votum der Wähler würden neue Ideen und im besten Fall neuer Schwung in die parlamentarische Arbeit kommen, sagte der Landtagspräsident.
Dem Landtag gehören aktuell 97 Abgeordnete an. Schellenberger war im Juli 2021 zum Präsidenten gewählt worden. Er hatte damals die Bedeutung gegenseitiger Wertschätzung, des Zuhörens und des gemeinsamen Diskurses betont. "Das ist uns im großen Ganzen meiner Meinung nach gelungen", sagte der CDU-Politiker, der nicht erneut kandidiert. "Man kann auch freundlich miteinander streiten."
Vizepräsident wünscht sich Empathie von Politikern
Zuvor hatten sich bereits zahlreiche Politiker, die bei der Landtagswahl am 6. September nicht wieder antreten, verabschiedet. Viele Abgeordnete bedankten sich in ihren letzten Reden für die gute Zusammenarbeit über Fraktionsgrenzen hinweg. Einige Politiker räumten auch Fehler ein oder baten um Nachsicht, wenn sie mal über das Ziel hinausgeschossen sind.
Der scheidende Vizepräsident Wulf Gallert (Linke), der dem Landtag seit 1994 angehört, verwies auf die privilegierte Stellung von Abgeordneten in der Gesellschaft. Auch Zufälle und glückliche Umstände hätten dazu geführt, dass man in diese Position gekommen sei, so Gallert. Es könne im Leben aber auch ganz anders laufen. "Ich hoffe, dass alle Menschen, die auch in Zukunft in diesem Landtag sitzen, in der Lage sind, Empathie zu zeigen."
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kns/roj/news.de