Wladimir Putin: Kreml rüstet auf - Putins neues Monster-U-Boot sorgt für Alarm
Wladimir Putin baut seine Unterwasser-Macht weiter aus. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Gavriil Grigorov
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster
24.06.2026 12.46
- Wladimir Putin baut die nächste Superwaffe
- Neues Atom-U-Boot soll Hyperschallraketen tragen
- Putin treibt den Ausbau seiner nuklear betriebenen Unterwasserflotte konsequent voran
Wladimir Putin treibt die Modernisierung seiner Unterwasserstreitkräfte weiter voran. Mit der "Murmansk" entsteht nun das neunte Atom-U-Boot der fortschrittlichen Jasen-M-Klasse, wie das ukrainische Nachrichtenportal "United24" berichtet. Diese Bootsklasse zählt zu den leistungsfähigsten im russischen Arsenal.
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Putin setzt auf neue Unterwasser-Macht
Die U-Boote sind für vielfältige Missionen konzipiert. Sie können Ziele aus großer Distanz bekämpfen, gegnerische Schiffe angreifen und in Wassertiefen bis zu 600 Metern operieren. Besonders brisant: Die neueren Einheiten dieser Klasse sollen künftig mit Zirkon-Hyperschallraketen bestückt werden können – Waffen, die als extrem schwer abzufangen gelten.
Gigant unter Wasser: Die Technik hinter der Jasen-M-Klasse
Die Jasen-M-U-Boote beeindrucken durch ihre gewaltigen Dimensionen. Mit einer Länge von etwa 130 Metern und einer Breite von rund 13 Metern verdrängen sie unter Wasser circa 13.800 Tonnen.
Für den Antrieb sorgt ein Kernreaktor des Typs OK-650V. Dieser ermöglicht Unterwassergeschwindigkeiten von bis zu 31 Knoten, während an der Oberfläche etwa 16 Knoten erreicht werden. Besonders bemerkenswert ist die Ausdauer: Die Boote können bis zu 100 Tage ununterbrochen im Einsatz bleiben.
Eine Besatzung von 64 Personen bedient die komplexen Systeme an Bord. Der Rumpf wurde zudem so konstruiert, dass eine Ortung durch feindliche Einheiten erschwert wird.
Hyperschallraketen: Putins gefährliche Trumpfkarte?
Die Jasen-M-Klasse verfügt über zehn senkrechte Startsysteme für Raketen. Diese können mit bis zu 32 Oniks- oder Zirkon-Raketen bestückt werden, alternativ finden bis zu 40 Kalibr-Marschflugkörper Platz.
Laut dem Fachportal "Interesting Engineering" könnte die "Perm" das erste U-Boot dieser Klasse werden, das Zirkon-Hyperschallraketen trägt. Auch die "Murmansk" soll für diese Bewaffnung vorgesehen sein. Die Zirkon-Raketen gelten als besonders gefährlich, da sie extrem schwer abzufangen sind. Zusätzlich sind zehn Torpedorohre verbaut. Im Bug befindet sich eine leistungsstarke Sonaranlage zur Unterwasserortung von Zielen.
Russlands U-Boot-Flotte wächst stetig
Derzeit befinden sich vier Atom-U-Boote der Jasen-M-Klasse im aktiven Dienst. Die "Perm" durchläuft gegenwärtig ihre Testphase und soll bis Ende 2026 der Flotte übergeben werden.
Weitere Einheiten befinden sich in unterschiedlichen Fertigungsstadien. Die "Uljanowsk" wird bereits für den Stapellauf vorbereitet. Zwei zusätzliche Boote – die "Woronesch" und die "Wladiwostok" – sind noch im Bau.
Mit der nun begonnenen Konstruktion der "Murmansk" setzt Russland seinen ambitionierten Kurs fort, die Unterwasserflotte mit modernen nuklear angetriebenen Einheiten zu verstärken, die mit neuartigen Raketensystemen ausgerüstet werden können.
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