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Ukraine-Krieg aktuell: Wladimir Putin ohne Gegenwehr - Rüstungs-Fabrik fliegt in die Luft

Seit Februar 2022 führt Wladimir Putin offen Krieg gegen die Ukraine. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Ramil Sitdikov

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  • Ukraine-Krieg aktuell: Angriff auf wichtige Putin-Fabrik
  • Marschflugkörper setzen Werk in Woronesch in Flammen
  • Wladimir Putin soll mit neuem Plan gestoppt werden

Es war der nächste Angriff im Inneren Russlands, den Wladimir Putins Luftabwehr nicht verhindern konnte. Zuletzt musste der Kremlchef vor seinen Soldaten sogar Probleme bei der Drohnenabwehr eingestehen. Ukrainische Streitkräfte haben einen Raketenangriff auf das Halbleiterwerk VZPP-S in der russischen Stadt Woronesch durchgeführt. Nach Angaben des ukrainischen Telegram-Kanals "Exilenova+" flogen mindestens neun Geschosse auf das Ziel. Der Angriff setzte die Produktionsstätte in Brand.

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Ukraine-Krieg aktuell: Angriff auf wichtige Putin-Fabrik

Das Werk fertigt Bauteile für mehrere zentrale russische Waffensysteme. Betroffen sind die Produktionslinien für Luftabwehr und Marschflugkörper. Die Anlage gehört zu den wichtigsten russischen Herstellern von Halbleiterbauelementen und steht bereits auf den Sanktionslisten zahlreicher Länder.

  • Die VZPP-S-Fabrik beliefert dem Bericht zufolge mindestens drei bedeutende russische Waffenprogramme mit speziellen Halbleiterbauteilen.
  • Für den Marschflugkörper Kh-101 stellt das Werk Transistorbaugruppen her. Bei der 9M727-Rakete des Iskander-K-Systems liefert die Anlage Halbleiter-Arrays für den Bordcomputer.
  • Zusätzlich versorgt die Produktionsstätte demnach das Luftabwehrsystem Pantsir-S1 mit Dioden und Transistorbaugruppen.
  • Gerade diese Chips gehören zu den Komponenten, die Russland aufgrund internationaler Sanktionen nur schwer beschaffen kann.
  • Die Fabrik ist damit ein kritischer Knotenpunkt in der Versorgungskette russischer Waffenproduktion.

Marschflugkörper setzen Werk in Woronesch in Flammen

Russische Quellen geben an, dass die Ukraine bei dem Angriff Marschflugkörper eingesetzt habe. Unabhängig überprüfen lassen sich die Aussagen nicht. Der ukrainische Telegram-Kanal "Exilenova+" veröffentlichte mehrere Fotos und Videos vom Brandort. Auch beim Social-Media-Dienst X verbreiten sich entsprechende Szenen, die das Ausmaß der Zerstörung zeigen sollen. Über Woronesch stiegen dichte schwarze Rauchsäulen auf, nachdem die Geschosse das Halbleiterwerk getroffen hatten. Die Clips zeigen ein brennendes Industriegelände in der russischen Stadt.

Wladimir Putin soll mit neuem Plan gestoppt werden

Der Angriff auf die Komponentenfabrik verfolgt das Ziel, mehrere Rüstungsproduktionslinien gleichzeitig zu beeinträchtigen. Statt nur Abschussvorrichtungen an der Front zu zerstören, greift die Ukraine verstärkt die Versorgungsstrukturen dahinter an. Weitreichende Waffensysteme ermöglichen Schläge tief im russischen Hinterland. Jeder beschädigte Knotenpunkt verlängert die Zeit, die Moskau benötigt, um zerstörte Waffensysteme zu ersetzen. So soll Wladimir Putin langfristig gestoppt werden.

  • Kiew rechtfertigt diese Operationen als Maßnahme zur Unterbrechung der Versorgungswege, die russische Angriffe auf ukrainische Städte speisen. Die Attacke auf das Halbleiterwerk in Woronesch demonstriert die erweiterte Reichweite der ukrainischen Kampfführung.

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