Kiel/Potsdam: Günther: Pantisano sollte sich aus Politik verabschieden
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Erstellt von Sarah Knauth
22.06.2026 10.01
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat dem frisch gewählten Linken-Chef Luigi Pantisano einen Rückzug aus der Politik nahegelegt. "Wer die CDU mit Faschisten und der AfD gleichsetzt, hat sich für jeden ernsthaften demokratischen Austausch disqualifiziert", sagte Günther der Deutschen Presse-Agentur, ohne Pantisano namentlich zu nennen. Zuvor berichtete die "Bild"-Zeitung.
Das sei geschichtsvergessen und verharmlose den tatsächlichen Rechtsextremismus im Land, sagte der CDU-Landeschef. "So jemand kann für Demokratinnen und Demokraten kein Ansprechpartner sein und sollte sich schnellstmöglich aus der Politik verabschieden."
Pantisano nennt eigene Formulierung verkürzt
Pantisano hatte am Wochenende in einem "Bild"-Interview die CDU scharf angegriffen. "Letztlich gibt es auch gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst", sagte Pantisano wenige Stunden vor seiner Wahl zum Parteivorsitzenden. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann reagierte empört. Auch in der Linken gab es Irritationen.
Der Linken-Politiker stellte auf Nachfrage klar, dass er die Formulierung selbst für unglücklich hält. "Das ist verkürzt", sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. "Es geht darum, dass Parteien wie die CDU die falsche Politik der AfD übernehmen und sie damit erst recht stark machen. Es ist zweitrangig, ob die gleiche menschenfeindliche Politik von einer anderen Partei gemacht wird oder von der AfD selbst."
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kns/roj/news.de