Donald Trump: Wer wird Trumps Nachfolger? Sie kämpfen jetzt um den Präsidentenstuhl
Trumps Iran-Deal hat einen Machtkampf um seine Nachfolge entfacht. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster
19.06.2026 11.48
- Donald Trump steht im Mittelpunkt eines Machtkampfs um seine Nachfolge
- Vance und Rubio kämpfen um Trumps politisches Erbe
- Iran-Deal macht JD Vance zum politischen Gewinner
- Marco Rubio setzt auf Abwarten
Nach der Unterzeichnung des Iran-Abkommens durch Donald Trump entbrennt im Weißen Haus ein erbitterter Machtkampf zwischen zwei republikanischen Schwergewichten. Wie die "Bild" berichtet, ringen Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio um die beste Ausgangsposition für die Zeit nach Trump – und der 80-jährige Präsident scheint das Duell zu genießen.
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Vance gegen Rubio: Trumps Iran-Deal entfacht Machtkampf um seine Nachfolge
Während die Kritik am Abkommen mit seinen weitreichenden Zugeständnissen an Teheran zunimmt, bringt sich Trump bereits in Stellung für den Fall eines Scheiterns. In den Umfragen für die republikanischen Vorwahlen 2028 liegen beide Kontrahenten laut Emerson College Polling praktisch gleichauf: Vance kommt auf 36 Prozent Zustimmung, Rubio auf 35 Prozent.
JD Vance und Marco Rubio positionieren sich für das Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur 2028. Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
JD Vance: Vom Iran-Skeptiker zum Gesicht von Trumps Friedensdeal
Ausgerechnet JD Vance, der dem Iran-Konflikt anfangs skeptisch gegenüberstand, wurde von Trump mit der Mammutaufgabe betraut, innerhalb von 60 Tagen die Details des Atomabkommens auszuhandeln. Der 41-jährige Vizepräsident stellte sich anschließend vollständig hinter das in der Nacht auf Donnerstag unterzeichnete 14-Punkte-Papier.
Seitdem ist Vance omnipräsent in den Medien und verteidigt die zentralen Eckpunkte des Deals in zahlreichen Fernsehauftritten. Mit dieser Strategie versucht er sich offenkundig als Friedensstifter im Sinne der "America First"-Doktrin zu positionieren – ein Image, das ihm im Rennen um Trumps Erbe nützen könnte.
Marco Rubio bleibt stumm – und setzt auf Trumps nächsten Schritt
Marco Rubio verfolgt eine völlig andere Taktik. Der 55-jährige Außenminister gilt als klassischer republikanischer Hardliner gegenüber dem Iran und soll zu Beginn des Konflikts auf einen raschen Sturz des Mullah-Regimes gesetzt haben. Zum nun geschlossenen Abkommen hat er sich bislang mit keinem Wort geäußert.
Bei der feierlichen Verkündung des Deals durch Trump bot Rubio ein bemerkenswertes Bild: Wie eingefroren stand er neben dem Präsidenten, ohne erkennbare Regung. Diese demonstrative Zurückhaltung dürfte kein Zufall sein – der erfahrene Politiker hält sich offensichtlich alle Optionen offen, sollte das Abkommen scheitern.
Trump will Vance notfalls zum Sündenbock erklären
Trump selbst scheint das Schattenduell seiner beiden Top-Leute zu amüsieren – und befeuert es aktiv. Bei einem Pressetermin mit Rubio an seiner Seite ließ er einen bemerkenswerten Satz fallen: "Wenn es klappt, nehme ich den Ruhm. Wenn nicht, gebe ich JD die Schuld." Was als Scherz daherkam, wirkte wie ein gezielter Dolchstoß gegen seinen Vize.
Kampf um 2028: Wer wird Trumps Erbe?
Hinter den Kulissen beschäftigt sich Trump offenbar regelmäßig mit der Frage, wer seine Bewegung nach ihm führen könnte. Laut dem Enthüllungsbuch "Regime Change" befragt der Präsident Gäste immer wieder nach ihrer Einschätzung zu Vance und Rubio. Auch Medienmogul Rupert Murdoch soll um seine Meinung gebeten worden sein – und sich angeblich deutlich positiver über Rubio geäußert haben.
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