Friedrich Merz: "Wenn du ABBA auf Temu bestellst!" Netz lacht über Merz-Foto
Bundeskanzler Friedrich Merz und seine Frau Charlotte posieren mit Emmanuel Macron und seiner Frau Brigitte zu Beginn des G7-Gipfeltreffens in Evian vor der Kamera. Bild: picture alliance/dpa/dpa-Pool | Michael Kappeler
Von news.de Redakteurin Anika Bube
18.06.2026 12.21
- Die heute-show verglich Merz, Macron und ihre Ehefrauen auf Instagram mit ABBA
- Das Social-Media-Team des Kanzlers griff den Witz auf und konterte mit Humor
- Die Reaktionen reichen von Begeisterung bis zu scharfer Kritik
Ein Gruppenfoto vom G7-Gipfel in Frankreich sorgt derzeit für reichlich Gesprächsstoff in den sozialen Medien. Die ZDF-Satiresendung "heute-show" veröffentlichte den Schnappschuss von Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gemeinsam mit ihren Ehefrauen Charlotte und Brigitte und zog einen ungewöhnlichen Vergleich. Einen Tag später überraschte das Kanzleramt mit einer selbstironischen Antwort.
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Friedrich Merz und Macron als ABBA? G7-Foto sorgt für Wirbel
"Neues Album? Abba gemeinsam in Frankreich unterwegs", schrieb die ZDF-Satiresendung über das Foto. Mehr als 48.000 Instagram-Nutzer haben den Beitrag mit einem Like versehen. Zudem kochte die Kommentarspalte förmlich über. "Neuer Song: mimi mimi mia", schrieb ein Instagram-Nutzer. "Frei nach Merz: Money, Money, Money", heißt es in einem weiteren Kommentar. "Wenn du ABBA auf Temu bestellst", meinte ein anderer Nutzer.Doch damit war die Geschichte noch nicht beendet.
Kanzleramt reagiert auf ABBA-Vergleich
Einen Tag später reagierte das Social-Media-Team des Bundeskanzlers selbst auf den Spott. Auf dem offiziellen Instagram-Kanal erschien eine Gegenüberstellung des Politiker-Fotos mit einem Bild der schwedischen Pop-Legenden. "Zugegeben: auch wir sehen Gemeinsamkeiten, liebe @heuteshow. ABBA forever wie die deutsch-französische Freundschaft", schrieb das Team dazu. Statt den Witz zu ignorieren, machte das Kanzleramt ihn kurzerhand zum Teil seiner eigenen Kommunikation.
In den Kommentaren erhielt die ungewöhnliche Reaktion viel Zuspruch. "Das ist tatsächlich der erste Post Herr @bundeskanzler der mir gefällt", schrieb ein Instagram-Nutzer. Andere lobten den humorvollen Umgang mit der Satire und sahen darin eine angenehme Abwechslung zu den oft nüchternen Auftritten politischer Institutionen. Ein Nutzer fragte mit Ironie: "Waren ABBA nicht erfolgreich?" Für viele Befürworter zeigte der Post, dass politische Kommunikation auch selbstironisch funktionieren kann.
Doch nicht alle konnten über den Vergleich lachen. Zahlreiche Nutzer nutzten die Gelegenheit für politische Kritik. Besonders der Vergleich mit der weltberühmten Popgruppe sorgte für Gegenwind. "ABBA war im Gegensatz zu Ihnen erfolgreich", schrieb ein Kommentator. Ein anderer bezeichnete den Beitrag als: "Beleidigung an die Band mit großem Namen."
Debatte über den Kommunikationsstil des Kanzlers
Über den eigentlichen Scherz hinaus entwickelte sich eine Diskussion über die Rolle politischer Social-Media-Kanäle. Ein Nutzer schrieb: "Viele Menschen erwarten derzeit vor allem Orientierung, Lösungen und Führung." Andere kritisierten die zunehmende Vermischung von Politik und Unterhaltung. Wieder andere sahen gerade darin einen modernen und nahbaren Kommunikationsstil.
Am Ende zeigt der Vorfall vor allem eines: Selbst ein harmloses Gruppenfoto kann in den sozialen Medien innerhalb weniger Stunden zum Politikum werden. Die heute-show lieferte die Vorlage, das Kanzleramt spielte mit – und das Netz diskutiert nun darüber, ob Humor in der Politik erfrischend oder unangemessen ist. Fest steht: Der ABBA-Vergleich hat deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommen als das eigentliche Gruppenfoto.
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