Politik

Donald Trump: Trumps Atom-Plan geplatzt - US-Päsident vom Iran eiskalt ausgetrickst

Donald Trump sucht Irans Uran: Doch die Mullahs haben vorgesorgt. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin

  • Artikel teilen:
  • Donald Trumps Atompläne durchkreuzt
  • Iran soll Zugänge zu Uran-Lagerstätten gesprengt und vermint haben
  • Rund 400 Kilogramm hochangereichertes Uran gelten als kaum noch erreichbar
  • Experten warnen vor erheblichen Problemen bei Kontrollen künftiger Atomabkommen

Der Iran hat sein hochangereichertes Uran offenbar nahezu unerreichbar gemacht – und könnte damit die Pläne von US-Präsident Donald Trump durchkreuzen. Wie "CNN" berichtet], hat das Regime in Teheran gezielt Tunnel zum Einsturz gebracht und Zugänge zu den Lagerstätten mit Sprengminen gesichert.

Weitere Nachrichten zu Donald Trump finden Sie am Ende des Artikels.

Iran macht Uran offenbar unerreichbar – Trumps Atom-Pläne vor neuer Hürde

Diese Maßnahmen könnten weitreichende Folgen haben: Trumps mehrfach angekündigtes Vorhaben, den iranischen Uranvorrat zu vernichten, wird dadurch erheblich erschwert. Auch bei künftigen Verhandlungen über ein Atomabkommen drohen massive Probleme – denn die Überprüfung iranischer Verpflichtungen dürfte unter diesen Umständen kaum noch möglich sein.

400 Kilogramm fast waffenfähiges Uran hinter Trümmern und Minen

In den vergangenen Wochen hat der Iran seine Schutzmaßnahmen laut dem Bericht "drastisch verstärkt". Bei dem gesicherten Material handelt es sich um etwa 400 Kilogramm hochangereichertes Uran, das nach Einschätzung von Experten und US-Behörden nahezu waffenfähig ist.

Die Methoden sind dabei so radikal, dass selbst das iranische Regime Schwierigkeiten hätte, wieder an das Material zu gelangen. Mehrere mit Geheimdiensterkenntnissen vertraute Quellen erklärten gegenüber "CNN", dass eine Bergung des angereicherten Urans nun schwere Bagger und aufwendige Minenräumarbeiten erfordern würde – ein gefährliches Unterfangen selbst für Teheran.

Trumps große Worte treffen auf harte Realität

Der US-Präsident hatte wiederholt versprochen, dass der Iran unter seiner Führung niemals Atomwaffen besitzen werde. "Zum passenden Zeitpunkt, wenn alles ruhig ist, werden wir hineingehen und den Atomstaub holen, tief vergraben unter den mächtigen versunkenen Granitbergen", erklärte Trump. Die USA würden das Uran "zerstören, egal ob im Iran oder in den USA".

Doch diese Ankündigung erscheint angesichts der neuen Gegebenheiten deutlich schwieriger umsetzbar. Das Regime in Teheran hat mit seinen Sicherungsmaßnahmen offenbar Fakten geschaffen, die selbst ambitionierte amerikanische Pläne zur Beseitigung des Uranvorrats erheblich komplizieren dürften.

Experte warnt vor Verifikationslücken bei künftigen Deals

Scott Roecker, der von 2017 bis 2021 das Büro für die Beseitigung von Kernmaterial der National Nuclear Security Administration leitete, sieht erhebliche Probleme für mögliche Abkommen. "Sollten diese Berichte zutreffen, würde dies die Rückführung des hochangereicherten Urans zweifellos erschweren", sagte er gegenüber "CNN".

Besonders brisant: Selbst wenn der Iran in einem Abkommen den Verzicht auf Atomwaffen zusichern sollte, könnte Teheran die schwere Zugänglichkeit des Materials ausnutzen. Roecker befürchtet, dass der Iran schlicht behaupten könnte, Teile des Urans seien nicht mehr auffindbar. "Wir hätten nicht die volle Gewissheit, dass der Iran nicht irgendwann in der Zukunft wieder Zugriff darauf erlangen könnte", warnte der Experte.

Auch diese Trump-News sind einen Blick wert:

/news.de

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.