Wladimir Putin: Kremlchef badet in Rentierblut – so will Putin "unsterblich" werden
Wladimir Putin (73) steckt Milliarden in die Förderung der Longevity-Forschung. Dabei schreckt er auch vor unkonventionellen Methoden nicht zurück. Bild: dpa/Planet Pix via ZUMA Press Wire/Kristina Kormilitsyna
Erstellt von Ines Fedder
15.06.2026 10.01
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Wladimir Putin ist mit seinen 73 Jahren noch lange nicht am Ende seiner Amtszeit - und auch seiner Lebenszeit - angekommen. Zumindest nicht, wenn es nach dem Kreml-Chef selbst geht. Der russische Machthaber gilt als prominenter Verfechter derLongevity-Bewegung. Die Hoffnung auf "Unsterblichkeit" lässt er einigen Kosten, wie ein Bericht des "Daily-Mail"-Reporters Imogen Garfinkel auf beeindruckende Weise zeigt.
Wladimir Putin - Forschungsprogramm für ein unendliches Leben kostet über 23 Milliarden Euro
Während Russland die niedrigste Geburtenrate seit zwei Jahrhunderten verzeichnet und die Kriegstoten in der Ukraine auf eine halbe Million zusteigen, verfolgt Wladimir Putin ein ganz anderes Ziel: sein eigenes Überleben. Der 73-jährige Kreml-Chef hat ein gewaltiges Forschungsprogramm im Wert von 23 Milliarden Euro aufgelegt, das den Tod so lange wie möglich hinauszögern soll – vielleicht sogar für immer.
Das Projekt mit dem Namen "Neue Technologien zur Gesundheitserhaltung" umfasst experimentelle Methoden wie 3D-gedrucktes Gewebe, in Schweinen gezüchtete menschliche Organe und Gentherapien gegen zelluläres Altern. Im April verkündete der Kreml die Entwicklung eines entsprechenden Medikaments.
Doch während die russische Wirtschaft auf eine Rezession zusteuert, fließen Milliarden in diese Forschung – obwohl die Ergebnisse kaum in internationalen Fachzeitschriften überprüft werden.
Organe aus dem Drucker und vom Schwein - so will Putin sein Leben verlängern
Im Zentrum des Programms stehen zwei Schlüsseltechnologien: Bioprinting und Xenotransplantation. Beim Bioprinting wird lebendes Gewebe mittels 3D-Druck hergestellt, während bei der Xenotransplantation menschliche Organe in genetisch kompatiblen Minischweinen herangezüchtet werden.
Staatliche Wissenschaftler melden bereits erste Fortschritte. Nach eigenen Angaben haben sie menschliches Knorpelgewebe sowie die Schilddrüse einer Maus erfolgreich gedruckt. Bis Ende des Jahrzehnts soll der Ersatz menschlicher Organe möglich sein.
"In der Russischen Föderation wird an einer ganzen Reihe wissenschaftlicher Programme in diesem Bereich gearbeitet", erklärte der Kreml-Pressedienst gegenüber dem "Wall Street Journal". Diese Projekte würden vom Staat unterstützt, zahlreiche Forschungseinrichtungen seien daran beteiligt.
Ergänzend arbeiten Wissenschaftler an einer Gentherapie gegen zelluläres Altern. Das Medikament stelle "einen der vielversprechendsten Wege im Kampf gegen das Altern" dar, so Vize-Wissenschaftsminister Denis Sekirinsky.
Verschwörungstheoretiker als Architekt der Unsterblichkeit
Zwei Personen aus Putins engstem Umfeld leiten das Anti-Aging-Programm: Seine älteste Tochter Maria Vorontsova, eine Endokrinologin, die staatlich geförderte Genetikprogramme beaufsichtigt, sowie der Physiker Mikhail Kovalchuk, Direktor des Kurchatow-Instituts – des sowjetischen Nuklearforschungszentrums.
Kovalchuk verbreitet bizarre Verschwörungstheorien. Er behauptet etwa, es gebe biologische Waffen, die ausschließlich Russen angreifen, und die USA steckten hinter der Corona-Pandemie. In einer berüchtigten Rede vor dem Föderationsrat 2015 warnte er, Amerika erschaffe eine "neue Unterspezies Mensch" mit "eingeschränktem Selbstbewusstsein", die von "billigem Futter" aus gentechnisch veränderten Organismen lebe.
Putin teilt offenbar einige dieser Theorien. Der sowjetische Spionagefilm "Tote Saison" von 1968, den Kovalchuk in seiner Rede zitierte, soll Putin sogar 1975 zum KGB-Beitritt inspiriert haben.
Selbst kremltreue Stimmen zeigen sich irritiert von Putins Förderung
Die wissenschaftliche Substanz des Projekts ist umstritten. Anders als vergleichbare Forschung von Silicon-Valley-Milliardären wie Jeff Bezos oder Peter Thiel hat das Kreml-Programm kaum begutachtete Studien in internationalen Fachzeitschriften hervorgebracht.
"Wenn es keine Publikationen gibt, dann gibt es keine echten Ergebnisse", sagte Alexander Ostrovskiy, ein russischer Bioprinting-Pionier, der nach dem Einmarsch in die Ukraine das Land verließ. "Sie erzählen Putin wahrscheinlich, was er hören will, um Finanzierung zu sichern."
Selbst Kreml-treue Stimmen zeigen sich irritiert. "All diese Forschungsprojekte sind extrem teuer. Die Entwicklung neuer Medikamente kostet Milliarden – besonders jetzt kann das kein nationales Projekt stemmen", so eine Quelle aus dem Kreml-Umfeld.
Ein Forscher reagierte fassungslos auf die Anfrage des Gesundheitsministeriums: "Das Ausmaß des Zynismus ist wirklich verblüffend."
Nackt in der Eiskammer, Bäder in Rentierblut – Wladimir Putin bald unsterblich?
Putins persönliches Wellness-Regime ist nicht weniger exzentrisch als sein Forschungsprogramm. Dem österreichischen Kanzler Sebastian Kurz erzählte er, regelmäßig nackt in einer Kryotherapie-Kammer zu stehen – bei Temperaturen bis minus 112 Grad Celsius.
Seit 2003 soll der Kreml-Chef zudem in Rentierblut baden, auf Empfehlung eines lokalen Gouverneurs. In der sibirischen Altai-Region, die er seither häufig besucht, werden dafür tausenden Hirschen die Geweihe abgetrennt. Dem Blut werden verjüngende Kräfte zugeschrieben.
Trotz aller Bemühungen wachsen die Zweifel an Putins Gesundheit. Videos zeigen ihn mit stark zitternden Händen und Beinen. Der ukrainische Geheimdienstchef Kyrylo Budanov behauptete sogar, Putin nutze mindestens drei chirurgisch veränderte Doppelgänger.
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