Donald Trump: "Kein echter Mann" - Trump-Nichte Mary zerlegt ihren Onkel
Donald Trump sieht sich mit neuen Vorwürfen seiner Nichte Mary konfrontiert. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
14.06.2026 12.18
- Donald Trump versteht "nichts davon, ein echter Mann zu sein"
- Donald Trump verbreitete Verschwörungstheorie
- Donald Trump zeigt laut Nichte, wer er schon immer gewesen sei
Die Nichte von US-Präsident Donald Trump nimmt in ihrer jüngsten Newsletter-Ausgabe kein Blatt vor den Mund. Mary Trump, die als Psychologin arbeitet und regelmäßig ihren Onkel kritisiert, hat sich dessen Selbstdarstellung als vermeintlich echter Mann vorgenommen. Bereits zuletzt donnerte sie, Donald Trump wisse "überhaupt nicht, was er tut". Jetzt folgt die nächste Attacke.
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Mary Trump spottet: Donald Trump versteht "nichts davon, ein echter Mann zu sein"
In ihrem Newsletter "Trump Trolls Trump" zieht die 61-Jährige ihre eigene Herkunft als Beweis heran. Sie sei in derselben Familie wie Donald Trump aufgewachsen und könne daher aus erster Hand beurteilen: Er verstehe "absolut nichts davon, ein echter Mann zu sein", wie sie schreibt. Ihre Attacke richtet sich vor allem gegen die Männlichkeitsinszenierung, die in republikanischen Kreisen ihrer Meinung nach derzeit gepflegt werde.
Trump-Nichte donnert auch gegen Senator Ted Cruz
Der Auslöser für Mary Trumps scharfe Worte war ein Vorfall mit Senator Ted Cruz. Dieser hatte kürzlich die Männlichkeit des texanischen Abgeordneten James Talarico angezweifelt, eines Demokraten. Cruz spottete, eine kräftige Brise würde den Politiker bereits umwerfen, und machte sich über dessen Opposition gegen Öl- und Gasindustrie sowie seine Wahlkampfführung lustig.
Mary Trump zeigte sich wenig beeindruckt davon, dass ausgerechnet Cruz sich als Maßstab für Männlichkeit aufspielen wolle. Sie stellte die Frage, was diese Qualifikation im politischen Amt überhaupt bedeuten solle. Falls Männlichkeit tatsächlich definiert werden müsse, argumentierte die Psychologin, dann sollte eine grundlegende Anforderung darin bestehen, die eigene Ehefrau zu verteidigen, wenn ein anderer Mann sie öffentlich demütigt. Genau das, so ihr Befund, habe Cruz jedoch niemals geschafft.
Donald Trump verbreitete Verschwörungstheorie
Mary Trump erinnerte in ihrem Newsletter an die Ereignisse des Präsidentschaftswahlkampfs 2016. Damals verbreitete ihr Donald Trump eine Verschwörungstheorie, die Cruz' Vater mit dem Attentat auf Präsident John F. Kennedy in Verbindung brachte. Zudem beleidigte Trump die Ehefrau des Senators öffentlich.
Statt seiner Frau beizustehen, sprach Cruz sich letztlich dennoch für Trump aus, wie die Psychologin darlegte. Dieses Verhalten widerspreche diametral dem, was Cruz nun selbst als männlich definieren wolle. Der Präsident selbst, fügte Mary Trump hinzu, versage bei demselben Test sogar in noch größerem Ausmaß.
Donald Trump zeigt laut Nichte, wer er schon immer gewesen sei
Mary Trump betonte ausdrücklich, dass sie sich aufgrund ihrer Position innerhalb der Familie besonders qualifiziert sieht, über ihren Onkel zu urteilen. Die jahrelange Beobachtung aus nächster Nähe verschaffe ihr Einblicke, die Außenstehenden verwehrt blieben.
In ihrer fortlaufenden Kommentierung des Präsidenten verfolgt die Psychologin eine klare Linie: Sie stellt Trumps Verhalten nicht als Einzelfehler dar, sondern als beständiges Muster. Nach ihrer Darstellung zeige er damit lediglich, wer er schon immer gewesen sei. An seinem Wesen habe sich nichts verändert.
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