Politik

Donald Trump: Trump entsetzt mit Luxus-Dinner für eine Million Dollar

Ein Millionen-Dinner bringt Donald Trump neue Schlagzeilen ein. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin

  • Artikel teilen:
  • Donald Trump lädt zum Abendessen bei Kerzenschein
  • Donald Trump verspottet für Millionen-Dinner
  • Donald Trump fragt "offiziell" nicht nach Geld

Eine Million Dollar pro Person - so viel kostet ein Platz beim jüngsten Spenden-Dinner, das US-Präsident Donald Trump, der an diesem Wochenende mit seiner Geburtstagsfeier für Wirbel sorgt, als Stargast bewerben lässt. Als eine Einladung für die Veranstaltung öffentlich wurde, brach im Internet eine Welle des Spotts über "The Don" herein.

Weitere Artikel über Donald Trump finden Sie unter diesem Text.

Donald Trump lädt zum Abendessen bei Kerzenschein - für eine Million Dollar

Die Einladung, die der Reporter Alex Leary vom "Wall Street Journal" auf der Plattform X teilte, wirbt für ein Abendessen bei Kerzenschein mit Donald Trump im Trump National Golf Club unweit von Washington, D.C. Der Präsident wird darin als "besonderer Gastredner" angekündigt. Organisiert wird die Veranstaltung zugunsten von MAGA Inc., einem Trump-nahen politischen Aktionskomitee.

Der Flyer weist darauf hin, dass die verfügbaren Plätze "sehr limitiert" seien. Für Kritiker bot die siebenstellige Eintrittsgebühr reichlich Angriffsfläche - insbesondere im Kontrast zu Trumps selbst inszeniertem Image als Anwalt der einfachen Leute.

Donald Trump verspottet für Millionen-Dinner

Der Trump-Gegenwind ließ bei X nicht lange auf sich warten.

  • Adam Kinzinger, ehemaliger republikanischer Abgeordneter aus Illinois und bekannter Trump-Gegner, teilte die Einladung mit einer einzigen, trocken formulierten Zeile: "Ein Mann für den gewöhnlichen Mann."
  • Michelle Kinney, die als demokratische Strategin das Mayday Network mitgegründet hat, schlug in eine ähnliche Kerbe. Ihr Kommentar zur Millionen-Einladung fiel nicht minder sarkastisch aus: "Ein Mann des Volkes."

Beide Reaktionen zielten auf denselben Punkt: Der astronomische Eintrittspreis steht in eklatantem Gegensatz zu Trumps Selbstdarstellung als Vertreter der arbeitenden Bevölkerung. Wo der Präsident sich stets als Fürsprecher der normalen Bürger inszeniert, offenbart die Veranstaltung eine Realität, in der nur Millionäre Zugang zum "besonderen Gastredner" erhalten.

  • Jesse Ferguson, ein demokratischer Stratege, der einst als Sprecher für Hillary Clintons Wahlkampf 2016 tätig war, richtete seinen Fokus auf die Frage des Zugangs gegen Bezahlung.
  • Er teilte die Einladung mit dem beißenden Kommentar, dass der "Begnadigungs-Antrag der Trump-Administration unten" zu finden sei.
  • In einem weiteren Beitrag stellte er die Veranstaltung als Gelegenheit für Geschäftsinteressen dar: "Interessiert an einem Regierungsauftrag? Das Ausschreibungsformular der Trump-Administration ist unten."

Donald Trump fragt "offiziell" nicht nach Geld

Das Kleingedruckte der Einladung enthält eine rechtliche Absicherung: Trump trete lediglich "als Gastredner" auf und bitte nicht um Gelder oder Spenden. Diese Formulierung ermöglicht es dem Präsidenten, die Veranstaltung prominent anzuführen, während er nicht selbst für die Mittelbeschaffung verantwortlich zeichnet.

Die Veranstaltung reiht sich ein in eine Serie vergleichbarer Events, die Trump seit seiner Rückkehr ins Amt für MAGA Inc. ausrichtet. Die Million-Dollar-Dinners finden an wechselnden Schauplätzen statt - von seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida bis zu seinem Golfclub in Virginia. Nach Angaben von Bloomberg Government haben sich diese exklusiven Abendessen zu begehrten Gelegenheiten für Lobbyisten und Wirtschaftsvertreter entwickelt.

Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:

/news.de/stg

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.