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Donald Trump: "Weiß überhaupt nicht, was er tut" - Trump verliert angeblich die Kontrolle

Donald Trumps Verhältnis zu seiner Nichte Mary ist von gegenseitiger Abneigung geprägt. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Donald Trump führt Iran-Krieg seit über 100 Tagen
  • Donald Trump "weiß überhaupt nicht, was er tut"
  • Donald Trump "verliert die Kontrolle über sich selbst"

Mary Trump übt wieder einmal vernichtende Kritik am militärischen Vorgehen ihres Onkels Donald Trump gegen den Iran. In einem Gespräch mit Joanna Coles im Podcast von "The Daily Beast" bezeichnete die Psychologin und Autorin, die als ausgewiesene Kritikerin des US-Präsidenten gilt, den Konflikt als verheerendes Fiasko. "Es ist absolut verblüffend, was für ein Debakel das ist", sagte sie über den Krieg, den der Präsident begonnen habe. Die Verantwortung dafür liege vollständig bei ihm.

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Donald Trump führt Iran-Krieg seit über 100 Tagen

Ende Februar hatte Trump die Operation Epic Fury gestartet und dabei weitreichende Exekutivbefugnisse genutzt, um eine formelle Kriegserklärung durch den Kongress zu umgehen. Die Militärschläge rechtfertigte er als vorbeugende Maßnahme gegen angeblich unmittelbar bevorstehende Gefahren durch iranische Nuklear- und Raketenprogramme. Seine Regierung lieferte seitdem jedoch wechselnde Begründungen für das amerikanische Eingreifen. Der Konflikt dauert aktuell seit über 100 Tagen an. Ursprünglich hatte Trump eine Kriegsdauer von lediglich sechs Wochen prognostiziert.

Donald Trump "weiß überhaupt nicht, was er tut"

In einem Interview mit Kristen Welker für NBCs "Meet the Press" behauptete Trump zuletzt, beide Seiten stünden kurz vor der Unterzeichnung einer Vereinbarung. Derartige Ankündigungen wiederholte der US-Präsident bereits mehrfach seit Kriegsbeginn, ohne dass konkrete Ergebnisse folgten.

Mary Trump sieht die Position ihres Onkels als fundamental geschwächt.

  • "Der Iran hält im Moment alle Trümpfe in der Hand", erklärte sie.

Damit werde einer von Trumps liebsten Mythen über sich selbst als blanker Unsinn entlarvt.

  • "Er ist tatsächlich kein großartiger Verhandlungsführer. Er weiß überhaupt nicht, was er tut", so die Psychologin.

Nach Einschätzung der Autorin existieren momentan keine Lösungsansätze zur Beendigung des Krieges. Es werde für jeden aufmerksamen Beobachter deutlich erkennbar, dass Trump einen Konflikt begonnen habe, über den er die Kontrolle verloren hat. Dies sei mutmaßlich entgegen aller Ratschläge geschehen.

Selbst Republikaner stimmen gegen Trump

Die politischen Folgen des Iran-Kriegs zeigen sich in dramatischen Umfragewerten. Laut aktuellen Erhebungen von "YouGov" und "The Economist" befürworten nur noch 35 Prozent der Befragten Trumps Amtsführung, während 60 Prozent diese ablehnen. Diese Werte markieren den niedrigsten Zustimmungswert eines Präsidenten seit Beginn der Erhebung im Jahr 2009.

Besonders bemerkenswert ist die wachsende Distanzierung innerhalb der republikanischen Partei. In der vergangenen Woche brachen vier republikanische Abgeordnete mit Trump und ihrer Parteiführung im Repräsentantenhaus. Gemeinsam mit den Demokraten stimmten sie für eine Resolution, die weitere amerikanische Militäroperationen in der Region unterbinden soll.

Donald Trump "verliert die Kontrolle über sich selbst"

Mary Trump warnte außerdem vor den weltweiten Konsequenzen. Es sei eine Sache, dass Amerika die katastrophale Wahl getroffen habe, jemanden derart Unqualifizierten und Korrupten an die Spitze des Landes zu stellen. "Es ist etwas völlig anderes, ihn auf den Rest des Planeten loszulassen", erklärte die Autorin von "Zu viel und nie genug: Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt erschuf".

Ihre schärfste Einschätzung betrifft Trumps schwindendes Vermögen, die Situation zu kontrollieren.

  • "Donald verliert nicht nur die Kontrolle über die Deutungshoheit - was meines Erachtens noch nie zuvor passiert ist - er verliert die Kontrolle über sich selbst", stellte sie fest.

Das Weiße Haus reagierte scharf auf die Kritik. Kommunikationsdirektor Steven Cheung bezeichnete Mary Trump als "Verliererin ohne jegliche Ahnung". Ihr gesamter Wert als Mensch basiere darauf, Lügen über den US-Präsidenten zu verbreiten, um relevant zu bleiben.

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