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"Choe Hyon" auf Testfahrt: Nordkorea-Machthaber Kim Jong-un schickt XXL-Zerstörer in die Spur

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat angekündigt, dass der 5.000 Tonnen schwere Zerstörer "Choe Hyon" Mitte Juni seinen Dienst antreten soll. Das rund 140 Meter lange Kriegsschiff gilt als das größte moderne Kampfschiff der nordkoreanischen Marine. Bild: picture alliance/dpa/KCNA/KNS | Uncredited

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  • Nordkorea-Kriegsschiff "Choe Hyon" auf Testfahrt gesichtet
  • Kim Jong-un schickt 5.000-Tonnen-Zerstörer auf hohe See
  • Südkorea und USA alarmiert: Nordkoreanisches Kampfschiff soll zeitnah in Dienst gestellt werden

Aktuelle Satellitenaufnahmen aus Nordkorea lassen aufmerken: Welche Pläne setzt Machthaber Kim Jong-un in die Tat um? Das aktuelle Bildmaterial deutet darauf hin, dass Nordkoreas mächtigstes Kriegsschiff erneut Testfahrten absolviert hat. Der Zerstörer "Choe Hyon" wurde offenbar in den Gewässern der Bucht von Nampho an der Westküste des Landes gesichtet.

Kim Jong-un schickt 5.000-Tonnen-Zerstöer "Choe Hyon" auf Testfahrt

Das auf Nordkorea spezialisierte Fachportal "NK Pro" wertete die Bilder aus. Demnach bewegte sich das neue Schiff am helllichten Tag vor der Küste. Die Beobachtungen verdichten die Hinweise auf intensive Erprobungen kurz vor dem geplanten Einsatzbeginn. Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hatte zuvor angekündigt, dass der 5.000 Tonnen schwere Zerstörer Mitte Juni offiziell seinen Dienst antreten soll. Das rund 140 Meter lange Kriegsschiff gilt als das größte moderne Kampfschiff der nordkoreanischen Marine.

Nordkoreas XXL-Kampfschiff von Liegeplatz verschwunden

Die Satellitenbilder zeigen auffällige Bewegungen des Kriegsschiffs. Um 11.25 Uhr Ortszeit war der Zerstörer nicht mehr an seinem üblichen Ankerplatz in der Nähe der Werft von Nampho zu sehen. Zur gleichen Zeit erfassten die Aufnahmen ein Schiff mit entsprechenden Abmessungen östlich der Sperranlage. Es steuerte in Richtung der Werft. Eine weitere Aufnahme von 12.02 Uhr dokumentierte dasselbe Schiff etwa 830 Meter südlich des Werftgeländes. Bemerkenswert ist, dass das nordkoreanische Regime die Testfahrt nicht öffentlich verkündete. Normalerweise informiert Kim Jong-uns Regierung nur bei Starts ballistischer Raketen. Offenbar wurden bei dieser Erprobung keine solchen Waffen abgefeuert.

Kim Jong-un testet Kriegsschiff "Choe Hyon" erneut nach erster Hochsee-Fahrt

Schon vor den jüngsten Testfahrten hatte die "Choe Hyon" ihre Seetüchtigkeit unter Beweis gestellt. Im Mai absolvierte das Kriegsschiff seine erste dokumentierte Navigationsübung außerhalb der geschützten Bucht. Dabei legte der Zerstörer eine Strecke von 120 Seemeilen im Westmeer zurück. Während dieser Erprobung auf offener See wurden keine Waffenstarts gemeldet. Anders verhielt es sich bei früheren Vorbereitungen innerhalb der Bucht von Nampho. Dort testete die Besatzung laut Staatsmedien sowohl Marschflugkörper als auch Boden-Luft-Raketen.

Die südkoreanischen Militärbehörden registrierten zuletzt keine Raketenabschüsse. Allerdings informiert der Generalstab in Seoul die Öffentlichkeit üblicherweise nur in Echtzeit über ballistische Raketen – nicht über Marschflugkörper oder Flugabwehrsysteme.

USA und Südkorea wegen 5.000-Tonnen-Kriegsschiff in erhöhter Alarmbereitschaft - das sind Kim Jong-uns Pläne

Nach der offiziellen Indienststellung plant das nordkoreanische Militär eine brisante Route für den Zerstörer. Das Kriegsschiff soll noch im Juni um die koreanische Halbinsel herum von der West- an die Ostküste verlegt werden. Diese Ankündigung versetzt sowohl Südkorea als auch die Vereinigten Staaten in erhöhte Wachsamkeit. Als mögliche Zielorte für die "Choe Hyon" gelten die Marinestützpunkte Rakwon, Mayang und Orang. Bereits bei der Taufzeremonie im April 2025 wurde das Schiff der Ostmeerflotte zugewiesen.

Nordkorea arbeitet derzeit noch an einer großen neuen Marinebasis nördlich von Wonsan an der Ostküste. Diese Anlage ist als künftiger Heimathafen für Zerstörer der Choe-Hyon-Klasse vorgesehen, befindet sich jedoch noch im Bau.

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/news.de/stg

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