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Berlin: Wegner mit eigenem Truck beim CSD in Berlin

Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Microgen

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Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) nimmt erstmals mit einem eigenen Truck an der großen Parade zum Christopher Street Day (CSD) teil. Das Land Berlin meldete über die Marketinggesellschaft "Berlin Partner" einen Wagen für die Demonstration mit Hunderttausenden Teilnehmern und Zuschauern am 25. Juli an, wie Senatssprecherin Christine Richter auf Anfrage mitteilte. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

Unterwegs sein wird laut Richter/Senatskanzlei ein doppelstöckiger Truck mit dem Motto "Regenbogenhauptstadt Berlin", der in den Farben der Regenbogenflagge gehalten, mit dem Berliner Bären versehen und mit zwei LED-Wänden ausgestattet ist. "Auf dem Wagen werden Vertreter verschiedener Initiativen, Institutionen und des Regenbogen-Netzwerks der Berliner Verwaltung mitfahren", sagte sie. Dabei seien auch Wegner und weitere Mitglieder des Senats.

Der CSD sei eine wichtige Veranstaltung in und für Berlin, erklärte Wegner. "Gemeinsam mit Berlin Partner wollen wir als Land Berlin ein sichtbares Zeichen für Vielfalt und die queere Community setzen und uns gegen Homophobie und Ausgrenzung stellen." Richter zufolge ist die Teilnahme am CSD Teil einer Kampagne im Rahmen des Berliner "Pride Month", bei der es um Aufmerksamkeit für Selbstbestimmung, queere Sicherheit und ein diskriminierungsfreies Zusammenleben gehe.

Senat nimmt Geld in die Hand

Die Kosten für die Kampagne bezifferte Richter auf 375.000 Euro in Geld und Sachleistungen. "Für die Umsetzung der Informationsmaßnahmen und die Realisierung des Berlin-Wagens stellt die Senatskanzlei rund 140.000 Euro (netto) bereit", hieß es. "Ergänzend unterstützt die Partner für Berlin Holding Gesellschaft für Hauptstadt-Marketing mbH das Vorhaben mit Sachleistungen im Wert von rund 235.000 Euro (netto)." Die CSD-Veranstalter erheben nach eigenen Angaben pro Truck eine Teilnahmegebühr in Höhe von 6.250 Euro.

CSD bewertet Teilnahme positiv

Zuletzt war das Verhältnis zwischen Wegner und den CSD-Veranstaltern getrübt. Letztere warfen Wegner zeitweise vor, die queere Community nicht ausreichend zu unterstützen, er durfte den CSD zuletzt nicht mehr eröffnen. Wegner nahm dennoch teil, fuhr teilweise auch auf Trucks anderer Initiativen oder Organisationen mit.

Dass Wegner nun mit dem "Berlin-Partner"-Truck teilnimmt, begrüßte der CSD-Vorstand. "Der Berliner CSD lebt davon, dass sich Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sichtbar für Vielfalt, Demokratie und die Rechte der LGBTIQ* Community einsetzen", hieß es in einer Erklärung.

WorldPride-Bewerbung

"Gerade mit Blick auf unsere Bewerbung für den WorldPride 2032 ist eine Unterstützung des Regierenden Bürgermeisters von entscheidender Bedeutung", ergänzte ein Sprecher. "Insofern freuen wir uns, wenn Herr Wegner durch seine Teilnahme an unserer Demonstration zum Ausdruck bringen möchte, dass er diese Forderung und unsere weiteren Ziele unterstützt." Das "WorldPride"-Festival ist eine der größten internationalen Veranstaltungen der queeren Community und fand noch nie in Deutschland statt.

Kritik am finanziellen Aufwand

Die Arbeitsgemeinschaft der Berliner SPD für Akzeptanz und Gleichstellung, SPDqueer, bewertet die Teilnahme des Senats am CSD und das damit verbundene Signal der Unterstützung für die Community positiv, kritisiert aber den finanziellen Aufwand. 375.000 Euro für die Gestaltung des Wagens und die begleitende Kampagne seien vor dem Hintergrund der jahrelangen Sparpolitik gegen die queere Infrastruktur in Berlin nicht zu rechtfertigen.

Dass politische Institutionen mit einem Truck am CSD teilnehmen, ist nichts Ungewöhnliches. In diesem Jahr sind - zwei Monate vor der Berlin-Wahl - laut Veranstalter auch CDU, SPD, Grüne, Linke, FDP und Volt mit eigenem Truck vertreten. Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg ist ebenfalls dabei.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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