Donald Trump: Experte entlarvt Taktik – US-Präsident verschleiert enorme Kosten eines Skandals
Donald Trumps Südamerika-Skandal soll ihn Milliarden kosten. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Erstellt von Sabrina Böhme
04.06.2026 15.13
- Der frühere stellvertretende US-Generalstaatsanwalt Harry Litman warnt vor Trumps Verschleierungstaktik
- US-Präsident lenkt mit anderen Themen von geheimen Skandalen ab
- Bombardierungen in Südamerika kosten die US-Regierung Milliarden
- Litman fordert stärkere Kontrollen
Der frühere stellvertretende US-Generalstaatsanwalt Harry Litman erhebt schwere Vorwürfe gegen Präsident Donald Trump. In einem Essay auf Substack argumentiert der ehemalige Bundesstaatsanwalt, dass Trump durch sein ständiges Taumeln "von Skandal zu Skandal wie ein betrunkener Seemann" die amerikanische Öffentlichkeit gezielt von Missständen ablenkt.
Warnung vor Donald Trumps Verschleierungstaktik
Donald Trump provoziert immer wieder. Für Litman eine gezielte Taktik, um mit staatlicher Willkür im Verborgenen Menschenrechtsverletzungen zu begehen. Dabei geht er laut dem Podcaster und Analysten folgendermaßen vor:
- Einem neuen Objekt zuwenden: Sobald ein Thema zu heikel wird, stürzt sich die Öffentlichkeit auf das Thema. Dadurch lässt die Aufmerksamkeit für den ursprünglichen Vorfall schlagartig nach. Der ursprüngliche Skandal endet aber nicht und besteht weiterhin. Ohne den Druck der öffentlichen Aufmerksamkeit setzen sich die rechtswidrigen Handlungen oder Schäden im Dunkeln fort und verstärken sich oft noch.
- Sauerstoff entziehen: Jeder neue Skandal entzieht dem vorhergehenden die notwendige Luft für eine tiefgreifende Untersuchung. Dadurch wird eine nachhaltige institutionelle Kontrolle verhindert, da die Aufmerksamkeit nur in "episodischen Schüben" erfolgt.
Bombardierungen von Schiffen in Südamerika als Ablenkung von Trumps Skandalen
Als Beispiel für diese Art der Verschleierung nannte Litman die geheime und völkerrechtswidrige Bombardierung von Schiffen vor Südamerika, die unter dem Vorwand der Drogenbekämpfung bereits hunderte Todesopfer gefordert hat. Laut einem Bericht der "New York Times" vom 31. Mai sind bei den Angriffen 200 Personen ums Leben gekommen. Die Angriffe würden zudem "gegen das Gesetz verstoßen und unser Land in Verruf bringen", schreibt der Jurist.
Geheime Operationen kosten fünf Milliarden Dollar
Die finanziellen Dimensionen der Militärkampagne sind nach Litmans Darstellung enorm. Die Kosten belaufen sich demnach auf fast fünf Milliarden Dollar. Besonders brisant: Die Angriffe erfolgten laut dem Ex-Staatsanwalt heimlich, in internationalen Gewässern und ohne jegliche rechtliche Befugnis. Auch Belege für deren Wirksamkeit gebe es nicht.
Litman verweist darauf, dass andere Skandale wie Signalgate – bei dem hochrangige Trump-Beamte geheime Militärpläne über einen nicht genehmigten Messenger-Dienst an einen Journalisten weitergaben – durch Trumps fortgesetzte Gesetzlosigkeit weitgehend in Vergessenheit geraten seien.
Ex-Generalstaatsanwalt fordert strengere Kontrolle
Der ehemalige Bundesstaatsanwalt mahnt eindringlich mehr Wachsamkeit an. "Zweihundert Menschen wurden im Geheimen getötet, in internationalen Gewässern, ohne rechtliche Befugnis, ohne Nachweis einer Wirkung, zu Kosten von fast fünf Milliarden Dollar", fasst Litman zusammen. Dies geschehe weiterhin direkt vor aller Augen, während die Öffentlichkeit mit anderen Dingen beschäftigt sei.
Litman betont, dass diese Vorgänge die Notwendigkeit eines umfassenderen Aufsichtsregimes verdeutlichen – sobald die Trump-Regierung nicht mehr im Amt ist. Die enormen Kosten der Gesetzlosigkeit des Präsidenten würden derzeit nicht ausreichend überwacht. Das alles sei laut Litman Teil von "Project 2025". Dieser von der Heritage Foundation im Jahr 2023 erstellte Plan beschreibt den Umbau der USA. Was als Gedankenspiel begann, ist bereits kurz nach Beginn von Trumps zweiter Amtszeit zur Realität geworden. Diese Veränderungen durch den Machtapparat würden die Menschen nicht erfassen können. "Das alles ist Teil des 'Projekt-2025'-Plans – so viel so schnell auf uns niederprasseln zu lassen, dass unsere Gemeinschaft nicht in der Lage ist, alles oder auch nur einen Großteil davon in Echtzeit zu verfolgen", so Litman.
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