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Hamburg: Hamburgs Finanzämter brauchen länger für Steuerbescheide

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Hamburgs Finanzämter arbeiten zügig, sind aber im Vergleich zu jenen anderer Bundesländer zurückgefallen. So benötigten sie für die Bearbeitung der Einkommensteuererklärungen des Veranlagungsjahres 2024 im Schnitt 44,5 Tage, wie es in einer Auswertung des Bundes der Steuerzahler heißt. Im Jahr zuvor seien es noch 40,6 Tage gewesen. Damit arbeiteten Hamburgs Finanzämter zwar immer noch ordentlich, betonte der Steuerzahlerbund. Gleichzeitig seien sie aber im bundesweiten Ranking vom 3. auf den 6. Platz zurückgefallen.

Finanzämter in Hessen am schnellsten, in Bremen am langsamsten

Spitzenreiter sei Hessen mit 41,1 Tagen. Danach folgten Berlin mit 41,5 Tagen sowie Sachsen und Bayern mit jeweils bei 42,0 Tagen. Am längsten brauchten die Finanzämter in Bremen (56,15 Tage), im Saarland (51,4 Tage) sowie in Mecklenburg-Vorpommern (50 Tage). Grundlage der Daten seien die von den Finanzverwaltungen gemeldeten durchschnittlichen Bearbeitungszeiten. Ein Sonderfall sei Nordrhein-Westfalen, weil dort keine direkt vergleichbaren Durchschnittswerte erhoben worden seien.

Der Vorsitzende des Bundes der Steuerzahler Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern, Sascha Mummenhoff, sagte, Hamburg sei nicht plötzlich Schlusslicht. "Aber Platz 6 statt Platz 3 und fast vier Tage mehr Bearbeitungszeit sind kein Erfolg. Wer das schönredet, übersieht den Trend."

Bearbeitungszeit bei Freiberuflern deutlich gestiegen

Besonders kritisch sei die durchschnittliche Bearbeitungszeit bei Selbstständigen, Freiberuflern und Unternehmern. Sie habe sich von 44,1 auf 50,3 Tage verschlechtert. "Gerade dieser Wert ist ein Warnsignal", sagte Mummenhoff. Vor allem sie brauchten zügige Steuerbescheide. "Daran hängen Vorauszahlungen, Liquiditätsplanung und oft auch Nachweise gegenüber Banken oder Krankenkassen."

Auch bei der Digitalisierung zeigte sich der Steuerzahlerbund unzufrieden. Der Anteil vollständig automationsgestützt bearbeiteter Einkommensteuererklärungen sei in Hamburg zwar von 20,6 auf 22,3 Prozent gestiegen, habe die Bearbeitung insgesamt aber offensichtlich nicht beschleunigt. "Wenn die Automatisierung zunimmt, die Bearbeitung aber trotzdem länger dauert, kommt die Modernisierung beim Steuerzahler noch nicht ausreichend an", sagte Mummenhoff.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++ /roj/news.de

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