Donald Trump: US-Präsident irritiert mit Lügen-Auftritt im TV - und wird sofort verspottet
Donald Trump bekommt von seiner eigenen Medizin zu schlucken. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
01.06.2026 11.09
- Donald Trump mit seinen eigenen Worten getroffen
- Donald Trump irritiert mit falschen Behauptungen
- Donald Trump schürt Angst vor Eingriff in Wahlen
- Donald Trump unterstützt Reality-TV-Star als Bürgermeister-Kandidat
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat sich mit scharfen Worten gegen US-Präsident Donald Trump gewandt, nachdem dieser unbegründete Vorwürfe gegen das Wahlsystem des Bundesstaats erhoben hatte. In einem TV-Interview bei Fox News Sunday behauptete Trump, dass Wahlen in Kalifornien stets manipuliert seien.
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Donald Trump mit seinen eigenen Worten getroffen
Die Reaktion des Demokraten-Gouverneurs ließ nicht lange auf sich warten. Über den offiziellen Account seines Pressebüros auf X spottete Newsom, ein ausgewiesener Trump-Gegner, knapp:
- "Nein. Du bist einfach ein Verlierer."
Damit griff er zu einem Begriff, den Trump selbst gerne gegen seine Gegner verwendet. Der verbale Schlagabtausch ereignete sich unmittelbar vor der kalifornischen Vorwahl am Dienstag.
Donald Trump irritiert mit falschen Behauptungen
Donald Trump verbreitete in dem Interview gemeinsam mit seiner Schwiegertochter Lara Trump verschiedene Falschbehauptungen über das kalifornische Wahlverfahren.
- Trump erklärte mit ernstem Gesicht, dass es in Kalifornien keine Wahlkabinen gebe und sämtliche Stimmen per Briefwahl abgegeben würden - beides entspricht nicht den Tatsachen. Trump beharrte darauf, dass Kalifornien die Briefwahl abschaffen müsse, da diese manipuliert sei.
- Seine Schwiegertochter Lara Trump bezeichnete den Bundesstaat als "verrückt" und pflichtete ihrem Schwiegervater grinsend bei.
- Darüber hinaus verknüpfte Trump seine Betrugsvorwürfe mit der Haushaltslage des Landes. Sobald man den vermeintlichen Betrug im Land beseitigt habe, werde es einen ausgeglichenen Haushalt geben, so der Präsident.
Die Staatsverschuldung der USA übersteigt aktuell erstmals seit Ende des Zweiten Weltkriegs das jährliche Bruttoinlandsprodukt - laut "Wall Street Journal" ein deutliches Zeichen für die wachsenden Haushaltsprobleme unter der Trump-Regierung.
Im selben Interview wiederholte Trump eine weitere seiner bekannten Falschbehauptungen:
- Die Vereinigten Staaten seien das einzige Land weltweit, das Briefwahl erlaube.
- Auch diese Aussage ist unwahr. Tatsächlich ermöglichen Dutzende Länder weltweit ihren Bürgern die Stimmabgabe per Post.
Donald Trump schürt Angst vor Eingriff in Wahlen
Newsom machte deutlich, dass er hinter den Äußerungen des Präsidenten eine gezielte Strategie vermutet. Auf X warnte er, Trump verbreite bewusst Falschinformationen gegenüber den Amerikanern - und zwar mit dem Ziel, Menschen von der Stimmabgabe abzuhalten.
- "Glauben Sie ihm nicht", appellierte der Gouverneur an die Wählerschaft.
Der Gouverneur hatte zuletzt bereits vorsorglich gehandelt und ein Gesetz unterzeichnet, das bundesstaatliche Eingriffe in kalifornische Wahlen unterbinden soll. Die neue Regelung ist eine direkte Antwort auf das, was Newsom als "legitime Angst" vor den Methoden bezeichnet, die Trump gegen demokratisch regierte Städte und Bundesstaaten anwendet.
Bei einer Pressekonferenz begründete Newsom den Schritt mit deutlichen Worten. "Ich erwarte das Schlimmste von Trump, weil er das Schlimmste getan hat", erklärte er und machte damit deutlich, dass er weitere Versuche der Bundesregierung befürchtet, auf kalifornische Wahlabläufe Einfluss zu nehmen.
Donald Trump unterstützt Reality-TV-Star als Bürgermeister-Kandidat
Parallel zu seinen Attacken auf das kalifornische Wahlsystem äußerte sich Trump auch zu personellen Präferenzen im Bundesstaat. Der Präsident sprach sich lobend über Spencer Pratt aus, der sich um das Bürgermeisteramt von Los Angeles bewirbt - ein Reality-TV-Darsteller ohne jegliche politische Vorerfahrung, der als umstrittene MAGA-Figur (Trumps Bewegung "Make America Great Again") gilt. Für das Gouverneursamt unterstützt Trump den früheren Fox-News-Kommentator Steve Hilton.
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