Donald Trump: US-Präsident will Verbündeten "in die Luft jagen" - Entsetzen über Drohung
Donald Trump drohte, Oman in die Luft zu jagen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
Erstellt von Franziska Kais
28.05.2026 10.09
- Donald Trump droht, Oman in die Luft zu jagen
- Entsetzen über Drohung des US-Präsidenten gegenüber Verbündetem
- Trump sorgt für Fassungslosigkeit - Beobachter hofften auf Verwechslung
Diese Drohung sorgt für massives Entsetzen. Donald Trump hat dem langjährigen US-Verbündeten Oman bei einer Kabinettssitzung am Mittwoch (27. Mai) mit Zerstörung gedroht. Beobachter hatten zunächst auf eine Verwechslung gehofft, doch das US-Außenministerium zerstörte diese mit einem expliziten Beitrag beim Kurznachrichtendienst X.
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Entsetzen über Drohung von Donald Trump gegenüber langjährigem US-Verbündeten
Wie unter anderem die Portale "Rawstory" und "Metro" berichten, fiel die Drohung im Zusammenhang mit Fragen zur Straße von Hormus, die seit fast 90 Tagen blockiert ist. Die Schließung der strategisch wichtigen Wasserstraße hat die globalen Energiepreise massiv in die Höhe getrieben und belastet Trumps innenpolitische Zustimmungswerte erheblich. Auf die Frage, ob er einen Deal akzeptieren würde, der Iran und Oman die Kontrolle über die Meerenge überlässt, lehnte der US-Präsident kategorisch ab.
Donald Trump droht, Oman in die Luft zu jagen
Gegenüber den Anwesenden erklärte Donald Trump in aller Deutlichkeit: "Die Meerenge wird für alle offen sein. Es handelt sich um internationale Gewässer. Wir werden sie überwachen, aber niemand wird sie kontrollieren. Oman wird sich wie alle anderen verhalten, oder wir werden sie in die Luft jagen müssen. Das ist ihnen klar."
Trump sorgt für Fassungslosigkeit - Beobachter hofften auf Verwechslung
Zunächst vermuteten Beobachter im Nahen Osten, der US-Präsident habe sich versprochen und eigentlich Iran gemeint. Doch das US-Außenministerium zerstreute diese Hoffnung umgehend: Die Behörde veröffentlichte Donald Trumps Aussage auf ihrem offiziellen X-Account- inklusive Transkript, das eindeutig auf den arabischen Staat verwies. Die Reaktionen auf Trumps Äußerung fielen vernichtend aus. Nahostexperte Chris Doyle fragte: "Wie vielen Ländern hat Trump bereits gedroht, zu überfallen, in die Luft zu sprengen oder in die Steinzeit zurückzubomben? Oman ist ein unwahrscheinlicher Neuzugang auf dieser Liste."
PRESIDENT TRUMP: The Strait is going to be open to everybody. It’s international waters. We’ll watch over it, but nobody’s going to control it.
— Department of State (@StateDept) May 27, 2026
Oman will behave like everybody else or we’ll have to blow them up. They understand that. pic.twitter.com/hCs1tIhZGP
Marco Rubio geht mit Reaktion auf Oman-Drohung viral
Besondere Aufmerksamkeit erregte die Reaktion von Außenminister Marco Rubio, der neben Trump saß. "Rubios Kopfbewegung, als Trump droht, Oman in die Luft zu sprengen, ist wie gemacht für ein Zeitlupen-GIF", bemerkte Laurence Norman vom "Wall Street Journal". Der polnische Außenpolitik-Analyst Pawel Wojcik kommentierte: "Rubios Gesichtsmuskeln hätten sich nicht stärker anspannen können."
Oman-Außenminister warnt Trump: "Amerika hat die Kontrolle über seine eigene Außenpolitik verloren"
Die Drohung trifft einen Staat, der seit über zwei Jahrhunderten enge Beziehungen zu Washington pflegt. Oman gilt in der Region als neutraler Akteur und übernahm noch vor Kurzem eine zentrale Vermittlerrolle zwischen den USA und dem Iran, als beide Seiten nach einer Lösung für den im Februar ausgebrochenen Konflikt suchten. Doch bereits vor dem amerikanisch-israelischen Angriff hatte sich das Verhältnis abgekühlt. Omans Außenminister Sayyid Badr bin Hamad Albusaidi bat öffentlich um mehr Zeit für diplomatische Bemühungen. Im März warnte er in einem Artikel, dass "Amerika die Kontrolle über seine eigene Außenpolitik verloren" habe.
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