Donald Trump: Umfragewerte zeigen Zweifel - US-Präsident nicht fit genug
Laut einer Umfrage halten weniger als die Hälfte der US-Amerikaner Donald Trump für gesund genug, um US-Präsident zu sein. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
Von news.de Redakteurin Sabrina Böhme
28.05.2026 08.59
- Nur noch die Hälfte der Amerikaner hält Donald Trump für fit genug, um US-Präsident zu sein
- Umfrage-Wende: US-Bürger empfinden mentale und physische Gesundheit des US-Präsidenten als unzureichend
- Umfrageergebnisse spiegeln die Gerüchte um Trumps Gesundheit wider
Nachdem Donald Trump den Papst verbal attackiert hatte und dem Iran mit Kriegsverbrechen gedroht hatte, wurde seine gesundheitliche Eignung als US-Präsident in Frage gestellt. Demokraten und frühere treue MAGA-Verbündete wie Marjorie Taylor Greene hielten ihn für nicht fit genug und forderten sogar seine Amtsenthebung. Auch in der Bevölkerung wachsen offenbar die Zweifel, wie neue Umfragen zeigen.
Nicht gesund als US-Präsident? Weniger als die Hälfte halten Donald Trump für fit genug
Weniger als die Hälfte der Befragten (44 Prozent) einer Befragung von ABC, Ipsos und der "Washington Post" vom 28. April 2026 sprach sich dafür aus, dass Donald Trumps physische Gesundheit gut genug ist, um effektiv als US-Präsident zu dienen. Damit sank der Wert im Vergleich zu den Jahren 2023 und 2025 deutlich, wie CNN-Datenanalyst Harry Enten in der Sendung "News Central" anhand eines Schaubildes erklärt. "Sie befindet sich im stetigen Rückgang", so Enten. Während 2023 noch 64 Prozent seine Gesundheit für ausreichend einschätzten, waren es bereits 2025 54 Prozent. Ablehnend verhielten sich im April über die Hälfte der Befragten. 55 Prozent der Amerikaner halten Trumps physischen Zustand für nicht ausreichend. Damit stieg die Ablehnung im Vergleich, wie zwei Beispiele verdeutlichen: 2023 waren es nur 28 Prozent, nach seinem Amtsantritt am 20. Januar 2025 stieg der Wert jedoch auf 45 Prozent. Den Rückgang fasst Enten folgendermaßen zusammen: "Das amerikanische Volk betrachtet sie mit eigenen Augen, und was sie betrachten, damit sind sie nicht zufrieden."
Harry Enten: Just 44% of Americans say that Trump's physical health is good enough to be president. It has been on a steady decline. The American people are viewing it with their eyes, and what they're viewing, they are not pleased with. pic.twitter.com/dEtcU7CFKN
— FactPost (@factpostnews) May 27, 2026
Umfrage-Überraschung: Donald Trump mental nicht gesund
Ähnlich bitter erscheinen die Einschätzungen über seine "geistige Schärfe". 40 Prozent antworteten, dass sie Donald Trump mental betrachtet für geeignet halten. 2025 waren es noch 47 Prozent, 2023 lag der Prozentwert bei 59 Prozent. Fast 60 Prozent (59 Prozent) halten den US-Präsidenten mental aber nicht für gesund. Damit schwankt der Wert seit 2020. 2023 lag er bei 43 Prozent, erhöhte sich aber dann. Im letzten Jahr stieg er auf über die Hälfte an.
Donald Trump unterzog sich Routinekontrolle
Diese Umfrage ist ein Spiegelbild der aktuellen Ereignisse. Donald Trumps teilweise wirre Reden, Nickerchen oder Bewegungen ließen zuletzt die Gerüchte über seinen Gesundheitszustand wieder hochkochen. Der US-Präsident beschwichtigte immer wieder und bezeichnete sich als fit – so auch nach seiner Routinekontrolle am 26. Mai 2026. Danach sprach er auf Truth Social davon, dass alles "perfekt verlaufen" sei. Trump gab keinerlei Details zu dem Befund oder Ergebnissen preis. Wann das Weiße Haus genauere Informationen zur Untersuchung veröffentlichen wird, war zunächst unklar.
Trump ist für seinen Leibarzt kerngesund
Trumps Team bescheinigt ihm auch immer wieder, gesund zu sein. Nach einer weiteren Untersuchung in dem Militärkrankenhaus in Bethesda am Rande der Hauptstadt im Oktober war Trump nach Angaben seines Leibarztes nicht nur kerngesund, sondern deutlich besser in Schuss, als es sein Alter vermuten ließe. Dr. Barbabella kam damals zu dem Schluss, Trump habe das Herz und Gefäßsystem eines 65-Jährigen.Bis auf seine chronische venöse Insuffizienz sind keine weiteren Erkrankungen bekannt. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung der Beinvenen, die häufig bei älteren Menschen vorkommt.
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