Donald Trump: "Der Mann ist ein Wrack!" Trump-Biograf schlägt Alarm
Wie schlecht steht es um Donald Trump? Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Von news.de Redakteurin Anika Bube
27.05.2026 09.34
- Trump-Biograf Michael Wolff äußert massive Zweifel am Gesundheitszustand des Präsidenten
- Der Autor spricht von Erschöpfung, Übergewicht und auffälligen Arztbesuchen
- Das Weiße Haus reagiert mit scharfen persönlichen Angriffen auf die Vorwürfe
Die Spekulationen um den Gesundheitszustand von Donald Trump reißen nicht ab: Michael Wolff sorgt nun mit drastischen Aussagen für Aufsehen. Im Podcast "Inside Trump's Head" zeichnete er ein düsteres Bild des 79-jährigen US-Präsidenten. "Der Mann ist ein Chaos, der Mann ist ein Wrack", erklärte Wolff. Besonders brisant: Der langjährige Trump-Beobachter äußerte offen Zweifel daran, dass der Präsident seine Amtszeit gesundheitlich überhaupt überstehen wird.
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Vierter Arztbesuch in 13 Monaten: Spekulationen um Gesundheitszustand von Donald Trump
"Ich denke, es besteht eine sehr anständige Wahrscheinlichkeit, dass er nicht überleben wird", sagte Wolff gegenüber Co-Moderatorin Joanna Coles. Der Biograf, der während Trumps erster Amtszeit mehrere Monate im Weißen Haus verbrachte und den Bestseller "Fire and Fury" verfasste, zeichnet ein düsteres Bild. Es könne "einfach plötzlich enden, so", warnte er – ohne Vorwarnung, ohne Vorbereitung. "Er fällt."
Am Dienstag (26.05.2026) suchte Trump erneut das Walter-Reed-Medical-Center auf – bereits zum vierten Mal innerhalb von gut einem Jahr. Auf Truth Social verkündete der US-Präsident anschließend: "Alles wurde PERFEKT überprüft." Doch die Häufigkeit dieser medizinischen Untersuchungen wirft Fragen auf.
Wie Wolff im Podcast anmerkte, sei es ungewöhnlich, dass bei einem US-Präsidenten wiederholt dieselben Tests durchgeführt werden – insbesondere der Montreal Cognitive Test. "Sie machen diese Tests normalerweise nicht wiederholt, es sei denn, sie überwachen dich", erklärte Co-Moderatorin Coles.
Beobachter registrieren zunehmend Anzeichen von Erschöpfung beim Präsidenten. Trump erscheint regelmäßig mit Blutergüssen, geschwollenen Knöcheln und Hautausschlägen in der Öffentlichkeit. Zuletzt schlief er bei einer Gedenkveranstaltung am Memorial Day auf dem Nationalfriedhof Arlington ein.
Übergewicht, Fast Food und null Bewegung
Wolff listet die gesundheitlichen Risikofaktoren des US-Präsidenten schonungslos auf: Trump sei übergewichtig, ja adipös, bewege sich überhaupt nicht und ernähre sich nach der "schlechtesten Diät auf dem Planeten". All das bei einem Mann, auf dem die gesamte Last des Präsidentenamts ruht. "Das ist nicht trivial, dass der Präsident der Vereinigten Staaten im Alter von 80 Jahren übergewichtig ist und keinen Finger für Sport rührt", betonte der Biograf. Die Präsidentschaft sei ein Hochdruckjob – man sehe, wie Amtsinhaber vital ins Amt gehen und erschöpft wieder herauskommen. Barack Obama etwa sei berühmt dafür geworden, während seiner Amtszeit ergraut zu sein. Hinzu kommen die aktuellen politischen Krisen. Der Konflikt mit dem Iran treibe die Preise in die Höhe und lasse Trumps Zustimmungswerte abstürzen. Welche Auswirkungen habe das auf einen übergewichtigen Mann, der weder Sport treibe noch sich gesund ernähre, fragte Wolff rhetorisch.
Einsamkeit und Paranoia im zweiten Amtszeit-Tief
Die psychische Belastung verschärft die körperlichen Probleme zusätzlich, analysiert Wolff. Der US-Präsident sei paranoid, wütend, und die Dinge liefen nicht gut für ihn. In Kabinettssitzungen schlafe er ein, auf politische Rückschläge reagiere er mit wütenden Ausbrüchen gegen Reporter, Gegner und sogar Mitglieder der eigenen Partei. Besonders die zweite Amtszeit sei für jeden Präsidenten ein Tiefpunkt, argumentiert der Biograf. "Man hat nichts mehr, worauf man hinarbeitet. Man kandidiert nicht wieder, man sieht sein Ende, und das muss beängstigend sein." Zudem nehme einem jeder etwas weg. Die Einsamkeit setze genau an dem Punkt ein, an dem Trump sich jetzt befinde. Die bevorstehenden Zwischenwahlen würden für Trump zur Katastrophe, prognostiziert Wolff. Der US-Präsident erkenne das selbst und diese Last trage ein Mann, der körperlich bereits angeschlagen sei.
Weißes Haus kontert mit Beleidigungen
Die Reaktion aus dem Weißen Haus fiel erwartungsgemäß harsch aus. Kommunikationsdirektor Steven Cheung attackierte den Biografen gegenüber "The Daily Beast" mit deutlichen Worten: "Michael Wolff ist der größte Idiot in den Medien. Was für ein absoluter Vollidiot. Er sollte die Quaaludes zum Frühstück weglassen."
Die Frage, ob der bald 80-jährige Präsident seine verbleibenden zweieinhalb Jahre im Amt durchhalten wird, beschäftigt inzwischen nicht nur Kritiker. Wolff forderte die Zuhörer seines Podcasts direkt auf, ihre Einschätzung abzugeben: "Glauben Sie, dass Trump die Präsidentschaft überlebt, oder kippt er im Amt um?"
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