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Friedrich Merz: Gerüchte um Kanzler-Tausch - CDU soll brisantes Szenario durchspielen

Wird Friedrich Merz ausgetauscht? Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

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  • Friedrich Merz ausgetauscht durch Hendrik Wüst?
  • Gerüchte um Kanzler-Tausch
  • CDU-Führung soll brisantes Szenario beraten

In den höchsten Führungszirkeln der CDU macht derzeit ein heikles Gedankenspiel die Runde: Könnte Friedrich Merz als Bundeskanzler abgelöst werden? Wie "Bild" berichtet, haben prominente Christdemokraten und Mitglieder der obersten Parteigremien diese Option bereits in kleineren Runden erörtert.

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Friedrich Merz unbeliebt wie nie - CDU-Führung berät Kanzler-Tausch

Auslöser der Überlegungen sind der anhaltende Reformstau der Merz-Regierung sowie historisch schwache Umfragewerte. Dabei handelt es sich laut den Informationen nicht um konkrete Umsturzpläne, sondern um vorsichtige Sondierungen, ob ein solcher Schritt überhaupt machbar wäre.

Gerüchte um Kanzler-Tausch - Friedrich Merz bald ersetzt?

Allen Beteiligten sei laut "Bild" das enorme politische Risiko bewusst gewesen – einschließlich der Gefahr, dass auch ein Nachfolger scheitern könnte. Zuerst hatte der "Stern" über entsprechende Gerüchte berichtet. Doch wäre ein Kanzler-Tausch überhaupt rechtlich möglich?

Grundgesetz erlaubt Kanzler-Wechsel – Friedrich Merz müsste mitspielen

Verfassungsrechtlich wäre ein Kanzlertausch unkompliziert. "Der Bundestag kann jederzeit mit Kanzlermehrheit einen neuen Bundeskanzler wählen", erläutert Prof. Dr. Josef Franz Lindner von der Universität Augsburg gegenüber der "Bild". Das Grundgesetz sieht diese Möglichkeit in Artikel 67 ausdrücklich vor. Neuwahlen wären dafür nicht erforderlich. Die praktische Umsetzung gestaltet sich jedoch weitaus schwieriger. Der entscheidende Faktor wäre Friedrich Merz selbst: Er müsste das Kanzleramt entweder freiwillig räumen oder durch massiven Druck aus den eigenen Reihen zum Rückzug bewegt werden.

Friedrich Merz müsste einem Kanzler-Tausch zustimmen

Über Merz' Bereitschaft dazu gehen die Einschätzungen jedoch auseinander. Kenner des Bundeskanzlers berichten, er nehme öffentliche Kritik sehr persönlich und könnte bei ausbleibendem Reformerfolg aufgeben. Andere widersprechen: Friedrich Merz habe sich sein Amt hart erkämpft und werde es nicht kampflos aufgeben. Weiterhin wäre für einen Kanzlerwechsel die Zustimmung der Sozialdemokraten unverzichtbar. Sie müssten einen neuen CDU-Kandidaten zum Regierungschef wählen und die Koalition fortführen. Laut "Bild" ist der Frust in der SPD-Fraktion mittlerweile aber so groß, dass selbst hochrangige Kreise ein solches Szenario nicht mehr ausschließen.

Hendrik Wüst als neuer Bundeskanzler?

Als klarer Favorit für eine mögliche Merz-Nachfolge kristallisiert sich Hendrik Wüst heraus. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident führt seit 2021 das bevölkerungsreichste Bundesland und schneidet im Insa-Politikerranking deutlich besser ab als Friedrich Merz. Er liegt auf Platz drei, knapp vor CSU-Chef Markus Söder. Allerdings steht Wüst vor einem Timing-Problem: Im Frühjahr 2027 wird in NRW ein neuer Landtag gewählt. Ein Wechsel nach Berlin müsste also kurz vor oder nach diesem Termin erfolgen. Laut CDU-Strategen könnte er einen solchen Schritt nur mit einer nationalen politischen Notlage rechtfertigen.

Völlig offen bleibt jedoch, wie die Wähler auf ein derartiges Manöver reagieren würden. Neben Wüst wurden auch die Ministerpräsidenten Boris Rhein und Michael Kretschmer als potenzielle Kandidaten genannt.

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/loc/news.de/stg

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