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Wladimir Putin: Dieses Bild ist der blanke Hohn - Kremlchef bloßgestellt bei Peking-Besuch

Wladimir Putin (links) bekam von Xi Jinping ein ganz besonderes Bild präsentiert. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Kristina Solovyova

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  • Wladimir Putin bloßgestellt neben Xi Jinping bei Peking-Besuch
  • Wladimir Putin bekommt "chinesische Diplomatie auf höchstem Niveau" serviert
  • Wladimir Putin plötzlich nur noch der Juniorpartner

Da sind die Größenverhältnisse doch gleich einmal klar kommuniziert. Russland hatte "Peter, den Großen". Jetzt wohl auch "Wladimir, den Kleinen". Ein Foto aus einer Ausstellung zur chinesisch-russischen Freundschaft sorgt in sozialen Netzwerken für erheblichen Spott. Das Bild zeigt Wladimir Putin erheblich kleiner als Xi Jinping, wobei der russische Präsident zu seinem chinesischen Amtskollegen aufzublicken scheint. Die Darstellung wird von zahlreichen X-Nutzern als bewusste diplomatische Herabsetzung interpretiert.

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Wladimir Putin bloßgestellt neben Xi Jinping bei Peking-Besuch

Die Fotoausstellung mit dem Titel "China-Russia Everlasting Friendship: A Model of Major-Country Relations" wurde in der Großen Halle des Volkes in Peking von beiden Staatschefs gemeinsam besucht. Organisiert wurde die Schau von der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua und der russischen Tass.

Doch statt die intendierte Botschaft der unzerstörbaren Freundschaft zu transportieren, löste das umstrittene Bild eine Welle des Hohns aus. Nutzer auf X sahen darin weniger ein Symbol der Partnerschaft als vielmehr ein deutliches Zeichen der Machtverhältnisse - und einen bloßgestellten Kremlchef.

Wladimir Putin bekommt "chinesische Diplomatie auf höchstem Niveau" serviert

Der Besuch der Ausstellung bildete den Höhepunkt von Putins rund 24-stündigem Staatsbesuch in der chinesischen Hauptstadt. Es war bereits der 25. offizielle Aufenthalt des russischen Präsidenten in China während seiner Amtszeit als Kremlchef, die nun ein Vierteljahrhundert umfasst. Xi und Putin haben sich in dieser Zeit mehr als 40 Mal persönlich getroffen.

Auf der Plattform X überschlugen sich die ironischen Reaktionen. Ein Nutzer kommentierte:

  • "Chinesische Diplomatie und Kunst auf höchstem Niveau. Hat Putin sein Geschenk gemocht?" Die Anspielung auf die Größendarstellung als diplomatisches Mittel war unverkennbar.

Wladimir Putin plötzlich nur noch der Juniorpartner

Ein weiterer Kommentar brachte die vermeintliche Symbolik auf den Punkt:

  • "Mir gefällt, wie sie Xi aufgeblasen haben, um größer als Putin zu sein. So subtil."

Die bewusste Inszenierung wurde als alles andere als Zufall wahrgenommen.

  • Ein anderer Nutzer formulierte drastischer: "Das ist der Respekt, den China seinem Juniorpartner zollt: Kunst in Form von Kitsch."

Die Größenverhältnisse auf dem Ausstellungsfoto wurden durchweg als visuelle Manifestation der tatsächlichen Machtdynamik zwischen beiden Ländern gedeutet.Mehrere Kommentare verwiesen auf Putins geschwächte Position:

  • "Es ist eine offensichtliche Herabsetzung seiner Person. Die relevante Person ist Xi. Aber Deduschka muss gerade viel einstecken."

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