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Donald Trump chancenlos: Wladimir Putins Atom-Monster setzt "The Don" unter Druck

Wladimir Putins (links) Atomkreuzer berdängt jetzt Donald Trump. Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Wire | White House

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  • Wladimir Putin sticht Donald Trump aus: "The Don" plötzlich unter Druck
  • Trump-Klasse kostet 17 Milliarden Dollar - und bleibt trotzdem zurück
  • Wladimir Putin setzt wieder auf Sowjet-Gigant
  • Geheimnis um Waffensysteme auf Putin-Kampfschiff

Da hat Donald Trump keine Chance. Nach einem Werftaufenthalt von mehr als einem Vierteljahrhundert ist der russische Atomkreuzer "Admiral Nachimow" wieder einsatzfähig. Das umfassend modernisierte Kriegsschiff verfügt laut dem US-Fachmagazin "National Security Journal" über 176 Startzellen für Raketen. Damit übertrifft es jedes aktuell im Dienst befindliche amerikanische Überwasserkampfschiff.

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Wladimir Putin sticht Donald Trump aus: "The Don" plötzlich unter Druck

Die Modernisierung verschlang schätzungsweise fünf Milliarden Dollar. Das Schiff war seit 1997 nicht mehr auf See gewesen. Nun setzt es selbst die von der US-Marine geplante Trump-Klasse unter Druck, bevor diese überhaupt vom Stapel gelaufen ist.

Das Feuerkraft-Verhältnis fällt eindeutig aus. Während das russische Schiff bereits mit 176 Raketenzellen operiert, sollen die amerikanischen Neubauten lediglich etwa 128 senkrechte Startzellen sowie zwölf zusätzliche Startrohre für Hyperschallwaffen erhalten. Donald Trump ist plötzlich unter Druck.

Trump-Klasse kostet 17 Milliarden Dollar - und bleibt trotzdem zurück

Die amerikanischen Planungen für die neue Trump-Klasse zielen darauf ab, zur russischen Feuerkraft aufzuschließen. Doch selbst wenn alle vorgesehenen Waffensysteme realisiert werden, bleibt ein erheblicher Abstand bestehen. Mit maximal 140 Startzellen insgesamt liegt die Kapazität deutlich unter dem russischen Wert.

Besonders brisant: Die Kostendifferenz ist gewaltig. Jede Einheit der Trump-Klasse soll nach Angaben des "National Security Journal" etwa 17 Milliarden Dollar verschlingen. Das ist mehr als das Dreifache dessen, was Russland für die komplette Modernisierung des sowjetischen Kreuzers aufwendete.

Die US-Marine plant zwischen 2028 und 2055 den Bau von bis zu 15 Schiffen dieser Klasse. Mit einer Verdrängung von 30.000 bis 40.000 Tonnen sollen sie zu den größten Überwasserkampfschiffen werden, die Amerika seit dem Zweiten Weltkrieg gebaut hat.

Wladimir Putin setzt wieder auf Sowjet-Gigant

Die "Admiral Nachimow" stammt noch aus der Ära der Sowjetunion und zählt zur legendären Kirow-Klasse. Mit einer Verdrängung von etwa 28.000 Tonnen gehört der Kreuzer zu den schwersten konventionell bewaffneten Kampfschiffen weltweit.

  • Danach verbrachte das Schiff mehr als zwei Jahrzehnte in der Werft. Erst im vergangenen Jahr verließ es wieder den Hafen. Wie das Fachportal "The War Zone" berichtete, fanden die ersten Testfahrten im Weißen Meer statt, das zum Arktischen Ozean gehört.
  • Die lange Modernisierungsphase sollte den betagten Kreuzer auf den neuesten Stand der Technik bringen. Das atomgetriebene Schiff erhielt dabei eine vollständige Überarbeitung seiner Waffensysteme und Sensoren.

Geheimnis um Waffensysteme auf Putin-Kampfschiff

Die Rüstungsphilosophien beider Nationen könnten unterschiedlicher nicht sein. Russland setzt auf die Modernisierung sowjetischer Giganten und verleiht ihnen durch umfangreiche Umbauten neue strategische Relevanz. Die Vereinigten Staaten verfolgen dagegen den Weg kompletter Neukonstruktionen, die sowohl größer als auch kostspieliger ausfallen sollen als alle Überwasserschiffe seit 1945.

Die Anzahl der Startzellen bildet in der heutigen Seekriegsführung einen entscheidenden Indikator. Moderne Kampfschiffe müssen gleichzeitig unterschiedlichste Raketensysteme transportieren können - von Luftabwehr über Schiffsbekämpfung bis hin zu Angriffen auf Landziele und U-Boot-Abwehr.

  • Allerdings bleiben zentrale Fragen unbeantwortet. Welche Waffensysteme auf der "Admiral Nachimow" tatsächlich vollständig installiert sind, ist unklar.
  • Ebenso offen ist die reale Einsatzfähigkeit des Kreuzers. Auch bei der Trump-Klasse steht die finale Bewaffnungskonfiguration noch nicht fest.

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