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Donald Trump: Angriffspläne bereits in Arbeit - nach der Iran-Pleite soll das nächste Land bluten

Donald Trump soll das Pentagon beauftragt haben, Angriffspläne gegen Kuba auszuarbeiten. Bild: picture alliance:dpa:AP | Alex Brandon

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  • Donald Trump plant nach Iran-Pleite nächsten Militärschlag
  • US-Präsident nimmt Kuba ins Visier
  • Kuba-Präsident Díaz-Canel warnt vor "Blutbad"

Die Spannungen zwischen Washington und Havanna erreichen einen neuen Höhepunkt: Laut einem Bericht von "Politico" hat Donald Trump das Pentagon beauftragt, Pläne für einen Militärschlag gegen Kuba auszuarbeiten. Das US Southern Command soll demnach in den vergangenen Wochen bereits eine Planungsserie eingeleitet haben.

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Donald Trump plant nach Iran-Pleite nächsten Militärschlag

Hintergrund der Eskalation ist offenbar das Scheitern von Trumps Iran-Strategie. "Die Stimmung hat sich definitiv verändert", zitiert "Politico" eine mit den Gesprächen vertraute Person. Ursprünglich habe man gehofft, Kuba durch verschärfte Sanktionen und militärische Erfolge in Venezuela und Iran zu einem Abkommen zu bewegen. Doch dazu ist es bislang nicht gekommen, weshalb der US-Präsident Kuba nun offenbar auf anderem Wege Druck machen will.

US-Geheimdienst alarmiert - mehr als 300 Drohnen aus Russland und Iran in Kuba stationiert

Doch nicht nur aufgrund der Iran-Pleite soll Donald Trump Kuba angreifen wollen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich das südamerikanische Land laut US-Geheimdienst seit 2023 mehr als 300 Militärdrohnen aus Russland und dem Iran beschafft haben soll. Die geografische Nähe zu den USA macht die Situation besonders brisant. Kuba liegt nur 140 Kilometer von der Küste Floridas entfernt. Damit befinden sich potenzielle Ziele in direkter Reichweite der neu erworbenen Drohnen. Havanna soll die Waffen beschafft haben, um sich im Falle eines US-Angriffs verteidigen zu können.

Trump plant Kuba-Angriff - kubanischer Präsident Díaz-Canel warnt vor "Blutbad"

Die kubanische Regierung weist sämtliche Vorwürfe, die USA mit den Drohnen angreifen zu wollen, entschieden zurück. Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel reagierte am Montag (18. Mai) mit scharfen Worten auf die Drohungen aus Washington. Jeder amerikanische Militäreinsatz gegen sein Land würde ein "Blutbad" auslösen, dessen Folgen für Frieden und Stabilität in der Region nicht absehbar seien, erklärte er auf der Plattform X. Kuba stelle keine Gefahr für die Vereinigten Staaten dar.

Außenminister Bruno Rodríguez warf der US-Regierung vor, einen Konflikt künstlich herbeizuführen. Washington konstruiere "betrügerische" Behauptungen, um den Weg für eine militärische Aggression zu ebnen. Kuba habe nach der UN-Charta das Recht auf Selbstverteidigung, betonte der Chefdiplomat. Das Weiße Haus hat die Berichte über konkrete Militärpläne bislang nicht offiziell bestätigt.

Donald Trump strebt Regierungswechsel in Kuba an

Trump macht keinen Hehl aus seinem Ziel: Er strebt einen Regierungswechsel in Havanna an. Erst kürzlich kündigte er an, das kubanische Regime werde "fallen", weil die USA sämtliche Öl- und Geldflüsse aus Venezuela unterbunden hätten. "Die wollen einen Deal machen", behauptete der US-Präsident.

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/news.de/stg

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