Donald Trump: US-Präsident ist nicht auf Hilfe angewiesen - Beobachter bezweifeln das
Donald Trump sagt, er ist nicht auf Hilfe angewiesen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
Erstellt von Tobias Rüster
13.05.2026 11.57
- Donald Trump will keine Hilfe aus China im Iran-Krieg
- Donald Trump: Kein Ende im Iran-Konflikt
- Trump irritiert mit Lobeshymne auf China und Xi Jinping
Kurz vor seiner Abreise zum Gipfeltreffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping verkündete US-Präsident Donald Trump, er sei überzeugt, ohne Pekings Unterstützung mit dem Iran-Konflikt fertig zu werden. Die Aussage scheint im Widerspruch zum eigentlichen Zweck der brisanten Zusammenkunft zu stehen.
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Donald Trump will keine Hilfe aus China im Iran-Krieg - Beobachter zweifeln
Die Aussichten auf eine nachhaltige Friedenslösung im Iran-Krieg hatten sich zuletzt verschlechtert.
- "Ich glaube nicht, dass wir irgendeine Hilfe beim Iran brauchen. Wir werden es auf die eine oder andere Weise gewinnen, friedlich oder anders", donnerte Trump gegenüber Journalisten.
Beobachter gehen laut der Nachrichtenagentur Reuters jedoch sehr wohl davon aus, dass der US-Präsident Xi Jinping tatsächlich dazu bewegen will, auf Teheran einzuwirken und einen Deal mit Washington zu vermitteln.
- Der andauernde US-Konflikt mit dem Iran hat den Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Meerenge von Hormus weithin lahmgelegt - eine Route, über die normalerweise ein Fünftel der weltweiten Öllieferungen transportiert werden.
Donald Trump: Kein Ende im Iran-Konflikt
Seit über einem Monat ist eine fragile Waffenruhe in Kraft, doch Fortschritte bei Verhandlungen über ein Ende der Kampfhandlungen sind ausgeblieben. Beide Konfliktparteien haben sich bislang nicht auf konkrete Schritte zur Beilegung der Auseinandersetzung verständigen können.
Währenddessen scheint Teheran seine Vorherrschaft über die strategisch bedeutsame Straße von Hormus zu festigen. Allgemein wird erwartet, dass Trump den chinesischen Präsidenten auffordern wird, auf Teheran einzuwirken, damit dieses sich auf eine Übereinkunft mit den USA einlässt. China pflegt weiterhin diplomatische Beziehungen zum Iran und gehört zu den Hauptabnehmern iranischen Erdöls.
Trump irritiert mit Lobeshymne auf China und Xi Jinping
Schon im Vorfeld seiner Peking-Reise hatte Trump China und dessen Führung mit Lob überschüttet.
- Auf seiner Truth-Social-Plattform schwärmte der US-Präsident von einem "erstaunlichen Land" und pries Xi als "von allen respektierten" Anführer an. Beiden Nationen stünden "großartige Dinge" bevor, kündigte Trump vollmundig an.
Bereits zuvor hatte Trump im Oval Office gegenüber Reportern die angeblich hervorragende Beziehung zu seinem chinesischen Amtskollegen hervorgehoben.
- "Jetzt läuft es großartig mit China, wir verdienen viel Geld mit China", erklärte der Präsident.
Die enthusiastischen Äußerungen stehen in auffälligem Kontrast zu Trumps gleichzeitiger Behauptung, keine chinesische Unterstützung im Iran-Konflikt zu benötigen. Kritiker sehen darin einen weiteren Beleg für die unberechenbare Außenpolitik des Präsidenten.
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