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Alexander Lukaschenko: Wirbel um Militär-Ankündigung - Machthaber deutet Krieg auf "eigenem Territorium" an

Alexander Lukaschenko sprach über einen Krieg auf "eigenem Territorium". Bild: picture alliance/dpa/Belarusian Presidential Press Service | Uncredited

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  • Wirbel um Militär-Ankündigung von Alexander Lukaschenko
  • Belarus-Machthaber spricht über Vorbereitung auf Krieg "auf dem eigenen Territorium"
  • Ukraine-Präsident Selenskyj warnt vor belarussischer Kriegsbeteiligung an der Seite Russlands
  • Belarus baut Straßen in Ukraine-Grenznähe aus und errichtet Artilleriestellungen

Diese Informationen sind in Summe höchst brisant. Während der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko in einer Ansprache warnte, dass sich Belarus auf einen Krieg "auf dem eigenen Territorium" vorbereiten müsse, sprach der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj über die drohende Gefahr, dass Wladimir Putin Weißrussland in Zukunft stärker in den Ukraine-Krieg hineinziehen könnte.

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Wirbel um Militär-Ankündigung von Alexander Lukaschenko

Während eines internes Sicherheits- und Verteidigungstreffen am 11. Mai im Palast der Unabhängigkeit in Minsk sprach Alexander Lukaschenko über den Stand der Ausrüstung der Streitkräfte, die Planung der nächsten fünf Jahre sowie den staatlichen Verteidigungsauftrag. Dabei erklärte der Belarus-Machthaber unter anderem, dass sich das Land auf einen Krieg "auf dem eigenen Territorium" vorbereiten müsse. Ins Detail ging er dabei nicht und erörterte auch nicht, gegen welchen Feind sich Belarus wappnen sollte.

Belarus-Machthaber spricht über Vorbereitung auf Krieg "auf dem eigenen Territorium"

Doch diese Militär-Ankündigung lässt dennoch Raum für Spekulation. Was plant der Machthaber? Auch das osteuropäische Medienunternehmen "Nexta" berichtet bei X über Alexander Lukaschenkos Ansprache und teilte einen Videoausschnitt seiner Rede. Besonders interessant: Auch der Iran-Krieg, der für den Machthaber eine Art Weckruf gewesen zu sein scheint, wird von Lukaschenko thematisiert.

Iran-Krieg als Weckruf für Alexander Lukaschenko?

Laut dem belarussischen Präsidenten haben die Konflikte zwischen Israel, dem Iran und den USA gezeigt, dass Luftwaffe und Raketen allein nicht ausreichen, um zu gewinnen. Doch er warnte, dass dies nicht bedeuten würde, dass Belarus nach jeglicher Art von Waffen greifen soll, sondern dass man sich stattdessen auf einen drohenden Krieg vorbereiten müsse und sich auf die Ausbildung von Soldaten und Offizieren konzentrieren sollte. Im Netz bleiben Lukaschenkos Ausführungen nicht unkommentiert. "Lukaschenko bereitet sich auf einen Krieg auf heimischem Boden vor. Er muss nervös sein, wenn er so redet. Wer ist der Feind?", fragt sich ein X-Nutzer.

Belarus baut Straßen in Ukraine-Grenznähe aus und errichtet Artilleriestellungen

Lukaschenkos Aussagen schüren unweigerlich die Sorge, dass Belarus möglicherweise in Zukunft eine größere Rolle im Ukraine-Krieg spielen könnte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte erst im April vor einer belarussischer Kriegsbeteiligung an der Seite Russlands gewarnt. Denn laut ukrainischer Geheimdienstinformationen baut Belarus aktuell bereits Straßen in Ukraine-Grenznähe aus und errichtet Artilleriestellungen.

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/sfx/news.de

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