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Donald Trump: US-Präsident gewarnt - Staatsbesuch könnte in Katastrophe enden

Experten befürchten, dass Donald Trump gegenüber China in der Taiwan-Frage in eine Falle gelockt wird. Bild: dpa/AP/Susan Walsh

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  • Xi Jinping stellt Donald Trump offenbar eine heikle Taiwan-Falle
  • Schon kleine Worte könnten Asiens Machtbalance verändern
  • US-Verbündete fürchten gefährlichen Kurswechsel in Peking
  • Droht Trump bei Taiwan ein historischer außenpolitischer Fehler?

Kurz vor dem geplanten Besuch von US-Präsident Donald Trump in Peking am Donnerstag schlägt das "Wall Street Journal" Alarm. Die Redaktion der renommierten Wirtschaftszeitung warnt eindringlich: Chinas Staatschef Xi Jinping habe eine "Venusfliegenfalle" für Trump vorbereitet.

Donald Trump trifft auf Xi Jinping - Taiwan-Frage könnte zum Problem werden

Im Zentrum steht die Taiwan-Frage. Nach Einschätzung des Blattes verfolgt Xi das Ziel, Trump zu einer scheinbar geringfügigen, aber in Wahrheit weitreichenden Änderung der amerikanischen Haltung zu bewegen. Diese diplomatische Falle könnte eine über Jahrzehnte gewachsene Balance in der US-Außenpolitik ins Wanken bringen – mit potenziell gravierenden Folgen für die gesamte Region.

Der feine Unterschied mit enormer Tragweite

Konkret geht es um eine sprachliche Nuance mit gewaltiger Sprengkraft. Xi Jinping wolle Trump dazu bewegen, taiwanesische Unabhängigkeit formal "abzulehnen" – anstelle der bisherigen US-Position, diese lediglich "nicht zu unterstützen". Was nach diplomatischer Haarspalterei klingt, hätte nach Einschätzung des "Wall Street Journal" massive Konsequenzen.

Donald Trump - er könnte jahrzehntelange Politik untergraben

"Xi wird argumentieren, dass die Anpassung für Amerikaner keine große Bedeutung hat, und Trumps Ego schmeicheln, dass er Frieden in eine weitere unruhige Region bringen kann", schreibt die Redaktion. Doch diese Änderung würde eine jahrzehntelange Politik untergraben, die trotz ihrer heiklen diplomatischen Formulierungen den Frieden bewahrt habe. Taiwan sei nicht der Aggressor in der Taiwanstraße – eine Fiktion Xis, die durch das "Ablehnen der Unabhängigkeit" bedient würde.

Verbündete in Asien blicken besorgt nach Peking

Die möglichen Auswirkungen reichen weit über die Taiwanstraße hinaus. Japan und weitere amerikanische Bündnispartner in der Region verfolgen die Entwicklungen mit wachsender Nervosität, wie das "Wall Street Journal" berichtet. Der Grund: Die Glaubwürdigkeit der USA in der Taiwan-Frage ist unmittelbar mit anderen Sicherheitsallianzen in Asien verknüpft.

Ein Abrücken von der bisherigen Position könnte das Vertrauen der Verbündeten in amerikanische Sicherheitsgarantien erschüttern. Sollte Washington bei Taiwan nachgeben, stellt sich für Länder wie Japan oder Südkorea unweigerlich die Frage, wie belastbar die Zusagen der USA im Ernstfall tatsächlich sind. Somit könnte der Staatsbesuch Donald Trumps in China in einer verheerenden Katastrophe enden.

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/bos/news.de/stg

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