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Donald Trump: Indiskretion im Weißen Haus - jetzt kommt die Ansage von ganz oben

Donald Trump muss sich Gedanken machen darüber, wie diskret seine Mitarbeiter:innen sind. Seine Stabschefin droht mit Kündigung. Bild: dpa/AP/Mark Schiefelbein

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  • Donald Trump hat ein Problem im Weißen Haus
  • Mitarbeiter:innen sprechen zu bereitwillig mit der Presse
  • Seine Stabschefin greift durch: In diesem Fall droht die Kündigung

Tanzen Donald Trumps Mitarbeiter dem US-Präsidenten etwa auf der Nase herum? Bei dem heißen Draht, den der US-Präsident selbst zur Presse pflegt, ist es doch eigentlich gar nicht verwerflich, wenn auch seine Angestellten es ihm gleich tun. Doch damit ist jetzt Schluss.

Donald Trumps Stabschefin mahnt Mitarbeiter ab - keine Kommunikation nach außen

Stabschefin Susie Wiles verschickte laut "Daily Beast"bereits im März ein unmissverständliches Schreiben an die Belegschaft. Darin stellte die 68-Jährige klar: Kein Mitarbeiter des Präsidialamts dürfe ohne ausdrückliche Genehmigung des Kommunikationsbüros mit Journalisten sprechen. "Nicht autorisierte Leaks werden nicht toleriert und können Sanktionen bis hin zur Kündigung nach sich ziehen", schrieb Wiles. Verstöße könnten laufende Operationen erheblich stören und sogar Aktivitäten von nationaler Bedeutung gefährden.

Machtkämpfe hinter verschlossenen Türen des Weißen Hauses

Der Hintergrund für Wiles' scharfe Ansage: Im West Wing ist offenbar ein regelrechter Informationskrieg ausgebrochen. Mitarbeiter nutzen Journalisten gezielt als Waffe, um interne Rivalitäten auszutragen. Ein Insider berichtete gegenüber den Medien, dass die Stabschefin "generell sehr frustriert über die Leaks" gewesen sei. Die Anweisung habe dabei nicht einen einzelnen Auslöser gehabt – vielmehr sei es die Summe der ständigen Indiskretionen gewesen, die das Fass zum Überlaufen brachte.

Dass ausgerechnet ihre Warnung vor undichten Stellen selbst den Weg in die Medien fand, unterstreicht das Ausmaß des Problems auf fast schon absurde Weise.

Null-Toleranz-Politik – aber welche Konsequenzen?

Das Weiße Haus reagierte auf die Enthüllungen mit einer offiziellen Stellungnahme. Sprecherin Liz Huston betonte, dass Hunderte von Mitarbeitern dem amerikanischen Volk treu dienten und dabei strengen Richtlinien unterlägen. Dazu gehöre eine Null-Toleranz-Politik gegenüber nicht autorisierten Medienkontakten, um die Botschaft des Präsidenten klar und direkt zu vermitteln.

Ob die angedrohten Konsequenzen tatsächlich gezogen wurden, bleibt allerdings unklar.

Trumps Stabschefin und ihre eigenen Medienauftritte

Pikant dabei: Wiles selbst sorgte Ende vergangenen Jahres für Schlagzeilen, als sie in einem Interview mit "Vanity Fair" hochrangige Regierungsmitglieder kritisierte – diese mediale Aufmerksamkeit war offenbar akzeptabel.

Ärger mit Donald Trump? Stabschefin rechnet mit Konsequenzen

Seit ihrem Amtsantritt als Stabschefin sei sie aber vorsichtiger geworden, erklärt sie anlässlich eines Presseauftritts. "Und wenn ich es tue, bekomme ich Ärger im Weißen Haus", sagte sie. Zwar pflege sie Freundschaften zu einigen Reportern – doch diese blieben rein privat.

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/news.de/stg

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