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Kash Patel: Donald Trumps FBI-Boss explodierte wegen verschwundener Whiskey-Flaschen

Donald Trumps FBI-Chef Kash Patel (Foto) sorgt einmal mehr für Schlagzeilen. Bild: picture alliance/dpa/FR159526 AP | Jose Luis Magana

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  • Kash Patel am Pranger: Donald Trumps FBI-Chef
  • Bericht über Whiskey-Flaschen mit FBI-Logo und "Ka$h"
  • Trump angeblich verärgert über Bier-Party mit dem Olympia-Team

FBI-Direktor Kash Patel hat nach Medienberichten über sein Führungsverhalten angeblich mehr als zwei Dutzend Lügendetektor-Tests für seine Mitarbeiter angeordnet. Wie "MS Now" unter Berufung auf zwei Quellen berichtet, müssen sich frühere und gegenwärtige Angehörige seiner Sicherheitstruppe sowie weitere Beschäftigte dem Procedere unterziehen.

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Kash Patel am Pranger: Wirbel um Donald Trumps FBI-Chef immer wilder

Der Auslöser für den Wirbel war ein Artikel der Reporterin Sarah Fitzpatrick in "The Atlantic". Mehr als zwei Dutzend frühere und aktive FBI-Beamte hatten dem Magazin berichtet, Patel sei wiederholt alkoholisiert zur Arbeit gekommen, habe wichtige Besprechungen grundlos geschwänzt und befürchte seine baldige Absetzung. Unabhängig bestätigen lässt sich die unbelegte Behauptung nicht.

Patel reagierte mit einer Schadenersatzklage in Höhe von 250 Millionen Dollar gegen die Publikation und die Journalistin. Den Beitrag bezeichnete er als "diffamierenden, böswilligen und verleumderischen Angriff". "The Atlantic" konterte mit einer Verteidigungsansage: Man stehe zur Berichterstattung und werde sich energisch gegen die unbegründete Klage zur Wehr setzen.

Berichte über eine FBI-Untersuchung gegen Fitzpatrick nach Veröffentlichung des Artikels wies Sprecher Ben Williamson als völlig falsch zurück. Eine solche Ermittlung habe es nie gegeben.

Bericht über Whiskey-Flaschen mit FBI-Logo und "Ka$h"

Währenddessen enthüllte "The Atlantic" eine pikante Einzelheit aus Patels Amtsführung:

  • Der FBI-Direktor lässt maßgefertigte Bourbon-Flaschen produzieren, die er an Personen in seinem Umfeld verteilt. Auf den Etiketten prangen das FBI-Logo sowie Patels Name und Amtsbezeichnung - teils in der Schreibweise "Ka$h".
  • Die Behörde verteidigt diese Praxis als unbedenklich. Flaschen, die bei dienstlichen Begegnungen überreicht wurden, seien Teil des üblichen Geschenkaustauschs gewesen, erklärte das FBI laut "Guardian". Bei persönlichen Geschenken habe Patel die Ausgaben selbst erstattet.
  • Der FBI-Chef habe den Whiskey zudem nicht selbst getrunken, betonte ein Sprecher. Sämtliche Richtlinien der Bundespolizei seien eingehalten worden.

Verschwundene Flaschen lassen den FBI-Chef angeblich an die Decke gehen

Im März soll Patel einen kompletten Karton der bedruckten Bourbon-Flaschen zur FBI-Ausbildungsstätte in Quantico, Virginia, mitgebracht haben. Dort habe sich die Bourbon-Angelegenheit auf unerwartete Weise verschlimmert. Als eine der personalisierten Flaschen verschwand, sei Patel an die Decke gegangen, wie Kurt Siuzdak berichtet - ein pensionierter Agent, der FBI-Kollegen bei Rechtsproblemen unterstützt.

Mehrere Beamte wandten sich laut "The Atlantic" angeblich Hilfe suchend an Siuzdak, nachdem Patel begonnen hatte, sie mit Lügendetektor-Tests zu bedrohen und eine strafrechtliche Verfolgung wegen der abhanden gekommenen Flasche ankündigte.

Trump angeblich verärgert über Bier-Party mit dem Olympia-Team

US-Präsident Donald Trump soll laut "The Daily Beast" angeblich zunehmend unzufrieden mit dem Verhalten seines FBI-Chefs sein. Besonders missfiel ihm eine Episode Anfang des Jahres, als Patel nach dem olympischen Sieg des US-Männer-Eishockey-Teams gemeinsam mit den Spielern Bier trank.

Für den abstinenten Präsidenten, der seinen Bruder nach dessen Kampf gegen Alkoholismus verloren hat, war der Vorgang aus mehreren Gründen problematisch. Trump störte sich an der öffentlichen Zurschaustellung, dass seine Regierungsvertreter alkoholische Getränke konsumieren, während sie vorgeben, sich auf offizieller Mission zu befinden.

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