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Donald Trump: Trump holt UFC-Champ ins Oval Office - dann läuft die Iran-Frage aus dem Ruder

Donald Trump holte sich bei einem UFC-Kämpfer die Zustimmung für seinen Iran-Krieg. Bild: picture alliance/dpa/AP | Manuel Balce Ceneta

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  • Donald Trump fragt UFC-Star nach Zustimmung beim Iran-Krieg
  • Donald Trump prahlt mit mutmaßlicher Zerstörung im Iran
  • Donald Trump widerspricht sich selbst

Ob er da der richtige Ansprechpartner ist? In einer bizarren Vermischung von Werbung und Kriegspolitik bat US-Präsident Donald Trump den UFC-Kämpfer Justin Gaethje um eine militärische Lagebeurteilung. Die Szene spielte sich im Oval Office ab, wo eigentlich das UFC-Event anlässlich des Gründungsgeburtstages der USA auf dem Rasen des Weißen Hauses beworben werden sollte.

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Donald Trump fragt UFC-Star nach Zustimmung beim Iran-Krieg

Während des Treffens befragte ein Reporter Donald Trump zum anhaltenden Konflikt mit dem Iran. Wie Videos auf der Social-Media-Plattform X zeigen, nutzte der Präsident die Gelegenheit, um sich an Gaethje, den amtierenden Interims-Champion im Leichtgewicht, zu wenden und eine ungewöhnliche Frage zu stellen.

  • "Das würden Sie doch so bezeichnen, dass wir in guter Verfassung sind, richtig?", wandte sich Trump an den Kämpfer. "Sind wir in guter Verfassung?", fragte Trump noch einmal.
  • Gaethje versicherte dem Präsidenten prompt, die USA seien in "fantastischer Verfassung". Trump reagierte begeistert mit einem ausgerufenen "Ah!"

Donald Trump prahlt mit mutmaßlicher Zerstörung im Iran

Der Austausch begann, als ein Journalist den US-Präsidenten darauf hinwies, dass sich der Iran trotz massiver Angriffe "weiterhin nicht unterwerfe". Trump konterte sofort mit der Gegenfrage, woher der Reporter das denn wisse und was überhaupt mit "sich nicht unterwerfen" gemeint sei.

Als der Journalist erwähnte, dass iranische Kräfte noch vor wenigen Tagen auf amerikanische Schiffe geschossen hätten, wiegelte Trump ab. "Ein paar Tage her ist eine lange Zeit", entgegnete der Präsident. In der Welt des Krieges sei das keine relevante Zeitspanne mehr.

Dann präsentierte Trump seine Version des Kriegsverlaufs:

  • Die iranische Marine habe zuvor 159 Schiffe besessen, doch nun liege jedes einzelne "in Stücke gesprengt" auf dem Meeresgrund.
  • "Und ihre Führer sind alle tot", fügte er hinzu. "Also denke ich, wir haben gewonnen."

Donald Trump widerspricht sich selbst

Unmittelbar nach seinen Ausführungen über die vermeintlich vernichtete iranische Flotte schlug Trump einen anderen Ton an. Der Iran wolle "dringend einen Deal machen", behauptete der Präsident und widersprach damit seiner eigenen Darstellung eines bereits gewonnenen Krieges.

Besonders bemerkenswert war das zeitliche Timing seiner Aussagen: In den vergangenen 24 Stunden habe es "sehr gute Gespräche" gegeben. Die Möglichkeit einer Einigung sei durchaus real, so Trump wörtlich: "Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir einen Deal machen werden."

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