Donald Trump: "Symptome viel ausgeprägter" - US-Präsident erhält brisante Ferndiagnose
Donald Trump (Foto) wurde von seinem alten Kontrahenten JB Pritzker attackiert. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
06.05.2026 11.53
- Donald Trump attackiert von JB Pritzker
- Trump gegen Pritzker: Streit der Milliardäre immer drastischer
- Demokraten-Politiker nennt Trump einen "Tyrannen"
- Scharfe Gegenattacke aus dem Weißen Haus nach Trump-Ferndiagnose
Illinois' Gouverneur JB Pritzker erhebt schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump. In einem Interview mit "Politico" erklärte der demokratische Politiker seine Überzeugung, dass Donald Trump an Demenz erkrankt sei. Es ist eine brisante Ferndiagnose.
Zur Einordnung: JB Pritzker gilt seit Langem als energischer Kritiker von Donald Trump. In der Vergangenheit haben sich beide verbale Tiefschläge geleistet. Einen medizinischen Hintergrund kann Pritzker nicht vorweisen. Sein Aussagen beziehen sich auf seine Eindrücke und spiegeln seine Meinung wider.
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Donald Trump attackiert von JB Pritzker mit brisanten Vorwürfen
In einem bei Instagram veröffentlichten Clip des Gesprächs äußerte sich Pritzker unmissverständlich.
- "Ich denke, der Mann hat Demenz. Ich verstehe nicht wirklich, wie es da oben bei ihm funktioniert", sagte er mit Bezug auf den Geisteszustand des Präsidenten.
Besonders alarmierend findet der Gouverneur die Entwicklung während Trumps zweiter Amtszeit. Auf die Frage, ob die Symptome ausgeprägter seien als während der ersten Präsidentschaft, antwortete Pritzker deutlich:
- "Oh mein Gott, dieses Mal ist es viel ausgeprägter", erklärte er.
- Die Anzeichen habe er bereits während des Wahlkampfs bemerkt, seit Beginn der neuen Amtszeit seien sie jedoch besonders offensichtlich.
- Der Demokrat bezeichnete die gegenwärtige Situation als "traurigen Zustand".
- Jemand, der unter Demenz leide, benötige echte Unterstützung, doch im Umfeld des Präsidenten fehle es an Menschen, die ihm helfen wollten, so Pritzker.
- Stattdessen umgebe sich Trump ausschließlich mit Speichelleckern.
Trump gegen Pritzker: Streit der Milliardäre immer drastischer
Die jüngsten Äußerungen markieren einen weiteren Höhepunkt in der anhaltenden Auseinandersetzung zwischen den beiden Milliardären. Seit der Rückkehr des Präsidenten ins Oval Office haben sich die rhetorischen Gefechte zwischen Pritzker und Trump kontinuierlich verschärft.
- Die Konfliktfelder zwischen dem Illinois-Gouverneur und dem Weißen Haus sind vielfältig. Von Fragen der Einwanderungspolitik und deren Durchsetzung bis hin zu einem Projekt zum Schutz des Michigansees vor asiatischen Karpfen - die beiden Milliardäre gehen einander in zahlreichen Politikbereichen an.
Der verbale Schlagabtausch findet vor dem Hintergrund von Pritzkers steigender nationaler Bekanntheit statt.
- Als möglicher Spitzenkandidat der Demokraten für die Präsidentschaftswahl 2028 erhält der Gouverneur zunehmend mediale Aufmerksamkeit.
- Offiziell konzentriert sich Pritzker jedoch auf seine Wiederwahl für eine dritte Amtszeit als Gouverneur von Illinois in diesem Jahr.
Demokraten-Politiker nennt Trump einen "Tyrannen"
Der Gouverneur berichtete im Interview auch über die auffällige Häufigkeit, mit der Donald Trump ihn erwähnt.
- "Aber ich kann Ihnen sagen, dass er mich anscheinend nicht mag", erklärte Pritzker.
Besonders bemerkenswert findet Pritzker, dass diese Erwähnungen häufig ohne jeden Bezug zu seinem Bundesstaat erfolgen.
- "Er redet nicht über Illinois. Er redet nicht über Chicago. Irgendwie tauche ich einfach in seinem Kopf auf, und er will gegen mich vorgehen", beschrieb der Gouverneur das Phänomen.
Seine Strategie im Umgang mit dem Präsidenten vergleicht Pritzker so.
- "Wie bei vielen Tyrannen gilt: Wenn man sich gegen einen Tyrannen wehrt, machen sie oft tatsächlich einen Schritt zurück", sagte er.
Scharfe Gegenattacke aus dem Weißen Haus nach Trump-Ferndiagnose
Das Weiße Haus ließ die Vorwürfe nicht unbeantwortet und konterte mit heftigen persönlichen Angriffen. Sprecher Davis Ingle bezeichnete Pritzker als "inkompetenten Gouverneur", der mit derartigen falschen Behauptungen verzweifelt versuche, relevant zu bleiben.
In seiner Stellungnahme forderte Ingle den Illinois-Gouverneur auf, sich auf die Probleme seines "kaputten Bundesstaats" zu konzentrieren, statt zu lügen.
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