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Wladimir Putin: Putsch-Angst in Moskau - Putin lebt offenbar nur noch im Bunker

Der russische Präsident Wladimir Putin soll sich einem Medienbericht zufolge immer stärker aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Bild: picture alliance/dpa/Planet Pix via ZUMA Press Wire | Gavriil Grigorov/Kremlin Pool

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  • Wladimir Putin soll sich aus Angst vor einem Putsch zunehmend in Bunkeranlagen zurückziehen
  • Massive Sicherheitsmaßnahmen und totale Überwachung im Kreml-Umfeld
  • Bericht spricht von wachsendem Machtkampf unter russischen Eliten

Der russische Präsident Wladimir Putin zieht sich offenbar immer weiter zurück – aus Angst vor einem möglichen Umsturzversuch. Wie "Express" unter Berufung auf einen aktuellen Bericht meldet, verbringt der Kreml-Chef mittlerweile wochenlang in renovierten Bunkeranlagen und meidet öffentliche Auftritte weitgehend.

Weitere Nachrichten über Wladimir Putin finden Sie am Ende des Artikels.

Angst vor Putsch: Putin zieht sich immer weiter zurück - Wirbel umSergei Schoigu

Besonders brisant: Sicherheitsratssekretär Sergei Schoigu, der zu Beginn des Ukraine-Krieges noch als Verteidigungsminister fungierte, wird demnach mit einem potenziellen Putschrisiko in Verbindung gebracht. Erst im vergangenen Monat wurde sein ehemaliger Stellvertreter Ruslan Zalilow festgenommen – ihm wird vorgeworfen, ein Familienvermögen von fast 50 Millionen Pfund unrechtmäßig angehäuft zu haben.

Bunker statt Residenz – der Kreml-Chef auf der Flucht

Der Föderale Schutzdienst (FSO) hat die Sicherheitsvorkehrungen rund um Putin seither massiv verschärft. Die Liste der Orte, die der Präsident regelmäßig aufsucht, wurde drastisch gekürzt. Weder er noch seine Familie besuchen demnach noch ihre gewohnten Anwesen in der Moskauer Region oder in Waldai.

Stattdessen hält sich Putin dem Bericht zufolge seit Kriegsbeginn häufig in modernisierten Bunkeranlagen auf – insbesondere in der Region Krasnodar, wo er wochenlang arbeiten soll. Russische Medien nutzen währenddessen voraufgezeichnetes Material für die öffentliche Kommunikation. Der Kreml-Chef lebt dort zurückgezogen mit seiner Familie, heißt es.

Putins Paranoia wächst: Totale Überwachung bis in die Privatwohnungen

Die Paranoia im Kreml-Umfeld erreicht beispiellose Ausmaße. Mitarbeiter in Putins Nähe dürfen keine Mobiltelefone mehr nutzen. Erlaubt sind ausschließlich Geräte ohne Internetzugang. Öffentliche Verkehrsmittel sind für sie tabu, sie bewegen sich nur noch mit FSO-Fahrzeugen fort. Selbst in den Wohnungen von Köchen, Fotografen und Leibwächtern wurden Überwachungssysteme installiert.

Nach der Ermordung von Generalleutnant Fanil Sarwarow durch eine Autobombe in Moskau im Dezember wurde die Sicherheit für zehn hochrangige Generäle verstärkt. Ein anschließendes Treffen der Sicherheitschefs eskalierte zu einem Schreiduell – die Verantwortlichen machten sich gegenseitig für das Versagen verantwortlich.

Machtkampf um den Thron des schwächelnden Diktators

Die festgefahrene Lage im Ukraine-Krieg, schmerzhafte ukrainische Drohnenangriffe auf Ölinfrastruktur sowie wirtschaftliche und soziale Probleme haben offenbar einen Machtkampf unter russischen Eliten entfacht. Roman Amin von Important Stories analysiert: "Das musste irgendwann zu einem Krieg zwischen russischen Machtclans um den Thron des schwächelnden Diktators führen."

Ein weiteres Indiz für Putins extreme Angst vor Verschwörungen: Kein einziger Abgeordneter der Staatsduma erhielt in diesem Jahr eine Einladung zur Siegesparade auf dem Roten Platz. Putin, so Amin, "versteht gut, was ihn erwartet – daher die gesteigerte Paranoia, die beispiellose Isolation von der Bevölkerung und seinem eigenen Umfeld."

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/fka/news.de/stg

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