Donald Trump: Showdown im Iran-Krieg? "The Don" zündet riskante Mission
Donald Trump will blockierte Schiffe aus der Straße von Hormus befreien. Bild: Matt Rourke/AP/dpa/dpa
Erstellt von Anika Bube
04.05.2026 08.12
- Trump startet "Projekt Freiheit", um blockierte Schiffe in der Straße von Hormus zu befreien
- Iran reagiert scharf und spricht von einem Bruch der Waffenruhe
- Militärische Kräfte stehen bereit, doch der Plan bleibt vage
Die Vereinigten Staaten starten am Montag (04.05.2026) das "Projekt Freiheit", um blockierte Schiffe aus der Straße von Hormus zu befreien. US-Präsident Donald Trump kündigte die Initiative auf Truth Social an und drohte mit hartem Durchgreifen, sollte jemand die Aktion behindern. Konkrete Einzelheiten zum Ablauf nannte er allerdings nicht. Der Start war für den Vormittag Ortszeit im Nahen Osten vorgesehen.
Teheran reagierte umgehend mit scharfer Kritik. Ebrahim Azizi, Vorsitzender der parlamentarischen Sicherheitskommission, bezeichnete jegliche US-Einmischung in der Meerenge als Bruch der geltenden Waffenruhe. Die Straße von Hormus und der Persische Golf würden nicht durch "Trumps wahnhafte Beiträge gesteuert", schrieb er auf X. Trotz des aktuellen Waffenstillstands im Iran-Krieg zeichnet sich bei den diplomatischen Bemühungen bisher kein Durchbruch ab.
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Donald Trump startet "Projekt Freiheit" – doch Details bleiben geheim
Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Vor Ausbruch des Konflikts transportierten Tanker durch diese Meerenge rund ein Fünftel des global gehandelten Öls und Flüssiggases. Seit Kriegsbeginn hat der Iran die Kontrolle über den Seeweg übernommen und den Verkehr durch Drohungen sowie Attacken nahezu vollständig zum Stillstand gebracht.
Washington hat seinerseits eine Seeblockade gegen Schiffe verhängt, die iranische Häfen ansteuern oder verlassen. Trump rechtfertigte seine neue Initiative als Reaktion auf Hilferufe zahlreicher Nationen. Diese Länder seien nicht am Iran-Krieg beteiligt, sondern "lediglich neutrale und unschuldige Dritte". Der US-Präsident sprach von einer "humanitären Geste" – auf vielen Schiffen gingen Nahrungsmittel und Hygieneprodukte zur Neige.
Frachtschiffe sind in der Nähe der Straße von Hormus zu sehen. Bild: Fatima Shbair/AP/dpa/dpa
Nach Informationen des "Wall Street Journal" sieht das Projekt zunächst keine direkte Begleitung von Handelsschiffen durch US-Kriegsschiffe vor. Stattdessen soll eine Koordinierungsstelle eingerichtet werden, die den Schiffsverkehr durch die Meerenge regelt. Der Plan konzentriert sich darauf, Minen aufzuspüren und diese Informationen an durchfahrende Schiffe weiterzuleiten, damit sie Gefahrenstellen umgehen können. Zusätzlich sollen die sichersten Routen für die Passage ermittelt werden.
Das US-Regionalkommando Centcom bestätigte auf X die Unterstützung der Initiative. Für das "Projekt Freiheit" stehen demnach Lenkwaffenzerstörer, über 100 Fluggeräte, unbemannte Systeme sowie 15.000 Soldaten bereit. Welche konkreten Aufgaben diese Kräfte übernehmen sollen, blieb jedoch offen.
Widersprüchliche Signale aus Washington
Die diplomatischen Bemühungen verlaufen parallel zur militärischen Initiative. Trump erklärte auf Truth Social, er sei sich "voll und ganz bewusst", dass seine Vertreter "sehr positive Gespräche" mit dem Iran führten, die "zu etwas sehr Positivem für alle führen könnten". Noch keine 24 Stunden zuvor hatte er sich deutlich skeptischer geäußert und bezweifelt, dass der jüngste iranische Vorschlag akzeptabel sei. Zudem drohte er mit erneuten Angriffen, sollte sich Teheran aus seiner Sicht falsch verhalten.
Das iranische Außenministerium teilte mit, man prüfe derzeit die amerikanische Antwort auf den eigenen Vorschlag. Laut Sprecher Ismail Baghai klammert der iranische 14-Punkte-Plan für ein Kriegsende das Atomthema aus. Teheran möchte diesen langjährigen Streitpunkt mit Washington offenbar erst zu einem späteren Zeitpunkt behandeln.
Neue Attacken am Sonntag in der Meerenge
Die angespannte Lage in der Straße von Hormus verschärfte sich am Wochenende weiter. Die britische Behörde für Handelsschifffahrtssicherheit (UKMTO) meldete am Sonntag zwei Zwischenfälle. Ein nordwärts fahrender Massengutfrachter wurde etwa elf Seemeilen westlich der iranischen Stadt Sirik von mehreren kleinen Booten angegriffen.
Am Sonntagabend traf es ein weiteres Schiff rund 145 Kilometer nördlich von Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dieses wurde laut UKMTO von "unbekannten Projektilen" getroffen. Bei beiden Vorfällen blieben die Besatzungen unverletzt, Umweltschäden wurden nicht gemeldet.
Die iranische Nachrichtenagentur Fars stellte die Ereignisse anders dar: Ein Schiff sei lediglich zur Dokumentenprüfung gestoppt worden – von einem Angriff war keine Rede.
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