Donald Trump: Experte ist sicher - neue Trump-Taktik kann Mullahs brechen
Donald Trump Seeblockade setzt dem Iran offenbar mächtig zu. Bild: picture alliance/dpa/dpa-Pool | Michael Kappeler
Erstellt von Tobias Rüster
30.04.2026 11.22
- Donald Trumps Überraschungsschlag eliminierte Chamenei
- Donald Trumps Seeblockade dreht den Spieß um - Experte sieht "Gamechanger"
- Iran-Generäle sprechen angeblich vom "Überleben"
- Donald Trump oder der Iran: Wer knickt zuerst ein?
Lange Zeit schien die iranische Führung die stärkere Position im Konflikt mit den USA innezuhaben. Beobachter rechneten damit, dass US-Präsident Donald Trump früher oder später nachgeben würde. Doch die Lage könnte sich nun grundlegend wandeln, analysiert die "Bild". Das Regime in Teheran gerät offenbar unter erheblich größeren Druck als zunächst angenommen.
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Donald Trumps Überraschungsschlag eliminierte Chamenei
Vor zwei Monaten starteten Washington und Israel einen gemeinsamen Überraschungsangriff gegen das iranische Regime.
- Bereits am ersten Tag der militärischen Operation wurde der damalige "Oberste Führer" Ali Chamenei zusammen mit Dutzenden seiner engsten Berater getötet. Die koordinierte Aktion zielte auf die Führungsspitze des islamistischen Staates.
- Trotz dieser massiven militärischen Schläge brach das Regime nicht zusammen. Die iranische Führung überstand die Angriffe und konnte sich am 8. April mit den Vereinigten Staaten auf einen Waffenstillstand verständigen. Die Nachfolge trat Modschtaba Chamenei an, der 56-jährige Sohn des getöteten Machthabers.
- Der neue "Oberste Führer" wurde Berichten zufolge am ersten Angriffstag schwer verletzt. Seitdem ist er nicht mehr öffentlich in Erscheinung getreten. Diese Abwesenheit wirft Fragen über die tatsächliche Handlungsfähigkeit der iranischen Führung auf.
- Viele Experten im Westen werteten die Waffenruhe zunächst als Erfolg für Teheran. Sie sahen das Überleben des Regimes als Niederlage für Trumps Ansatz.
Donald Trumps Seeblockade dreht den Spieß um - Experte sieht "Gamechanger"
Als Teheran vor zwei Wochen die Straße von Hormus sperrte, konterten die USA mit einer Gegenmaßnahme. Washington hindert seither auch iranische Schiffe daran, die Meerenge zu passieren. Diese Strategie trifft nun das Regime selbst hart - die eigenen Ölexporte kommen nicht mehr durch.
Der Nahost-Experte Peter Neumann vom King's College London bezeichnet die amerikanische Reaktion als möglichen "Gamechanger". Im Podcast von "Bild"-Mann Paul Ronzheimer erklärt er:
- "Das war bei all den Fehlern, die Trump gemacht hat, eine ziemlich clevere Entscheidung. Denn dadurch hat er eine Situation geschaffen, in der jetzt die Uhr nicht nur für den Westen tickt, sondern auch für den Iran."
Die Blockade treffe nicht länger nur die Gegner des iranischen Regimes. Vielmehr setze die Maßnahme Teheran selbst unter massiven wirtschaftlichen Druck. Die Verhandlungsposition habe sich dadurch grundlegend verändert.
Iran-Generäle sprechen angeblich vom "Überleben"
Die Auswirkungen der Blockade auf die iranische Wirtschaft sind gravierend.
- Laut "Wall Street Journal" sucht Teheran in aller Eile nach Möglichkeiten, das nicht exportierbare Öl zu lagern. Die Machthaber versuchen mit allen Mitteln, einen kompletten Produktionsstopp zu verhindern, der der wichtigsten Einnahmequelle des Landes dauerhaften Schaden zufügen würde.
- Gleichzeitig brechen innerhalb der politischen Elite offene Konflikte aus. Die "Financial Times" dokumentiert, wie lang schwelende Spannungen zwischen konkurrierenden Fraktionen seit der Waffenruhe wieder aufflackern. Die radikalen Hardliner fordern einen sofortigen Abbruch aller Gespräche mit Washington - bislang vergeblich.
- Besonders aufschlussreich ist der Bericht der "New York Times"-Korrespondentin Farnaz Fassihi. Sie schreibt, die iranischen Generäle hätten "ein echtes Interesse daran, ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten zu schließen, weil sie dies als Frage des Überlebens betrachten". Die militärische Führung sieht offenbar keine Alternative zu einer Einigung.
Donald Trump oder der Iran: Wer knickt zuerst ein?
Der aktuelle Konflikt hat sich zu einem Nervenkrieg zwischen beiden Hauptstädten entwickelt. Experte Neumann rechnet damit, dass Teheran irgendwann an einen kritischen Punkt gelangen werde. Allerdings warnt er vor überzogenen Erwartungen - der Prozess werde "wahrscheinlich nicht so schnell" ablaufen, wie manche hofften.
Die Blockade-Situation könne sich noch über drei bis vier Monate hinziehen. Dann stelle sich die alles entscheidende Frage: "Halten wir das noch drei oder vier Monate durch oder knickt der Iran zuerst ein?"
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