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Donald Trump: America First um jeden Preis? Neue Trump-Drohung sorgt für Entsetzen

Donald Trump setzt Sambia unter Druck. Bild: picture alliance/dpa/AP | Matt Rourke

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  • Trump setzt Sambia unter Druck: Rohstoffe gegen Leben – ein Ultimatum mit brisanter Sprengkraft
  • 1,3 Millionen Menschen betroffen: Kürzung von HIV-Medikamenten droht bei Ablehnung
  • Kritiker schlagen Alarm: Hunderttausende Tote bereits durch frühere Hilfsstreichungen

Die Frist läuft ab: US-Präsident Donald Trump hat dem südafrikanischen Staat Sambia ein Ultimatum gestellt. Das Land muss bis Donnerstag, den 30. April, entscheiden, ob es amerikanischen Unternehmen bevorzugten Zugang zu seinen Bodenschätzen einräumt. Über die jüngste Trump-Drohung berichtet aktuell der britische "Express".

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Donald Trump erhöht den Druck aus Sambia: Ultimatum mit fatalen Folgen

Sambia verfügt über bedeutende Vorkommen an Kupfer, Kobalt und Lithium – Rohstoffe, die für die moderne Industrie unverzichtbar sind. Sollte die Regierung in Lusaka ablehnen, drohen drastische Konsequenzen: Trump will dann die Finanzierung von HIV-Behandlungen kürzen. Davon wären 1,3 Millionen Menschen betroffen, die auf antiretrovirale Medikamente aus US-Hilfsprogrammen angewiesen sind.

Milliardenhilfen für Afrika auf dem Spiel

Die Abhängigkeit afrikanischer Staaten von amerikanischer Unterstützung ist enorm. Laut "Al Jazeera" flossen im Jahr 2024 insgesamt 5,4 Milliarden Dollar an US-Hilfsgeldern auf den Kontinent. Der überwiegende Teil dieser Mittel wurde für humanitäre Zwecke, Gesundheitsversorgung und Katastrophenhilfe eingesetzt.

Für Sambia geht es dabei um existenzielle Fragen. Das HI-Virus greift das Immunsystem an und macht Betroffene anfällig für Infektionen. Die von den USA finanzierten antiretroviralen Medikamente verhindern die Vermehrung des Virus und ermöglichen dem Immunsystem, sich zu erholen. Ohne diese Behandlung droht den Patienten der Tod.

Hunderttausende Tote durch Hilfsstreichungen

Die Drohung gegenüber Sambia fügt sich in Trumps America-First-Strategie ein. Nach dieser Doktrin muss ausländische Unterstützung unmittelbar amerikanischen Interessen dienen. Zudem vertritt die Regierung die Ansicht, dass Hilfsgelder Abhängigkeiten schaffen.

Bereits im Januar 2025 kürzte die Trump-Administration die Auslandshilfen massiv und löste die US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) auf. Die Folgen sind verheerend: Laut einem Tracker für US-Hilfsgelder haben die Streichungen zum Tod von über 518.000 Kindern und fast 264.000 Erwachsenen beigetragen. Diese Menschen starben an behandelbaren Krankheiten wie HIV und Tuberkulose.

Südafrika als Warnung

Andere afrikanische Staaten haben bereits erfahren, was der Entzug amerikanischer Unterstützung bedeutet. Südafrika wurde von der Trump-Regierung komplett von Gesundheitshilfen ausgeschlossen. Der Grund: Das Land hatte vor dem Internationalen Strafgerichtshof Völkermordvorwürfe gegen Israel erhoben, einen engen Verbündeten der USA.

Die Konsequenzen für Südafrika sind gravierend. Gesundheitsdienste wurden beeinträchtigt, Programme zur HIV-Prävention mussten eingestellt werden. Auch die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern kam zum Erliegen.

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/gom/news.de

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