Ex-Kreml-Propagandist legt sich fest: Ära von Wladimir Putin endet in wenigen Monaten - Nachfolger stehen schon parat
Wladimir Putin bleiben nur noch wenige Monate: Ex-Propagandist Ilya Remeslo ist überzeugt, dass der Kreml-Chef schon in wenigen Monaten aus dem Amt geputscht wird. Bild: picture alliance/dpa/Pool AP | Dmitri Lovetsky
Erstellt von Claudia Löwe
27.04.2026 19.53
- Wladimir Putin steht Umsturz unmittelbar bevor laut Ex-Kreml-Propagandist
- Ilya Remeslo überzeugt: Putin-Ära wird bald enden
- "Tiefgreifende Veränderungen" in Russland spätestens 2027 zu erwarten
Der ehemalige Kreml-Propagandist Ilya Remeslo sorgt mit explosiven Aussagen für Aufsehen, die für die Zukunft von Wladimir Putin nichts Gutes verheißen: In einem Interview mit der Medienpersönlichkeit Ksenia Sobchak, die als Putins "Patentochter" bekannt ist, prophezeit er das baldige Ende der Putin-Ära. "Ich bin zutiefst überzeugt, dass wir bis Ende 2026, Anfang 2027 tiefgreifende Veränderungen erleben werden", erklärte Remeslo laut "Daily Express".
Wladimir Putin dem Untergang geweiht: Spätestens 2027 ist Schluss
Der 73-jährige Kremlchef werde durch einen "Palast-Putsch" gestürzt, so die Prognose des Insiders. Dabei handele es sich nicht um einen militärischen Umsturz. "Es wird etwas sehr Leises sein", sagte Remeslo und zog Parallelen zum Jahr 1953, als Stalin starb und Chruschtschow die Macht übernahm. "Wir werden in einem anderen Land aufwachen."
Wladimir Putins engster Kreis hasst den Kreml-Chef - stiller Putsch nicht mehr aufzuhalten?
Remeslo zeichnet ein düsteres Bild der Machtverhältnisse im Kreml. Regierungsvertreter und Mitarbeiter der Präsidialverwaltung würden den russischen Machthaber insgeheim verabscheuen. "Sie hassen ihn einfach, weil er ihnen alles weggenommen hat", behauptet der Ex-Propagandist. Die einstigen Privilegien seien für Putins Umfeld nicht mehr zugänglich.
Der frühere Kreml-Unterstützer sieht die internen Spannungen als tickende Zeitbombe. "Dort ist im Grunde bereits alles entschieden", so Remeslo über die Stimmung in den Machtzirkeln. Sobald sich die Widersprüche innerhalb des Systems bis zu einem kritischen Punkt aufstauten, werde der Wandel einsetzen. Der Insider präsentiert sich dabei als jemand, der die Schwachstellen des Systems genau kenne und wisse, wie man Menschen aus diesem herauslocken könne.
Ex-Propagandist nennt drei Namen, die Wladimir Putin als Kreml-Chef beerben könnten
Auf die Frage nach einem möglichen Nachfolger reagierte Ilya Remeslo ausweichend. "Hören Sie, wenn ich ihn nenne, werden sie ihn morgen verhaften", erklärte er gegenüber Sobchak. Dennoch brachte er drei Kandidaten ins Spiel, von denen einer seiner Einschätzung nach die Macht übernehmen werde. Als ersten nannte er Premierminister Michail Mischustin, 60, der als pflichtbewusster Technokrat gilt und Putins Anweisungen stets loyal umsetzt. Der zweite Kandidat ist Wirtschaftsminister Maxim Reschetnikow, 46, ein ehemaliger Regionalgouverneur, der als Modernisierer wahrgenommen wird und Russland durch die Sanktionen navigiert hat. Als dritten Namen führte Remeslo Generaloberst Alexei Djumin an, 53, Putins früheren Leibwächter und heutigen Kreml-Berater. Djumin gilt seit langem als möglicher Thronfolger, den Putin selbst aufgebaut haben soll.
Wer ist Ilya Remeslo? Einst Putin-Verteidiger, heute schärfster Kritiker
Remeslo skizziert seine Vision für ein Russland nach Putin: Das Land werde "rechts orientiert" sein, mit einer "starken Wirtschaft, in der Unternehmen wenig Steuern zahlen, aber dennoch florieren". Zudem werde es sich für ausländische Investitionen öffnen.
Der Wandel des ehemaligen Propagandisten ist bemerkenswert. Erst im März hatte er sich erstmals öffentlich gegen Putin gestellt und ihn als Kriegsverbrecher, Lügner und Dieb bezeichnet. Einst war Remeslo ein erbitterter Gegner des verstorbenen Oppositionellen Alexei Nawalny. Heute sagt er: "Niemand verdient es, unter solchen Bedingungen zu sterben, in diesem schrecklichen Gefängnis." Er empfinde Schuldgefühle wegen seiner früheren Angriffe auf den Putin-Kritiker. Remeslo fordert nun andere Systeminsider auf, sich ihm anzuschließen: "Habt keine Angst, wir werden definitiv gewinnen."
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