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Wolfgang Kubicki beleidigt Friedrich Merz: Kanzler attackiert - Parteienstreit nach Beschimpfung entbrannt

Wolfgang Kubicki (FDP) beleidigte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Bild: Christian Charisius/dpa/dpa

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  • Wolfgang Kubicki beleidigt Friedrich Merz im Podcast
  • CDU wirft FDP-Politikern fehlenden Anstand vor
  • FDP kontert den Vorwürfen der CDU

Die FDP hat sich den Unmut der CDU zugezogen. Nachdem FDP-Politiker Wolfgang Kubicki Bundeskanzler Friedrich Merz unflätig attackierte, reagierten die Christdemokraten erbost."Ist das der neue Ton der FDP, lieber Herr Kubicki? So wird das nichts. Früher hatte die FDP noch Stil und Anstand", heißt es in einem X-Post der Partei.

Wolfgang Kubicki beleidigt Friedrich Merz

Grund für die Reaktion der CDU war eine Aussage von Kubicki im Podcast "Meine schwerste Entscheidung" der Funke Mediengruppe. Darin sprach er über den Auslöser, wieso er sich entschied, für den FDP-Vorsitz zu kandidieren:Merz habe die FDP nach den jüngsten Landtagswahlen für tot erklärt. Daraufhin benutzte er das Wort Ei im Zusammenhang mit einem beleidigenden Ausdruck, den er mit den Worten "dir werde ich das zeigen" kombinierte.

Fehlender Anstand - FDP kontert CDU

Die CDU muss für ihre Reaktion selbst Kritik einstecken. FDP-Politiker kontern unter dem Beitrag:

  • "Die CDU hat mit dem 'Die FDP ist endgültig von der politischen Bühne verschwunden" ihres Parteivorsitzenden jedes Recht verspielt, sich in dieser Causa überhaupt zu Wort zu melden", schreibt Moritz Harrer, der die digitale Kommunikation der FDP managt.
  • "Bin sprachlos. Da fällt einem glatt der Tennisschläger ins Streusalz. Anstand, Stil und CDU sind irgendwie unter Merz zu Antipoden geworden", meint Christoph Meyer, Landesvorsitzender der FDP Berlin.
  • "Solange der Bundeskanzler sein Regierungsamt nutzt, um einem politischen Mitbewerber die Existenz abzusprechen, würde ich ganz kleine Brötchen backen...", schreibt FDP-Politiker Dr. Gero Hocker.

Kubicki hält Abstimmungen mit der AfD für unproblematisch

In dem Podcast hatte Kubicki auch deutlich gemacht, dass er gemeinsame parlamentarische Abstimmungen mit der AfD für unproblematisch hält. Auf die Frage, ob die Brandmauer zur AfD stehe, sollte er die FDP führen, sagte er: "Die steht weder in der Verfassung noch ist sie gesetzgegeben. Ich kenne keine Brandmauer."

Marie-Agnes Strack-Zimmermann warnt vor Rechtsrutsch der FDP

Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann warnte daraufhin davor, die Partei nach rechts zu verschieben. "Unsere Aufgabe ist es, die politische Mitte zu stärken und den Liberalismus in seiner ganzen Breite zu verteidigen", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Nicht, ihn nach rechts zu verschieben."

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/loc/news.de/dpa

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