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Donald Trump: Brisante Liste enthüllt - Trump teilt Nato-Verbündete in "unartig" und "brav" ein

Trump teilt seine Nato-Verbündeten offenbar in "unartig" und "brav" ein. Bild: picture alliance:dpa:AP | Alex Brandon

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  • Donald Trump führt geheime "Unartig"-Liste zu Nato-Verbündeten
  • US-Präsident teilt Nato-Partner in "unartig" und "brav" ein
  • Trump erwägt Konsequenzen für unkooperative Nato-Staaten

Die Regierung von Donald Trump hat wie "Politico" aktuell berichtet eine Art Bewertungsliste für seine Nato-Verbündeten erstellt, die deren Verhalten während des Iran-Konflikts dokumentiert. Eingeteilt wurden die Staaten offenbar in "unartig" und "brav" - je nachdem, wie stark sie die USA unterstützten.

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Donald Trump führt geheime "Unartig"-Liste zu Nato-Verbündeten

Das Weiße Haus hatte seinen Unmut über die mangelnde Unterstützung öffentlich bereits unmissverständlich klar gemacht. "Während die Vereinigten Staaten immer für unsere sogenannten Verbündeten da waren, waren Länder, die wir mit Tausenden Soldaten schützen, während der Operation Epic Fury nicht für uns da", erklärte Sprecherin Anna Kelly. Präsident Trump werde sich an dieses Ungleichgewicht erinnern.

US-Präsident teilt Nato-Partner in "unartig" und "brav" ein

Doch welche Nato-Staaten stehen auf welcher Seite der Liste? Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte das Konzept der "Musterverbündeten" bereits im Dezember vorgestellt. Dabei nannte er auch Deutschland als aufsteigenden Partner. "Musterverbündete, die ihren Beitrag leisten – wie Israel, Südkorea, Polen, zunehmend Deutschland, die baltischen Staaten und andere – werden unsere besondere Gunst erhalten", so Hegseth damals.

Welche Länder stufte Donald Trump als "brav" ein?

Ursprünglich bezog sich die Bezeichnung auf Nato-Partner, die ihre Verteidigungsausgaben entsprechend dem von Trump geforderten Fünf-Prozent-Ziel erhöhten und nicht auf die Unterstützung im Iran-Konflikt. Auf der positiven Seite der Liste sollen laut "Politico" aktuell vor allem osteuropäische Staaten stehen. Polen und Rumänien dürften am meisten von möglichen Truppenverlegungen profitieren. Beide Länder genießen weiterhin das Wohlwollen des US-Präsidenten und würden zusätzliche US-Soldaten willkommen heißen. Auch Bulgarien unterstützte die US-Logistik im Nahen Osten.

Spanien, Großbritannien und Frankreich als "unartige" Nato-Verbündete

Auf der negativen Seite finden sich hingegen Spanien, Großbritannien und Frankreich. Diese Länder lehnten amerikanische Hilfsgesuche ab oder verzögerten ihre Antworten. Spanien hatte sich zudem beim Nato-Gipfel in Den Haag gegen das Fünf-Prozent-Ziel bei den Verteidigungsausgaben gesperrt.

Trump erwägt Konsequenzen für unkooperative Nato-Staaten

Welche konkreten Maßnahmen drohen, bleibt vorerst offen. Die Regierung arbeitet laut drei europäischen Diplomaten und einem US-Verteidigungsbeamten noch an den Details. Im Raum stehen aber Truppenverlegungen, die Einschränkung gemeinsamer Militärübungen sowie reduzierte Rüstungsgeschäfte. Diese Maßnahmen könnten von als "unartig" eingestuften Verbündeten abgezogen und stattdessen "braven" Partnern zugeteilt werden.

Allerdings bezweifeln europäische Diplomaten, dass Donald Trump tatsächlich konkrete Pläne verfolgt. Ein Abzug von Truppen würde hauptsächlich den USA selbst schaden, merkte ein weiterer Diplomat an. Da es kaum Alternativen für eine Verlegung amerikanischer Soldaten aus Europa gibt, würde jeder Plan wohl eine Umverteilung zwischen den Ländern bedeuten – ein kostspieliges und zeitaufwendiges Unterfangen.

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/news.de/stg

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