Putin-Armee außer Kontrolle?: "Friss den Dreck!" Video offenbart grausame Folter
Ein neues Video dokumentiert brutale Foltermethoden in Putins Armee. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Alexander Kazakov
Erstellt von Anika Bube
22.04.2026 11.26
- Video zeigt brutale Misshandlung eines russischen Soldaten
- Offizier zwingt ihn, Erde zu essen, und droht mit Selbstmordmission
- Berichte sprechen von systematischer Gewalt innerhalb der Truppen
Ein verstörendes Video von der Front zeigt die brutale Misshandlung eines Soldaten in der russischen Armee. Der Mann, der offenbar dem 82. Motorschützenregiment angehört, wurde nach einem gescheiterten Fluchtversuch in einem Erdloch festgehalten. In den Aufnahmen ist der Soldat nur in Unterwäsche zu sehen, zitternd und offensichtlich mit gebrochenen Rippen. Sein Kommandeur zwingt ihn, Erde zu essen, und erniedrigt ihn mit wüsten Beschimpfungen.
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"Friss den Dreck, du Hund!" Russen-Soldat von Putin-Offizier gefoltert
Als der Gefangene über Schmerzen in seinen Rippen klagt, zeigt der Offizier keinerlei Mitleid. Stattdessen droht er dem Mann mit einem sogenannten "Pfannkuchen" – einem Codewort für eine Landmine. Dies deutet auf einen geplanten Selbstmordangriff gegen ukrainische Stellungen hin, bei dem der Soldat praktisch keine Überlebenschance hätte.
Die Videoaufnahmen dokumentieren das erschreckende Ausmaß der Erniedrigung. Der Kommandeur überschüttet den frierenden Soldaten, der zusammengekauert im Schmutz liegt, mit einem Schwall von Beleidigungen. "Wie fühlst du dich?", fragt er höhnisch. Als der Mann antwortet, ihm sei schlecht, brüllt ihn der Offizier an, er solle sich hinknien. Der Vorgesetzte befiehlt dem Gefangenen zunächst, sich bei den Familien seiner Kameraden zu entschuldigen. Doch als dieser zu sprechen beginnt, rastet der Kommandeur aus. Er zwingt den Soldaten, Erde zu essen und auf allen Vieren zu kriechen – "wie ein Hund", wie er es nennt. Die Schmerzensrufe des Mannes wegen seiner verletzten Rippen ignoriert der Offizier vollständig. Seine Antwort: "S***** auf deine Rippen."
Systematische Folter in Putin-Armee
Das verstörende Video reiht sich in eine wachsende Sammlung von Aufnahmen ein, die eine erschreckende Folterkultur innerhalb der russischen Streitkräfte dokumentiert. Auf Telegram und in anderen Berichten tauchen immer wieder Belege für die brutalen Führungsmethoden auf. In verschiedenen Clips wurden Soldaten mit Ketten um den Hals in Kisten gesperrt oder an Bäume gefesselt. Manche wurden gezwungen, wie Hunde zu bellen. Andere Aufnahmen zeigen Kommandeure, die ihre eigenen Männer mit Elektroschocks quälen und dabei lachen. Besonders entwürdigend: In einem Video urinierte ein Vorgesetzter auf einen jungen Soldaten, während er dessen älterem Kameraden mit Erschießung drohte. Anderen Truppen wurde Nahrung verweigert – sie mussten gestohlene Kartoffeln essen, um zu überleben.
Desertionen in der russischen Armee nehmen zu
Die grausamen Disziplinierungsmethoden bleiben nicht ohne Folgen für die russische Armee. Laut Berichten des "Daily Star" hat die systematische Brutalität zu einem deutlichen Anstieg der Fahnenfluchten geführt. Die sogenannten "Fleischwolf"-Einsätze verschärfen die Situation zusätzlich. Bei diesen Angriffen werden russische Soldaten in Wellen gegen ukrainische Stellungen geschickt – so lange, bis den Verteidigern die Munition ausgeht. Für die eingesetzten Truppen bedeutet dies oft den sicheren Tod. Die Kombination aus Folter, Erniedrigung und Selbstmordmissionen scheint immer mehr Soldaten zur Flucht zu bewegen. Doch wie das aktuelle Video zeigt, erwartet jene, die beim Desertieren erwischt werden, eine brutale Bestrafung – bis hin zur Todesdrohung durch erzwungene Himmelfahrtskommandos.
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