Donald Trump vs. Papst Leo XIV.: Neue Klatsche für "The Don" nach "respektlosen und gewalttätigen Angriffen"
Donald Trump hat mit geschmacklosen Angriffen auf Papst Leo XIV. die katholische Kirche gegen sich aufgebracht. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Erstellt von Claudia Löwe
20.04.2026 11.30
- Donald Trump legt sich mit Papst Leo XIV. an
- US-amerikanischer Bischof rechnet in Sonntagspredigt mit "The Don" ab
- Scharfe Attacke in Mar-a-Lago: Donald Trump bekommt Quittung für "respektlose und gewalttätige Angriffe" auf den Papst
Der Konflikt zwischen Donald Trump und Papst Leo XIV. hat nun auch die unmittelbare Nachbarschaft des US-Präsidenten erreicht. Bischof Manuel de Jesús Rodríguez aus Palm Beach verurteilte während der Sonntagsmesse die Attacken des Präsidenten auf das Oberhaupt der katholischen Kirche in scharfen Worten.
Abrechnung mit Donald Trump: Katholischer Bischof spricht in Sonntagspredigt Klartext nach Papst-Attacke
"Die Diözese Palm Beach steht fest zu unserem Heiligen Vater, Papst Leo XIV., und weist die respektlosen und gewalttätigen Angriffe, die Donald J. Trump gegen den Heiligen Vater gerichtet hat, entschieden zurück", hieß es in einer projizierten Erklärung während des Gottesdienstes, wie "The Daily Beast" berichtet. Der Ort des Geschehens birgt eine besondere Brisanz, denn die Diözese Palm Beach befindet sich nur etwa 21 Kilometer von Trumps Mar-a-Lago-Anwesen entfernt. Der Bischof bezeichnete die Angriffe zudem als "schwerwiegende Verletzung der in der Verfassung verankerten Religionsfreiheit".
Donald Trump erzürnt Papst Leo mit geschmacklosem Jesus-Vergleich
Der Auslöser für die kirchliche Rüge liegt eine Woche zurück. Trump hatte den Pontifex in einem wütenden Ausbruch auf Truth Social attackiert und ihn als "schwach bei Kriminalität und schrecklich in der Außenpolitik" bezeichnet. Besonders bizarr: Donald Trump beanspruchte für sich, maßgeblich zur Wahl Leos beigetragen zu haben. "Leo sollte dankbar sein, denn wie jeder weiß, war er eine schockierende Überraschung", schrieb Trump. Der Papst sei "auf keiner Liste" gewesen und nur gewählt worden, weil die Kirche geglaubt habe, ein Amerikaner könne am besten mit ihm umgehen. Die Tirade folgte auf wochenlange Kritik des aus Chicago stammenden Papstes am US-Krieg gegen den Iran. Trump teilte anschließend ein KI-generiertes Bild, das ihn als Jesus darstellte – löschte es jedoch nach heftiger Kritik wieder.
Papst Leo XIV. zeigt sich furchtlos – Ex-Sicherheitsberater wittert "spirituelle Kriegsführung"
Leo XIV. reagierte auf die Attacken gelassen. Er habe "keine Angst" vor der Trump-Regierung und werde weiterhin "laut die Botschaft des Evangeliums verkünden", erklärte der Pontifex. Zuletzt sagte er Reportern im Papstflugzeug, er wolle sich nicht in einen Streit mit dem Präsidenten hineinziehen lassen – das liege nicht in seinem "Interesse". Donald Trump ließ dennoch nicht locker und behauptete fälschlicherweise, der Papst habe gesagt, der Iran dürfe Atomwaffen besitzen.
Die Rüge des Bischofs rief umgehend MAGA-Anhänger auf den Plan. Ex-Sicherheitsberater Mike Flynn bezeichnete die Aktion auf X als "Informationskrieg gegen MAGA" und "spirituelle Kriegsführung". Der Papst entwickle sich zu einem "woken Globalisten", wetterte der bekannte Verschwörungstheoretiker.
Donald Trump verscherzt es sich mit der Glaubensgemeinschaft von First Lady Melania
Die Konfrontation hat auch eine persönliche Dimension. Bischof Rodríguez, der im Dezember 2025 von Papst Leo XIV. in sein Amt berufen wurde, stammt aus der Dominikanischen Republik und war zuvor als Pastor in Queens tätig – nur etwa sieben Meilen von Trumps Geburtsort entfernt. Pikant ist zudem die religiöse Konstellation im Hause Trump: First Lady Melania Trump ist Katholikin und lebt in Mar-a-Lago, während ihr Ehemann sich hauptsächlich in Washington aufhält. Die Diözese Palm Beach rief die Gläubigen am Ende der Erklärung auf, für die Sicherheit des Heiligen Vaters zu beten. Weder das Weiße Haus noch die Diözese haben bislang auf Anfragen von "The Daily Beast" reagiert.
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