Donald Trump: Es ist "besorgniserregend" - Experte erkennt "Zeichen mentalen Verfalls"
Wie fit ist Donald Trump wirklich? Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Von news.de-Redakteurin Anika Bube
17.04.2026 14.50
- Falsche Aussage: Trump verdreht den Zeitpunkt des Todes von Ruth Bader Ginsburg
- Experten alarmiert: Analyst spricht von möglichem "mentalen Verfall"
- Neue Debatte: Auch Mediziner äußern Zweifel an Trumps Gesundheitschecks
Der kognitive Zustand von US-Präsident Donald Trump sorgt erneut für Diskussionen. In einem kürzlichen Interview mit Fox Business verstrickte sich der 78-Jährige in fehlerhafte Aussagen über den Tod der verstorbenen Supreme-Court-Richterin Ruth Bader Ginsburg. Der politische Analyst Michael Popok sieht darin ein alarmierendes Signal.
Weitere aktuelle Meldungen aus dem Politik-Ressort finden Sie am Ende dieses Artikels.
"Die Tatsache, dass er nicht einmal Daten und Namen richtig hinbekommt, ist besorgniserregend", erklärte Popok imPodcast "Legal AF". Er sprach offen von einem "Zeichen mentalen Verfalls". Er sagte: "Donald Trump hat gerade einen schweren Ausrutscher begangen, der zeigt, dass er in Echtzeit schneller den Verstand verliert, als wir es überhaupt gedacht hätten."
"Zwei Minuten nach der Wahl!" Donald Trump verdreht Fakten
Im Gespräch mit Fox-Business-Moderatorin Maria Bartiromo äußerte sich Trump über die verstorbene Richterin Ginsburg. "Schauen Sie, was mit Richterin Ginsburg passiert ist, sie war nicht gerade eine junge Frau", sagte der US-Präsident. Die Liberalen würden zusammenhalten "wie Klebstoff" – anders als die Republikaner. Dann folgte die fragwürdige Behauptung: Ginsburg habe geglaubt, sie würde ewig leben, und sei "zwei Minuten nach der Wahl gestorben", woraufhin er jemanden ernennen durfte. Diese Darstellung ist faktisch unzutreffend – Ginsburg verstarb im September 2020, also vor der damaligen Präsidentschaftswahl.
Laut Popok sei es besonders bezeichnend, dass Trump ausgerechnet dieses Datum nicht präsent hat. Der Analyst erinnerte daran, dass der US-Präsident am Todestag von Ginsburg einen der bekanntesten viralen Momente seiner Amtszeit erlebte – als er von einem Flugzeug stieg und von ihrem Ableben erfuhr. "Man sollte meinen, er würde sich daran erinnern", so Popok. Der Experte kritisierte zudem das Umfeld des Präsidenten scharf. Trump lebe in einer Blase, seine Berater ließen ihn alles sagen, ohne ihn jemals zu korrigieren oder Klarstellungen einzufordern. Selbst grundlegende Fakten bringe er nicht mehr korrekt zusammen.
Mediziner zweifelt an Trumps Gesundheitschecks
Die Bedenken über Trumps geistige Verfassung sind nicht neu. Kürzlich meldete sich der ehemalige Weißes-Haus-Kardiologe Jonathan Reiner zu Wort. Der Arzt, der einst Vizepräsident Dick Cheney behandelte, sieht Trumps ständiges Prahlen mit bestandenen kognitiven Tests als Warnsignal. Besonders skeptisch äußerte sich Reiner zu einer angeblichen MRT-Untersuchung des Präsidenten. Diese ergebe als routinemäßige Vorsorge "keinen Sinn" und sei "nicht plausibel", so der Mediziner. Die wiederholten kognitiven Tests und bildgebenden Untersuchungen könnten vielmehr darauf hindeuten, dass ein bereits bestehender Zustand überwacht werde – und nicht bloß Standarduntersuchungen durchgeführt würden.
Weitere Meldungen rund um Donald Trump finden Sie hier:
- Das "ist kein Witz für mich" – US-Präsident tobt auf Truth Social
- Überraschende Trennung von Donald Trump - Ende Mai ist Schluss
- Braucht einen "Exorzisten" - Trump-Aussagen sorgen für Empörung
- "Amerika steht am Abgrund!" Ex-US-Minister warnt vorm Kollaps
- "Nehmen Sie das runter!" Dreht Trump jetzt völlig durch?