Politik

Donald Trump: Überraschende Trennung im Weißen Haus - Ende Mai ist Schluss

Donald Trump steht die nächste Trennung bevor. Bild: picture alliance/dpa/AP | Manuel Balce Ceneta

  • Artikel teilen:
  • Rücktritt angekündigt: ICE-Chef Todd Lyons verlässt Ende Mai seinen Posten
  • Massive Kritik: Tödliche Schüsse bei Einsätzen setzen die Behörde unter Druck
  • Nachfolge unklar: Wer die umstrittene Einwanderungsbehörde künftig leitet, ist offen

Die US-Einwanderungsbehörde ICE steht vor einem personellen Umbruch: Ihr kommissarischer Leiter Todd Lyons gibt sein Amt zum 31. Mai 2026 auf. Der 52-Jährige reichte sein Rücktrittsschreiben bei Heimatschutzminister Markwayne Mullin ein, wie US-Medien berichten.

Weitere aktuelle Meldungen aus dem Politik-Ressort finden Sie am Ende dieses Artikels.

Harte Abschiebepolitik unter Donald Trump: ICE-Chef kündigt Rücktritt an

Unter Lyons setzte die Behörde konsequent die strikte Migrationspolitik von Präsident Donald Trump um. Bei einer Kongressanhörung im Februar nannte der ICE-Chef konkrete Zahlen: Im ersten Amtsjahr der Regierung seien rund 379.000 Menschen festgenommen und mehr als 475.000 Personen abgeschoben worden. Trump hatte Lyons im März 2025 an die Spitze der Behörde berufen. Zuvor war dieser bereits rund 20 Jahre für ICE tätig.

Zuletzt geriet die Behörde massiv unter Druck. Besonders Einsätze in Großstädten wie Chicago und Minneapolis sorgten für Kritik. In Minneapolis eskalierte die Lage: Bei Protesten gegen Razzien wurden zwei US-Bürger von Bundesbeamten erschossen. Nach den tödlichen Vorfällen und landesweiten Protesten wurde die Operation abgebrochen. Die Ereignisse lösten auch im Heimatschutzministerium eine Krise aus.Die damalige Ministerin Kristi Noem wurde Anfang März von Präsident Trump entlassen. Ihr Nachfolger Markwayne Mullin ist erst seit wenigen Wochen im Amt und steht nun direkt vor der nächsten großen Herausforderung.

Todd Lyons, amtierender Direktor der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE), legt sein Amt Ende Mai nieder. Bild: Tom Brenner/AP/dpa/dpa

Todd Lyons nennt offiziell "Familiengründe" für Amtsende

Lyons selbst nennt persönliche Gründe für seinen Rücktritt. Er wolle künftig mehr Zeit mit seiner Familie verbringen, insbesondere mit seinen beiden Söhnen in Massachusetts. Anschließend plane er den Wechsel in die Privatwirtschaft. Trotz der Kritik wird Lyons aus Regierungskreisen ausdrücklich gelobt. Minister Mullin bezeichnete ihn als "herausragende Führungspersönlichkeit", die geholfen habe, "Mörder, Vergewaltiger, Pädophile, Terroristen und Bandenmitglieder" aus dem Land zu entfernen. Auch das Weiße Haus würdigte Lyons als Patrioten, der die USA sicherer gemacht habe.

Nachfolger von ICE-Chef unklar

Wer die Leitung der ICE übernimmt, ist bislang unklar. Die Behörde hat seit der Amtszeit von Barack Obama keinen vom Senat bestätigten Direktor mehr gehabt. Für Minister Mullin beginnt damit eine heikle Aufgabe: Er muss nicht nur eine neue Führung finden, sondern auch eine tief verunsicherte Behörde stabilisieren.

Weitere Meldungen rund um Donald Trump finden Sie hier:

/ife/news.de/dpa

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.