Donald Trump: Schockierende Aussagen gegen den Papst - so lässig reagiert der Vatikan
Papst Leo XiV. reagiert gelassen auf die Verbal-Angriffe von Donald Trump. Er werde sich nicht abbringen lassen, seine Botschaft zu verbreiten. Bild: dpa/AP/Gregorio Borgia
Erstellt von Ines Fedder
14.04.2026 09.47
- Donald Trump wettert gegen PapstLeo XIV.
- Schlagabtausch nach Papst-Rede - Donald Trump findet keine guten Worte
- So reagiert das katholische Kirchenoberhaupt auf Trumps Verbal-Angriff
Der Konflikt zwischen dem Weißen Haus und dem Vatikan spitzt sich weiter zu. Nachdem Donald Trump mit einer beispiellosen Wortwahl am vergangenen Sonntag auf seiner Social-Media-Plattform mit dem Papst abrechnete, zeigt sich das katholische Kirchenoberhaupt extrem gelassen. Aber was genau war eigentlich passiert?
LeoXIV. gegen Donald Trump - Papst-Rede brachte den Stein ins Rollen
Auslöser für den öffentlichen Konflikt war eine Rede des Papstes am vergangenen Samstag. Darin forderte PapstLeo XIV. das Ende des Krieges und sprach von "Allmachtsfantasien", die immer berechenbarer und aggressiver werden.
Donald Trump fühlte sich offenbar direkt angesprochen und konterte mit heftiger Kritik bei "Truth Social". Trump warf dem Papst vor, sich mit einem Land zu verbünden, "das eine Atomwaffe will". Leo XIV. sei "eine sehr liberale Person" und glaube nicht daran, "Verbrechen zu stoppen". Zudem solle der Papst Donald Trump doch dankbar sein. Schließlich sei er niemals zum Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt worden, wenn es Donald Trump nicht gegeben hätte.
US-Präsident behauptet: Ohne Donald Trump gäbe es keinen amerikanischen Papst
Hier heißt es bei "Truth Social": "Leo sollte mir dankbar sein, denn wie alle wissen, war seine Ernennung eine schockierende Überraschung. Er stand auf keiner Liste der Papstkandidaten und wurde ausschließlich deshalb gewählt, weil er Amerikaner ist; man hielt das für den besten Weg, die Beziehung zum Präsidenten Donald J. Trump zu handhaben. Wenn ich nicht im Weißen Haus wäre, wäre Leo nicht im Vatikan."
Den knallharten Worten im Netz folgen noch direktere Worte gegenüber der Presse. Noch am Montag erklärte Donald Trump öffentlich, dass er den Papst nicht um Entschuldigung bitten werde. "Papst Leo hat Dinge gesagt, die falsch sind. Ich denke, er ist sehr schwach in Bezug auf Kriminalität und andere Dinge", so die Einordnung des US-Präsidenten. Sein Bruder Louis hingegen, bekennender MAGA-Anhänger, sei ein "toller Kerl". Trump möge ihn lieber als den Papst.
So reagiert Papst Leo XIV. auf Trumps Angriff im Netz
Papst Leo XIV. reagierte auf so wenig Einsicht erstaunlich gelassen. Er zeigte sich von Trumps Worten gänzlich unbeeindruckt. t. Er habe "keine Angst" vor der Trump-Regierung und sehe es als seine "moralische Pflicht", gegen den Krieg Stellung zu beziehen.
"Meine Botschaft auf die gleiche Ebene zu stellen wie das, was der Präsident hier zu tun versucht hat, bedeutet meiner Meinung nach, nicht zu verstehen, was die Botschaft des Evangeliums ist", erklärte Papst Leo der Nachrichtenagentur AP. Es tue ihm leid, so etwas zu hören, aber er werde mit dem fortfahren, was er für die Mission der Kirche in der heutigen Welt für richtig halte.
Donald Trump gegen die katholische Kirche - er geht noch einen Schritt weiter
Der Konflikt zwischen Donald Trump und Papst Leo stellt zahlreiche Mitglieder der Trump-Administration vor ein heikles Dilemma. Mindestens acht Kabinettsmitglieder bekennen sich zum katholischen Glauben, darunter Außenminister Marco Rubio. Auch Vize-Präsident J.D. Vance konvertierte erst vor wenigen Jahren zum Katholizismus – im Mai vergangenen Jahres wurde er sogar von Papst Leo XIV. bei einer Privataudienz im Vatikan empfangen. Katholische Wähler:innen trugen zudem maßgeblich zu Trumps Wahlsieg 2024 bei und bilden einen wichtigen Teil seiner Anhängerschaft.
Umso schwerer wiegt ein weiterer Affront des US-Präsidenten gegen die Kirche. Er postete ein Foto von sich als Christusfigur bei Social Media. Zwar löschte der Präsident es wenig später wieder, doch die Empörung ist dennoch überaus groß. Donald Trump gegen Papst Leo XIV. - ein Streit, der seine Folgen nach sich zieht.
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