JD Vance: Trump-Vize irritiert mit peinlicher Ausrede nach Aussetzer von "The Don"
Donald Trump (vorne) und JD Vance haben sich zum umstrittenen "Jesus-Post" geäußert. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
14.04.2026 08.52
- Donald Trump entsetzt mit Bild als Jesus
- JD Vance präsentiert Ausrede für Donald Trumps unfassbaren Post
- Donald Trump macht mit peinlicher Erklärung für Jesus-Bild sprachlos
- Trump attackierte Papst Leo XIV. öffentlich
Um eine Ausrede ist JD Vance bekanntlich nicht verlegen. Der US-Vizepräsident musste bei Fox News zur Verteidigung von US-Präsident Donald Trump antreten, nachdem dieser ein umstrittenes KI-generiertes Bild veröffentlicht hatte. In der Sendung Special Report mit Moderator Bret Baier wurde der 2019 zum Katholizismus konvertierte Vance direkt auf die Darstellung angesprochen, die Trump als Jesus zeigte.
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Donald Trump entsetzt mit Bild als Jesus
Das auf Truth Social veröffentlichte Bild stellte den Präsidenten in einer Jesus-artigen Pose dar. Zu sehen war Trump in einem weißen Gewand, wie er einen kranken Menschen heilte, während im Hintergrund amerikanische Flaggen und Weißkopfseeadler die Szenerie rahmten.
- Die KI-generierte Darstellung löste umgehend eine weltweite Welle der Empörung aus. Besonders scharf fiel die Reaktion von Ex-CIA-Chef John Brennan aus, der sogar eine Amtsenthebung Trumps forderte und den Präsidenten als "klar geisteskrank" bezeichnete.
- Die Empörung über das Jesus-Bild kam nicht nur von links, sondern aus Trumps eigenen Reihen. Der konservative Kommentator Carmine Sabia nannte die Veröffentlichung verwerflich und schrieb: "Ich kann mir den Narzissmus nicht vorstellen, den es braucht, um so etwas zu posten."
- Megan Basham von "The Daily Wire" sprach von "ungeheuerlicher Blasphemie" und forderte eine sofortige Entschuldigung.
- Die ehemalige republikanische Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene, die sich zunehmend von Trump distanziert hat, ging noch weiter: "Es ist mehr als Blasphemie. Es ist ein Antichrist-Geist."
Trump hatte das Bild nur wenige Stunden nach einem Angriff auf Papst Leo XIV. geteilt. In diesem hatte er das Kirchenoberhaupt als "schwach in Verbrechensfragen und schrecklich für die Außenpolitik" kritisiert. Das kontroverse Bild wurde später wieder von der Plattform entfernt.
JD Vance präsentiert Ausrede für Donald Trumps unfassbaren Post
Vance befand sich also in einer heiklen Lage zwischen Glauben und Regierungstreue. Im Fox-News-Interview betonte er mehrfach, die Auseinandersetzung sei nicht berichtenswert und versuchte, den wachsenden Riss zwischen seinem Chef und dem geistlichen Oberhaupt von über einer Milliarde Katholiken herunterzuspielen.
Vance bezeichnete die Veröffentlichung als humorvoll gemeinte Aktion. Der US-Präsident habe einen Witz gemacht, befand Vance. Trumps Entscheidung, das Bild wieder zu entfernen, begründete Vance damit, dass der Präsident erkannt habe, wie viele Menschen seinen Humor missverstanden hätten.
Donald Trump macht sprachlos mit peinlicher Erklärung für Jesus-Bild
Donald Trump selbst lieferte jedoch vor dem Weißen Haus eine völlig andere, allerdings nicht minder peinliche Erklärung ab, wie Videos beim Kurznachrichtendienst X zeigen. Er gab im Gespräch mit Reportern an, beim Posten des Bildes gedacht zu haben, das Foto zeige ihn als medizinisches Personal oder Rotkreuz-Helfer. Die Interpretation als Jesus-Darstellung wies er als Erfindung der "Fake News" zurück.
Trump attackierte Papst Leo XIV. öffentlich
Der Streit zwischen Trump und dem in Chicago geborenen Papst eskaliert seit Wochen. Seit dem Start des Iran-Krieges Ende Februar übt Papst Leo XIV. offene Kritik an der US-Regierung - am Konflikt selbst, an der Einwanderungspolitik und an Trumps Behauptung, Gott stehe hinter dem Krieg. Zuletzt rief das Kirchenoberhaupt angesichts der Lage in der Golfregion zu Frieden auf. Trump reagierte mit einem dramatischen Angriff auf Truth Social:
- "Ich will keinen Papst, der den Präsidenten der Vereinigten Staaten kritisiert, denn ich tue genau das, wozu ich IN EINEM ERDRUTSCHSIEG gewählt wurde."
- Er beanspruchte sogar Verdienste an Leos Wahl und schrieb: "Wäre ich nicht im Weißen Haus, wäre Leo nicht im Vatikan."
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