Donald Trump knickt ein: Iran spottet über Trumps "demütigenden Rückzug"
Nach Drohungen, die iranische Zivilisation zu "beenden", vollzieht Trump eine spektakuläre Kehrtwende – und das iranische Staatsfernsehen verspottet den US-Präsidenten. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jose Luis Magana
Von news.de-Redakteurin Sarah Baumann-Rüster
08.04.2026 09.32
- Trump stoppt Iran-Angriff und verkündet zweiwöchige Waffenruhe
- US-Präsident im iranischen Staatsfernsehen verhöhnt
- Teheran triumphiert: Staatsmedien sprechen von "demütigendem Rückzug"
- Heikler Deal: Straße von Hormus geöffnet – aber nur unter iranischen Bedingungen
Gerade noch drohte er mit der Zerstörung eines ganzen Landes – jetzt rudert er zurück: US-Präsident Donald Trump hat überraschend einen geplanten Angriff auf den Iran gestoppt und eine zweiwöchige Waffenruhe verkündet. Ein dramatischer Kurswechsel – und ein gefundenes Fressen für die Führung in Teheran.
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Donald Trump macht einen Rückzieher und verkündet Waffenruhe
Nach Wochen der Eskalation verkündete Trump auf seiner Plattform Truth Social die überraschende Wende. Wörtlich schrieb er: "Ich stimme zu, die Bombardierung und den Angriff auf den Iran für einen Zeitraum von zwei Wochen auszusetzen. Dies wird ein beidseitiger Waffenstillstand sein!"
Als Grundlage akzeptierte er einen Zehn-Punkte-Plan aus Teheran. Diesen bezeichnete er als "praktikable Basis" für weitere Gespräche. Laut Trump seien viele Streitpunkte bereits geklärt – die Frist solle nur noch der finalen Einigung dienen.
Straße von Hormus wieder offen – aber nicht ohne Risiko
Im Gegenzug will der Iran die strategisch extrem wichtige Straße von Hormus wieder für den internationalen Schiffsverkehr öffnen. Doch die Passage bleibt heikel: Nur in Abstimmung mit iranischen Streitkräften und unter "technischen Einschränkungen" soll die Durchfahrt für zwei Wochen möglich sein. Ein sensibles Zugeständnis – mit globaler wirtschaftlicher Bedeutung.
Iran spottet über Trumps "demütigenden Rückzug"
Das iranische Staatsfernsehen reagierte mit Spott auf Trumps Kehrtwende. Wie NBC-Korrespondent Matt Bradley auf X berichtete, zeigte der Sender ein Banner mit der Aufschrift: "Trumps demütigender Rückzug von der anti-iranischen Rhetorik; Trump hat Irans Bedingungen zur Beendigung des Krieges akzeptiert!"
Unsichere Zukunft: Reicht die Zwei-Wochen-Frist?
Während Trump optimistisch ist, bleibt die Lage fragil. Der Iran knüpft seine Zustimmung klar an Bedingungen: Sollten Angriffe ausbleiben, würden die "mächtigen Streitkräfte" ihre Operationen einstellen. Doch was passiert nach den zwei Wochen? Ob aus der Waffenruhe ein dauerhafter Frieden wird – oder nur eine Atempause vor der nächsten Eskalation – ist völlig offen.
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