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Donald Trump: Seine Attacken verraten ihn - vor ihm fürchtet sich Trump am meisten

Donald Trump erklärt einen kalifornischen Abgeordneten zum Staatsfeind – und verrät damit seine größte Angst. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Donald Trump greift gezielt Eric Swalwell an
  • Politikberater Mike Madrid sieht darin ein klares Angstsignal
  • Trumps Attacken könnten Demokraten Swalwell erst richtig groß machen

Ein Angriff, der alles verändern könnte: Mit seinen scharfen Attacken auf Eric Swalwell lenkt Donald Trump plötzlich die nationale Aufmerksamkeit auf einen Mann, der bislang kaum im Rampenlicht stand – und macht ihn womöglich genau dadurch zum politischen Schwergewicht.

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Warum Donald Trump ausgerechnet Eric Swalwell attackiert

Die jüngsten Attacken von Donald Trump gegen den kalifornischen Demokraten Eric Swalwell sorgen in Washington für Aufsehen. Für den republikanischen Politikberater Mike Madrid steckt dahinter mehr als nur politisches Kalkül. Seine steile These: Trump greift genau den Mann an, den er am meisten fürchtet. "Donald Trump hat Eric Swalwell möglicherweise gerade zum wichtigsten Demokraten Amerikas gemacht", schreibt Madrid in einem am Montag veröffentlichten Substack-Beitrag.

Politikberater Mike Madrid sicher: Trump hat eindeutig Angst vorDemokrat Eric Swalwell

Swalwell hatte die Trump-Regierung wiederholt öffentlich attackiert. Zuletzt ging es um eine alte FBI-Akte, die ihn mit einer mutmaßlichen chinesischen Agentin in Verbindung bringt – ohne dass ihm je Fehlverhalten nachgewiesen wurde. Für Madrid ist klar: Hier zeigt sich ein Muster. "Wenn der mächtigste Mann der Welt den gesamten Apparat der Bundesstrafverfolgung gegen einen kalifornischen Gouverneurskandidaten einsetzt, der in einer kaum beachteten Vorwahl antritt, dann schlägt er nicht nur nach unten", analysiert er. "Er verrät genau, vor wem er Angst hat."

Swalwell könnte "Donald Trumps Leben zur Hölle zu machen"

Die Demokraten in Kalifornien hatten bislang ein Problem: Dem Vorwahlkampf fehlte ein klarer Favorit, der nationale Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte. "Dem Rennen mangelte es an einem Gravitationszentrum", beschreibt Madrid die Situation. "Trump hat gerade eines geliefert."

Denn ein Gouverneur Swalwell wäre für den Präsidenten ein Gegner völlig neuer Dimension. Mit Kaliforniens Budget, seiner rechtlichen Schlagkraft und 39 Millionen Einwohnern hätte er eine Plattform, wie sie kein anderer Landesregierungschef bieten kann. Madrid formuliert es so: Ein solcher Gouverneur würde "jeden wachen Moment damit verbringen, Donald Trumps Leben zur Hölle zu machen."

Warum Trumps Angriff zum Eigentor werden könnte

Madrid bezeichnet den Moment als "zugleich finster und fast poetisch dumm". Der Präsident habe den Demokraten möglicherweise ihr größtes Problem im Vorwahlkampf gelöst – den fehlenden Spitzenkandidaten mit nationaler Strahlkraft.

Der republikanische Berater bringt seine Analyse auf den Punkt: "Manchmal ist das größte Geschenk, das ein Tyrann seiner Opposition machen kann, seine Angst." Trump signalisiere dem ganzen Land, dass sich seine Furcht derzeit auf einen einzigen Mann konzentriere – und dieser Mann sei Eric Swalwell.

Ob sich diese Prognose bewahrheitet, wird der kalifornische Vorwahlkampf zeigen.

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/news.de/mlk/stg

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