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Kim Jong Un hell erfreut: Nordkorea-Machthaber jubelt, während seine Soldaten aufeinander losgehen

Kim Jong Un amüsierte sich Video-Aufnahmen zufolge prächtig, als seine eigenen Soldaten wie von Sinnen aufeinander losgingen. Bild: picture alliance/dpa/KCNA/KNS | Uncredited

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  • Kim Jong Un genießt verstörende Prügel-Show seiner Armee
  • Nordkorea-Soldaten prügeln wie von Sinnen mit Vorschlaghämmern aufeinander ein
  • Nordkorea-Machthaber ergötzt sich an bizarrer Darbietung nach Waffentest

Auf das nordkoreanische Militär ist Kim Jong Un mächtig stolz - nun ergötzte sich der Machthaber an einem besonders bizarren Schauspiel, das ihm unmittelbar nach einem bedeutenden Waffentest geboten wurde. Die nordkoreanischen Soldaten gingen mit Spaten und Vorschlaghämmern aufeinander los und zertrümmerten massive Betonplatten auf den Köpfen ihrer Kameraden - und Kim Jong Un kam aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus.

Mit Spaten und Vorschlaghämmern: Soldaten prügeln sich für Kim Jong Un windelweich

Die britische "Daily Mail" ließ das verstörende Spektakel, das Kim Jong Un mit sichtlichem Vergnügen und einem breiten Grinsen verfolgte, in einem eigenen Beitrag Revue passieren. Auf Video-Mitschnitten ist zu erkennen, wie die nordkoreanischen Soldaten in Tarnkleidung wie von Sinnen aufeinander einprügeln. Die Demonstration militärischer Härte und Schmerztoleranz fand unmittelbar nach einem Waffentest statt: Nordkorea hatte zuvor ein Feststoff-Raketentriebwerk erprobt, das nach Kims Aussage die strategische Schlagkraft des Landes auf ein neues Niveau heben soll. Für Kim Jong Un war die martialische Darbietung offenbar Anlass genug, frenetisch zu applaudieren.

Nordkorea-Soldaten verprügeln sich mit Vorschlaghämmern - zur Belustigung von Kim Jong Un

Das Spektakel, das für Kim Jong Un veranstaltet wurde, folgte einem verstörenden Muster: Getarnte Soldaten warfen sich auf Betonplatten, während Kameraden diese mit voller Wucht auf ihren Schädeln zerschlugen. Anschließend folgte eine Kampfkunst-Choreografie, bei der ein Teilnehmer sogar einen Salto vollführte. Besonders brutal wirkte eine Übung, bei der ein Soldat flach auf dem Rücken lag, während Betonblöcke auf seinem Bauch platziert wurden. Ein weiterer Kamerad zertrümmerte diese dann mit einem Vorschlaghammer. Holzstöcke wurden direkt an kämpfenden Soldaten zerschlagen und splitterten dabei in zwei Teile. Auch die Ellbogen blieben nicht verschont: Soldaten legten sie auf Betonhaufen, nur um dann schwere Hammerschläge darauf zu empfangen. Eine besonders ungewöhnliche Einlage zeigte einen Teilnehmer, der mit einem Hammer auf den Fuß seines Kameraden einschlug.

Kim Jong Un ergötzt sich an martialischer Prügel-Show seiner Armee

Während der gesamten Vorführung thronte Kim Jong Un in einem wuchtigen weißen Schreibtischsessel an einem großen Holztisch. Er kommentierte das Geschehen, während uniformierte Militärs um ihn herum über seine Bemerkungen lachten. Die Kamera schwenkte regelmäßig zum nordkoreanischen Machthaber, der seine Begeisterung durch Grinsen und wiederholtes Klatschen zum Ausdruck brachte.

Zwischen den schmerzhaften Darbietungen zeigten die Truppen auch konventionellere Übungen: synchrones Marschieren und gemeinsam ausgeführte Kampfkunstbewegungen. Den Abschluss bildete eine euphorische Szene, bei der sich die jubelnden Soldaten um ihren Anführer scharten. Sie schüttelten ihm die Hand, skandierten Parolen und sprangen in die Luft, während sie sich für ein gemeinsames Foto mit Kim versammelten.

Kim Jong Un lobt wegweisenden Waffentest - Raketentriebwerk soll US-Festland erreichen können

Die bizarre Militärschau folgte auf einen Waffentest, den der Machthaber als bedeutenden Fortschritt bezeichnete. Nordkorea erprobte ein Feststoff-Triebwerk für Raketen, die theoretisch das amerikanische Festland erreichen könnten. Der maximale Schub liegt laut staatlicher Nachrichtenagentur KCNA bei 2.500 Kilonewton – eine Steigerung gegenüber den rund 1.970 Kilonewton eines ähnlichen Tests im September.

Kim Jong Un erklärte, der Test habe "große Bedeutung, um die strategische Militärmacht des Landes auf das höchste Niveau zu bringen". Feststoff-Raketen gelten als beweglicher und schwerer aufzuspüren als flüssigkeitsbetriebene Systeme. Allerdings äußern Experten Zweifel an den nordkoreanischen Angaben. Lee Choon Geun vom südkoreanischen Institut für Wissenschafts- und Technologiepolitik vermutet, Pjöngjang könnte "bluffen" – schließlich fehlen wichtige Details wie die gesamte Brenndauer des Triebwerks.

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