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Wladimir Putin: Putins Prestigeprojekt getroffen - dieser Drohnenschlag war ein Millionen-Treffer

Wladimir Putin führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Bild: picture alliance/dpa/Zuma Press | Sergei Ilyin/Kremlin Pool

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  • Wladimir Putin muss Rückschlag in der Ostsee hinnehmen
  • Blamage für Wladimir Putin: Prestigeprojekt getroffen
  • Ukraine-Krieg aktuell: Drohnen-Operation aus der Ferne
  • Weitere Drohnenattacken treffen Putins Infrastruktur

Es ist ein beispielloser Schlag der ukrainischen Streitkräfte gegen die russische Marine in der Ostsee. Nach Mitteilung des Generalstabs in Kiew attackierten Drohnen zuletzt eine Werftanlage im nordwestrussischen Wyborg. Dort wurde der Patrouillen-Eisbrecher "Purga" vom Typ 23550 ins Visier genommen, der sich noch in der Bauphase befand.

Wladimir Putin muss Rückschlag in der Ostsee hinnehmen

Der Vorfall markiert eine historische Zäsur: Erstmals seit Kriegsausbruch traf die Ukraine eines von Wladimir Putins Kriegsschiff in der Ostseeregion. Die Operation demonstriert die wachsende Reichweite ukrainischer Angriffsfähigkeiten und setzt Moskaus militärische Infrastruktur auch in bislang als sicher geltenden Regionen unter Druck.

Blamage für Wladimir Putin: Prestigeprojekt getroffen

Die "Purga" gehört zur Schiffsklasse 23550 und vereint Charakteristika eines Eisbrechers mit militärischen Fähigkeiten eines Kampfschiffs. Man kann es durchaus als Prestigeobjekt von Wladimir Putin bezeichnen.

  • Diese spezielle Einheit wurde für anspruchsvolle Operationen in arktischen Gewässern entwickelt und kann mit Marschflugkörpern ausgerüstet werden.
  • Das Gefährt sollte dem russischen Geheimdienst FSB für Grenzschutzoperationen dienen.
  • Mit einem geschätzten Auftragswert von rund 200 Millionen Euro verkörpert der Eisbrecher ein bedeutsames Investitionsprojekt der russischen Regierung.
  • Moskau verfolgt mit dieser Schiffskategorie das strategische Ziel, Kontrolle über bedeutende Schifffahrtsrouten im Nordpolargebiet zu erlangen und territoriale Ansprüche durchzusetzen.
  • Die Beschädigung trifft Russland zu einem kritischen Zeitpunkt, da sich das Schiff noch auf der Werft befand und die Fertigstellung nun erheblich verzögert werden dürfte.

Ukraine-Krieg aktuell: Drohnen-Operation aus der Ferne

Die Durchführung des Anschlags erfolgte über eine bemerkenswerte Distanz von annähernd 1.000 Kilometern zur ukrainischen Staatsgrenze. Unbemannte Fluggeräte legten mehrere hundert Kilometer zurück, um das Ziel zu erreichen.

  • Unbestätigten Analysen zufolge kamen womöglich modifizierte Zivilflugzeuge zum Einsatz.
  • Solche Sportmaschinen werden für autonome Flüge umkonstruiert und mit Explosivmaterial oder Abwurfmunition bestückt.
  • Die kostengünstigen Systeme ermöglichen aufgrund ihrer Reichweite Attacken weit innerhalb russischen Territoriums.

Bildmaterial aus sozialen Netzwerkenlegt nahe, dass die "Purga" erhebliche Beschädigungen erlitt. Das Schiff entwickelte nach dem Einschlag eine deutliche Schieflage. Eine offizielle russische Stellungnahme zum konkreten Schadensausmaß und den Konsequenzen steht weiterhin aus.

Weitere Drohnenattacken treffen Putins Infrastruktur

Zeitgleich mit dem Schlag gegen die Werft registrierten russische Behörden Drohnen-Operationen in mehreren weiteren Regionen des Landes. In der Hafenanlage Ust-Luga kam es zu einem Brand. Die Einrichtung fungiert als wichtiger Knotenpunkt für den Umschlag von Öl und Gas. Der ukrainische Generalstab bekräftigte seine Absicht, "wichtige Ziele des Gegners" kontinuierlich anzugreifen. Dies gelte sowohl für besetzte Territorien als auch für russisches Staatsgebiet.

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