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Katharina Reiche: Wirtschaftsministerin schlägt Alarm - geht uns schon Ende April der Sprit aus?

Katherina Reiche schlägt Alarm: Uns könnte bereits Ende April der Sprit ausgehen. Bild: picture alliance/dpa | Michael Kappeler

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  • Katherina Reiche warnt vor Sprit-Mangel durch Iran-Krieg
  • Wirtschaftsministerin schlägt Alarm: Haben wir Ende April kein Benzin mehr?
  • Blockade der Straße von Hormus als Gefahr für Deutschland

Der Bundestag entscheidet am heutigen Donnerstag (26. März) über ein Maßnahmenpaket, das Millionen Autofahrer direkt betrifft. Rund vier Wochen nach Ausbruch des Iran-Kriegs und massiv gestiegenen Kraftstoffpreisen steht eine neue Regelung für Tankstellen zur Abstimmung. Künftig sollen Preisanhebungen nur noch einmal täglich um exakt 12 Uhr mittags zulässig sein.

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Bundestag entscheidet über neue Regelung für Tankstellen

Die schwarz-rote Koalition rund um Bundeskanzler Friedrich Merz orientiert sich dabei am österreichischen Modell und erhofft sich mehr Planbarkeit für Verbraucher. Wer gegen das Verbot mehrfacher täglicher Preiserhöhungen verstößt, muss laut Gesetzentwurf mit Strafen von bis zu 100.000 Euro rechnen. Ob die Maßnahme tatsächlich für Entlastung sorgt, bleibt jedoch umstritten.

Experten zweifeln an Wirksamkeit der neuen Tankstellen-Regeln

Der ADAC steht dem Vorhaben skeptisch gegenüber. Der Automobilklub befürchtet, dass Mineralölkonzerne die Preise kurz vor dem erlaubten Anpassungszeitpunkt besonders hoch ansetzen könnten, wenn Erhöhungen über den Tag hinweg untersagt sind. Auch der Düsseldorfer Wirtschaftswissenschaftler Justus Haucap äußert sich zurückhaltend. In einer Stellungnahme für eine Bundestagsanhörung räumte er ein, dass Verbraucher Preise künftig leichter vergleichen könnten. "Ob dadurch die Preise nachhaltig gesenkt werden können, ist allerdings nicht klar", schrieb der Ökonom.

Katherina Reiche schlägt Alarm - Spritmangel bereits Ende April?

Indes schlägt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche Alarm: Durch den anhaltenden Iran-Konflikt droht Deutschland ein Sprit-Mangel. "Noch sehen wir keine Knappheiten beim Volumen, aber wenn der Konflikt nicht endet, rechnen wir damit vermutlich Ende April oder im Mai." Derzeit seien die Kraftstoffmengen noch ausreichend, doch eine Eskalation oder Verlängerung des Konflikts könnte die Lage verschärfen. Der Mineralölverband Fuels und Energie teilt diese Einschätzung. Nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa könnte dann Versorgungsprobleme bekommen.

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/hos/news.de/stg

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