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Donald Trump: Widersprüchliches Kriegs-Geschwafel enthüllt Trumps Planlosigkeit

Donald Trump verstrickt sich mit seinen Aussagen zum Iran-Krieg immer mehr in Widersprüche.  Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Donald Trump verstrickt sich in Widersprüche
  • Kritiker werfen Trump Planlosigkeit im Iran-Krieg vor
  • Trumps Kriegs-Geschwafel erreicht neuen Höhepunkt

Donald Trump steht erneut im Zentrum internationaler Kritik – diesmal wegen seiner widersprüchlichen Aussagen zum Krieg gegen den Iran. Innerhalb kürzester Zeit sendet der US-Präsident Signale in völlig unterschiedliche Richtungen: Mal spricht er von einem baldigen Kriegsende, dann wieder von massiver Eskalation und Vergeltungsschlägen, um am Ende doch wieder zurückzurudern.

Weitere aktuelle Meldungen rund um Donald Trump finden Sie am Ende dieses Artikels.

Donald Trump verstrickt sich im Iran-Krieg immer mehr in Widersprüchen

Innerhalb von 48 Stunden hat Donald Trump mit gleich mehreren Aussagen zum Iran-Krieg für Schlagzeilen gesorgt.Einerseits stellt Trump in Aussicht, dass der Konflikt "so gut wie beendet" sei und die USA "vor dem Zeitplan" lägen. Gleichzeitig vermeidet er jedoch klare Festlegungen und betont, der Einsatz dauere "so lange wie nötig". Parallel dazu droht er dem Iran mit harten militärischen Konsequenzen – etwa mit Angriffen auf Energieanlagen oder strategische Infrastruktur, sollte Teheran bestimmte Forderungen nicht erfüllen. Diese widersprüchlichen Aussagen stehen sich direkt gegenüber: Friedensrhetorik auf der einen Seite, militärische Drohungen auf der anderen.

Trump weiß nicht, was er tut: Kritiker rechnen mit "The Don" ab

Der Trump-kritische X-Kanal "Republicans against Trump" hat die widersprüchlichsten Aussagen des US-Präsidenten in einem Post zusammengefasst. So erklärte der US-Präsident unter anderem:

  • "Wir haben den Krieg gewonnen."
  • "Ich will keinen Waffenstillstand."
  • "Wir stehen kurz davor, unsere Ziele zu erreichen, und erwägen nun, unsere Aktivitäten einzustellen."
  • "Wir nutzen die Straße von Hormus nicht. Irgendwann wird sie sich von selbst öffnen."
  • "Die Vereinigten Staaten werden Irans Kraftwerke 'zerstören', wenn das Land die Straße von Hormus nicht wieder öffnet."

Die Ersteller des Posts kommen zu dem Schluss, dass Trump ganz offensichtlich "keinen Plan hat" und nicht weiß, was er da tut.

Trump rudert zurück: US-Präsident verlängert Ultimatum an die Mullahs und spricht plötzlich von Frieden

Eine Einschätzung, die angesichts der jüngsten Geschehnisse nicht ganz abwegig erscheint. So erreicht Trumps Kriegswirrwarr am Montag (23.03.) einen neuen Höhepunkt. Was ist passiert?
US-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum an das Mullah-Regime im Iran überraschend verlängert. Für die Wiederöffnung der für den weltweiten Schiffsverkehr wichtigen Straße von Hormus blieben dem Iran nun weitere fünf Tage, hieß es. Zur Erinnerung: Nur wenige Stunden zuvor hatte er gedroht, Kraftwerke im Iran zu zerstören, sollte die Öffnung nicht innerhalb von 48 Stunden passieren.
Als Grund für die Fristverlängerung nannte Trump "sehr gute Gespräche". In einem Social-Media-Beitrag auf Truth Social, der vollständig in Großbuchstaben verfasst ist, äußert er überraschend Lob für die Mullahs beziehungsweise das, was von ihrem Regime noch übrig ist. "Aufgrund des Tons und der Art dieser tiefgründigen, detaillierten und konstruktiven Gespräche, die die ganze Woche über fortgesetzt werden, habe ich das Kriegsministerium angewiesen, alle Militärschläge gegen iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur für fünf Tage auszusetzen, vorbehaltlich des Erfolgs der laufenden Treffen und Gespräche", erklärt Trump seine Entscheidung. Gleichzeitig spricht er in seinem Post über ein mögliches Kriegsende: "Ich freue mich, berichten zu können, dass die Vereinigten Staaten von Amerika und der Iran in den letzten zwei Tagen sehr gute und produktive Gespräche über eine vollständige und umfassende Beilegung unserer Feindseligkeiten im Nahen Osten geführt haben." 

Iran dementiert Verhandlungen mit Trump

Ob man derartigen Aussagen Glauben schenken kann? Offenbar nicht. Der Iran hat die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump dementiert, wonach Verhandlungen zwischen Teheran und Washington laufen. Laut Berichten der Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden des Iran nahestehen, gebe es keinerlei direkte Kontakte zu Trump – auch nicht über Vermittler. Trumps Glaubwürdigkeit dürfte damit weiter sinken.

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/loc/news.de/dpa

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