Donald Trump: Keine Besserung in Sicht - Trumps Probleme werden immer dramatischer
Donald Trumps Popularität ist zuletzt weiter gesunken. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Erstellt von Tobias Rüster
23.03.2026 11.27
- Donald Trump verliert immer weiter an Popularität
- Wegen Trumps Iran-Krieg: Benzinpreise schießen um 30 Prozent nach oben
- Donald Trumps Dilemma: Mehrheit der Amerikaner lehnt den Militäreinsatz ab
- Patriotismus-Effekt bleibt für Donald Trump erstmals aus
Die Popularität von US-Präsident Donald Trump befindet sich im freien Fall. Nach 14 Monaten seiner zweiten Amtszeit verzeichnet der 79-Jährige seinen bislang schlechtesten Wert: Lediglich 41,6 Prozent der Befragten befürworten seine Regierungsarbeit, wie das Polit-Portal "RealClearPolitics" in einer Durchschnittsberechnung der bedeutendsten landesweiten Erhebungen ermittelte. Die Unzufriedenheit liegt bei 56 Prozent.
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Donald Trump verliert immer weiter an Popularität
Als Hauptgrund für den Popularitätsverlust gilt der militärische Konflikt mit dem Iran. Seit Kriegsbeginn verliert Trump kontinuierlich an Zuspruch in der Bevölkerung.
Zum Vergleich: Sein Vorgänger Joe Biden schnitt im Jahr 2024 sogar noch etwas schlechter ab - sowohl bei der Zustimmung als auch bei den Ablehnungswerten. Dennoch markiert der aktuelle Stand für Trump einen kritischen Punkt seiner Präsidentschaft.
Wegen Trumps Iran-Krieg: Benzinpreise schießen um 30 Prozent nach oben
An den Tankstellen macht sich der Iran-Konflikt dramatisch bemerkbar. Innerhalb weniger Wochen sind die Kraftstoffpreise um nahezu 30 Prozent gestiegen. Die amerikanischen Verbraucher befürchten nun zusätzliche Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln und anderen Waren des täglichen Bedarfs.
Trumps Kommunikationsstrategie verschärft die Verunsicherung zusätzlich. Der Präsident versucht zwar, den Konflikt als "kleinen Ausflug" von seiner "Make America Great Again"-Agenda darzustellen. Doch gleichzeitig wechselt er zwischen Signalen einer militärischen Deeskalation und neuen Drohungen gegenüber Teheran hin und her.
200-Milliarden-Antrag erschüttert den Kongress
Das Pentagon hat beim Kongress einen Finanzierungsantrag für den Iran-Krieg in Höhe von 200 Milliarden Dollar eingereicht. Diese gewaltige Summe löste selbst in republikanischen Reihen Bestürzung aus. Die Forderung wird als deutliches Zeichen dafür gewertet, dass sich der militärische Einsatz erheblich länger hinziehen könnte als ursprünglich angekündigt.
- Trumps Versuch, den gemeinsam mit Israel geführten Militärschlag als "kleinen Ausflug" zu verharmlosen, verliert dadurch massiv an Glaubwürdigkeit. Die enormen finanziellen Mittel, die das Verteidigungsministerium anfordert, stehen im krassen Widerspruch zur präsidialen Darstellung eines begrenzten Einsatzes.
- Für viele Abgeordnete ist der Budgetantrag ein Weckruf. Die Dimensionen des Konflikts werden durch die Finanzierungsanfrage deutlich sichtbar. Was als schnelle Operation verkauft wurde, entpuppt sich zunehmend als kostspielige Langzeitverpflichtung der Vereinigten Staaten.
Donald Trumps Dilemma: Mehrheit der Amerikaner lehnt den Militäreinsatz ab
Verschiedene Erhebungen dokumentieren eine zunehmende Distanzierung der US-Bürger vom Iran-Konflikt.
- Eine Befragung des Emerson College ergab, dass 47 Prozent der Wähler gegen den militärischen Einsatz sind, während lediglich 40 Prozent ihn befürworten.
- Besonders bemerkenswert: Selbst Trumps treue MAGA-Basis unterstützt zwar mehrheitlich den Krieg mit 81 Prozent, würde aber die rasche Verkündung eines Sieges bevorzugen.
Der Einsatz von Bodentruppen stößt auf noch deutlichere Ablehnung.
- Laut einer Quinnipiac-Erhebung sprechen sich 74 Prozent aller Amerikaner strikt dagegen aus. Auch innerhalb der republikanischen Wählerschaft herrscht erhebliche Zurückhaltung - 52 Prozent lehnen Bodentruppen ab.
Die ökonomischen Folgen des Konflikts beunruhigen ebenfalls viele Bürger.
- Eine Ipsos-Umfrage zeigt, dass rund 55 Prozent der Trump-Anhänger große Bedenken wegen der in die Höhe geschnellten Benzinpreise haben.
Patriotismus-Effekt bleibt für Donald Trump erstmals aus
Meinungsforscher bezeichnen die aktuelle Entwicklung laut "Bild" als historisch ungewöhnlich. In vergangenen militärischen Konflikten der USA - sei es im Irak, in Afghanistan oder im Kosovo - verzeichneten amtierende Präsidenten stets einen deutlichen Popularitätsschub zu Kriegsbeginn. Diese patriotische Welle, in Fachkreisen als "Rally 'round the flag"-Phänomen bekannt, bescherte den Staatsoberhäuptern zunächst stark verbesserte Umfragewerte.
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